Post-Covid erklärt: Warum Erschöpfung nach Corona bleiben kann | Teil 1

Shownotes

Bei vielen Menschen endet eine Covid-Infektion nicht mit dem negativen Test.

Wo die akute Erkrankung vorbei ist, bleiben bei manchen Erschöpfung, Leistungsabfall oder kognitive Einschränkungen bestehen, teils über Monate oder länger.

Diese Folge beschäftigt sich mit dem Krankheitsbild Post Covid / Long Covid.

Es geht um die medizinische Einordnung, typische Symptome und die Frage, warum sich manche Menschen vollständig erholen, während andere weiterhin deutlich eingeschränkt sind.

Gemeinsam mit Chefarzt Robert Schmidt sprechen wir darüber, wie Post Covid definiert wird, wie häufig es tatsächlich auftritt und warum diese Beschwerden ernst genommen werden müssen, auch dann, wenn Standarduntersuchungen unauffällig sind.

Worum geht’s in dieser Folge?

  • Definition und Abgrenzung von Post Covid und Long Covid
  • Wie häufig Post Covid nach einer Infektion auftritt
  • Typische Symptome
  • Welche Organsysteme betroffen sein können
  • Die Rolle von Nervensystem, Gefäßen und Mitochondrien
  • Unterschiede zu Erschöpfungszuständen nach anderen Virusinfektionen
  • Weshalb eine strukturierte Anamnese entscheidend ist

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Disclaimer (medizinischer Hinweis): Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Treffen Sie keine gesundheitlichen Entscheidungen allein auf Grundlage dieser Aussagen. Wenn Sie Beschwerden haben oder eine Behandlung in Erwägung ziehen, besprechen Sie dies immer persönlich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer anderen qualifizierten medizinischen Fachperson.

Transkript anzeigen

00:00:00: Sie hatten eine Covid-Erkrankung, sie oder bekannte von ihnen und sie sind weiterhin erschöpft und sie haben weiterhin die Symptome der Covid-Erkrankung, auch noch Monate, nachdem sie wirklich die Covid-Infektion hatten.

00:00:11: Das Ganze nennt man Post-Covid.

00:00:13: Und das ist eine wirkliche Erkrankung,

00:00:17: die

00:00:18: problematisch und auch chronisch werden kann.

00:00:20: Aber sie muss es nicht sein, denn es gibt mittlerweile Behandlungsmethodiken.

00:00:23: Und darüber reden wir heute in dieser Folge.

00:00:25: Erst mal, wie man das Ganze erkennt, ob es dazu Tests gibt, was auch wirklich wo die Auswirkungen sind, wer die Betroffenen sind und wie wir halt das Ganze auch einordnen.

00:00:35: Und da reden wir mit einem Spezialisten darüber, nämlich Chefarzt Robert Schmidt von der KFN, der wirklich schon sehr viele Fälle behandelt hat in diesem Bereich seit dem Covid-Aufgetreten ist, weil sie halt mit Naturheilkunde arbeiten und mit alternativen Ansätzen, was ihnen dabei hilft, das Long-Covid-Thema und das Post-Covid-Thema wirklich besser einzuschätzen, als es anfangs von der Schuhe mehziehen war.

00:00:56: Und da ist natürlich das Schöne, da treffen sich diese beiden Elemente, deswegen heißt es ja auch, Schulmedizin trifft Naturheikunde hier, diesen Podcast.

00:01:02: Weil das spannende ist, dass man da schon früh reingegangen ist und gesagt hat, wir beschäftigen uns damit.

00:01:07: Und Chef Ars Robert Schmidt hat natürlich auch hier Expertise aufgebaut und hält deswegen auch sehr viele Vorträge in diesem Bereich.

00:01:14: Und das macht ihn zu einem der absoluten Experten in dem Post-COVID-Bereich.

00:01:17: Und dadurch sprechen wir heute.

00:01:19: Los geht's.

00:01:21: Was wäre, wenn die beste Medizin nicht entweder Natur oder Wissenschaft wäre, sondern beides?

00:01:28: Willkommen bei Schulmedizin trifft Naturheilkunde.

00:01:31: Hier bauen wir Brücken zwischen Tradition und Innovation.

00:01:36: Zwischen Labor und Leben für ihre Gesundheit.

00:01:40: Viel Spaß bei dieser Folge.

00:01:43: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Schulmedizin trifft Naturheilkunde Podcast.

00:01:47: Heute sprechen wir über ein sehr spannendes Thema, nämlich das Thema ... Post Covid-Syndrom.

00:01:52: Und zwar geht es darum, wenn die Erschöpfung bleibt, auch nachdem das Covid ausgehalten ist.

00:01:58: Und wir sprechen natürlich über die Symptome von Long Covid, Post Covid, wie auch immer man das bezeichnen möchte.

00:02:03: Und da haben wir natürlich heute wirklich einen Spezialisten dabei, der sowas täglich sich betreut, da sehr viel Vorträge zu hält und auch sehr in diesem Thema ist.

00:02:12: Darf ich ganz herzlich begrüßen, Chefarzt Robert Schmidt von der KFN.

00:02:16: Und ja, wir sprechen heute über dieses spannende Thema, was, glaube ich, viele Menschen mittlerweile betrifft und was natürlich auch jetzt aufgearbeitet wird.

00:02:22: Man hört das aber in den Medien immer mehr, dass da durchaus ein Thema ist, was vorher, ich sag mal, eher nicht angesprochen worden ist, ist jetzt doch etwas, wo man deutlich mehr, sag ich mal, Verständnis für hat in der Medizin auch und wo ihr natürlich vorhin als Experten für alternative Heilmedizin auch, denke ich, sehr, sehr lange schon dran gearbeitet habt und auch den Menschen geholfen habt.

00:02:43: Deswegen lasst uns doch auch gerne mal einsteigen in das ganze Thema.

00:02:46: Und da wäre auch meine erste Frage an dich.

00:02:50: Was ist eigentlich Post-Covid und Long-Covid?

00:02:52: Definition und Abgrenzung.

00:02:55: Wie definiert man das?

00:02:56: Und ist das ein Unterschied oder ist Post-Covid und Long-Covid

00:02:59: dieselbe?

00:03:00: Ja, also der Unterschied ist eigentlich nur marginal.

00:03:04: Im Prinzip geht es darum, dass nach einer akuten Corona-Infektion Symptome langfristig ... bestehen bleiben oder vielleicht auch neu auftreten, die mit dieser ursprünglichen Infektion assoziiert sind.

00:03:19: Und Long Covid bezeichnet man es, wenn diese Symptome um dies geht, eben länger als vier Wochen nach durchgemachter Infektion bestehen und Post Covid.

00:03:32: Davon spricht man erst ab zwölf Wochen.

00:03:35: Also es ist eigentlich nur eine reine Definitionssache, was diesen Zeitraum anbelangt.

00:03:40: Letztlich ist es das Gleiche und jeder, der erst mal ein Long Covid entwickelt, den könnte man dann ab zwölf Wochen eben auch als Post-Covid-Syndrom bezeichnen.

00:03:51: Also dann hätte er quasi Long Covid und Post-Covid gleichzeitig.

00:03:56: Genau, also nur eine reine Definitionssache.

00:03:59: im Prinzip geht es um das gleiche Thema.

00:04:02: Okay, das heißt jetzt, wenn das im Volksmund sozusagen einfach auswechsel, austauschmäßig eingesetzt wird, dann ist es nicht verkehrt, sondern es ist einfach nur eine sehr präzise Definition, wie lange man das hat.

00:04:12: Also wenn jemand sagt, der hat eine Plong Covid, dann kann es sein, dass er auch ein Post Covid in Wirklichkeit hat.

00:04:18: Aber gut, das definiert ihr dann.

00:04:19: Genau, also ganz streng genungen könnte man sagen, wenn jetzt jemand vor acht Wochen die Corona-Infektion hatte und jetzt eben unter anhaltenden Beschwerden leidet, dann hat er in dem Moment ... normal korrekt ein Long Covid, weil's ja noch nicht zwölf Wochen besteht.

00:04:37: Und wenn sich's eben nicht wieder bessert und dann ab zwölf Wochen immer noch vorhanden ist, dann dürfte er ganz offiziell sagen so, und jetzt hab ich Post Covid.

00:04:48: Aber das ist eigentlich nur eine Definitionssache akademischer Art.

00:04:53: Wie häufig tritt denn so was auf?

00:04:54: Also wie häufig tritt so ein Long Covid auf?

00:04:56: und wie häufig tritt dann ein Post Covid auf?

00:04:58: Weil Long Covid ist ja dann auch gar nicht so schlimm.

00:05:01: Wenn man nach vier Wochen, sechs Wochen dann seine Symptome auch weg hat, wie der fit ist und normal wieder im Leben steht, dann glaub ich, ist das okay.

00:05:08: Aber ein Post-Covid ist ja dann schon deutlich dramatischer.

00:05:11: Ja, also man kann auf jeden Fall so ganz grob davon ausgehen, dass in etwa zehn bis zwanzig Prozent aller Corona-Infizierten tatsächlich eine Post-Covid-Symptomatik entwickeln.

00:05:26: Das heißt jetzt glücklicherweise natürlich nicht immer, dass die schwer krank sind.

00:05:31: Also das heißt auch wenn jetzt zum Beispiel eine Geschmackstörung oder eine Geruchsstörung persistiert über zwölf Wochen hinaus, dann ist das natürlich ein Post-Covid-Syndrom.

00:05:45: Obwohl ich vielleicht trotzdem arbeiten gehen kann und mein Leben leben kann.

00:05:49: Aber wiederum ungefähr zehn bis zwanzig Prozent dieser Post Covid-Patienten sind dann so schwer betroffen, dass man bei denen dann tatsächlich von einem Chronic Fatigue-Syndrom sprechen kann.

00:06:03: Also was wir kennen als ME-CFS.

00:06:08: Und das bringt dann schon noch mal zum Ausdruck, dass tatsächlich eigentlich der Alltag auf den Kopf gestellt ist und nichts mehr so ist, wie es vorher mal war.

00:06:17: Also das heißt so ganz grob gerechnet, geht man davon aus, dass etwa einer von hundert Patienten, die eine Coronavirus-Infektion erleiden, dann tatsächlich eine schwere Form der postviralen Fatigue entwickelt, die dann vielleicht sogar so ausgeprägt ist, dass man es als Chronic Fatigue-Syndrom bezeichnen kann.

00:06:42: Das ist echt krass.

00:06:43: Ich fahre mir gar nicht bewusst, dass es einer von hundert sein kann.

00:06:46: Das ist ja gar nicht wenig.

00:06:47: Ich meine, man hört es auch von vielen Leuten, dass sie danach noch matt fühlen und einfach nicht ... so richtig wieder in den Tag starten können, obwohl die Infektion vorbei ist.

00:06:54: Ich wollte dich mal ganz kurz fragen, man hat ja oft auch das Covid mit einer normalen Grippe verglichen.

00:07:00: Ist es bei der Grippe auch so, dass man sozusagen eine Ostgrippe-Infektion hat und danach auch vielleicht da ein Chronic Fatigue anerkranken kann?

00:07:10: Also vor der Corona-Pandemie gab es natürlich auch schon eine Form der postviralen Fatigue.

00:07:16: Ja.

00:07:17: Auslöser waren zum Beispiel EBV-Infektionen oder auch Influencer-Infektionen, aber auch andere Virale oder sogar bakterielle Infektionen.

00:07:26: Nur, man hatte das nicht so richtig auf dem Schirm.

00:07:29: Und viele haben sicherlich auch bezweifelt, ob es das wirklich gibt.

00:07:34: Und die Patienten, die unter so einer ganz massiven, persistierenden Erschöpfung gelitten haben, da hat man vielleicht ab und zu auch mal so ein bisschen unterstellt, Mensch.

00:07:43: Das ist vielleicht auch psychosomatisch oder ... auf jeden Fall vielleicht auch nicht ganz real.

00:07:51: Und diese Einstellung hat sich jetzt natürlich durch die Corona-Pandemie komplett gedreht, weil jetzt eine Riesenwelle an Post-Covid-Patienten natürlich neu dazugekommen sind und dieses Thema gesellschaftlich eine ganz andere Bedeutung gewonnen hat und jetzt eigentlich überall in der Gesellschaft auch angekommen ist.

00:08:11: Jawohl, es gibt sowas wie eine postvirale Fatigue.

00:08:16: Und jetzt wird das Ganze ganz anders wahrgenommen.

00:08:20: Aber davor gab es immer schon Patienten, die möglicherweise aufgrund eines Infektes nicht mehr richtig auf die Beine gekommen sind.

00:08:29: Das gibt aber auch andere Auslöser für ein Fatigue-Syndrom.

00:08:32: Das kann zum Beispiel ein Trauma sein, körperlicher oder auch psychischer Art.

00:08:38: Das kann ... Ja, das können schwere Ereignisse sein, wie zum Beispiel auch eine Geburt, eine Operation, eine Große.

00:08:47: Dann scheint ein besonderer Bezug so ein bisschen auch zu sein zu den Nervenbahnen, die den Körper mit dem Kopf verbinden.

00:08:54: Also man weiß zum Beispiel so was wie ein Schleudertrauma, kann mal so eine Fatigue Symptomatik triggern oder auslösen.

00:09:02: Also das heißt, es ist nicht nur postinfektiös, aber eben ... Man sagt so zu sechzig Prozent, wahrscheinlich ne postinfektiöse Genese.

00:09:13: Es

00:09:13: ist wirklich sehr spannend, dass es natürlich vorher auch so ein bisschen, ich sag mal, nicht ganz so ernst genommen worden ist.

00:09:18: Wir haben ja immer mal wieder den Fall gehabt, wo ein Fußballspieler, nachdem er eine Grippe hatte, dann wieder voll ins Training eingestiegen ist und dann plötzlich ein Herztod gestorben ist.

00:09:28: Also das waren voll die Sachen, die in der Presse waren.

00:09:30: Ich denke, das ist häufiger vorgekommen, aber natürlich bei einem Fußballspieler, der sagen wir mal ... ist natürlich ein Herz tot eigentlich selten.

00:09:38: Und das hatten wir jetzt natürlich bei der Corona-Epidemie.

00:09:40: Dann hatten wir das häufige, diese Herzmuskelentzündung.

00:09:44: Genau, aber da muss man fast noch mal ein bisschen differenzieren.

00:09:48: Also klar, im Rahmen eines Virusinfekts, auch einer Corona-Infektion, kann es natürlich zu einer Myocarditis kommen.

00:09:56: Das ist jetzt aber per se eigentlich erst mal noch nicht das Post-Covid-Syndrom, von dem wir jetzt grad sprechen.

00:10:05: Es wird zwar schon auch irgendwie darunter subsumiert, aber das ist dann tatsächlich eine Organkomplikation im Rahmen des Virusinfektes.

00:10:14: Und klar, das kann natürlich sein, wenn das vielleicht nicht ganz klar bekannt ist, den Betroffenen und der dann zu früh vielleicht wieder Hochleistungssport betreibt, dass das dann auch mal zu Komplikationen kommen kann, kann aber natürlich nach einer Virusgrippe oder nach anderen Erkrankungen, die sich vielleicht aus Herz niederschlagen können, genauso der Fall sein.

00:10:37: Aber ich kann mich zum Beispiel erinnern, Fußballer, es gab mal bei TSV-München einen Olaf Bodden.

00:10:45: Und der hatte eben eine EBV-Infektion und ist nach der EBV-Infektion nicht mehr richtig auf die Beine gekommen, war also nicht mehr körperlich in der Lage, den Anforderungen des Leistungssportes gerecht zu werden.

00:10:59: Das ist so ein Fall, wo ich mich auch schon zurück erinnern kann, dass mal in der Öffentlichkeit quasi so eine Art Vertiegssyndrom diskutiert wurde.

00:11:09: Und ansonsten war das aber wirklich zu der Zeit, finde ich, noch ein Ausnahmefall.

00:11:17: War ansonsten wenig bekannt.

00:11:20: Aber was auch immer ganz interessant ist, es ist ja nicht überall so wie in Deutschland.

00:11:25: Also in Deutschland ... ist schon dann ein Land, wo dieses Fatigue-Syndrom wenig Anerkennung gefunden hat.

00:11:33: Da waren andere Länder schon viel weiter, die mit diesen Patienten schon ganz anders umgegangen sind.

00:11:41: Und jetzt durch die Corona-Pandemie haben wir jetzt hier in Deutschland auch aufgeholt.

00:11:47: Und das ist auch ein bisschen mehr so in den Mittelpunkt gerückt.

00:11:51: Und natürlich wird auch dran geforscht.

00:11:55: gerade jetzt bei Post-Covid.

00:11:57: Und die Hoffnung ist natürlich, wenn ich vielleicht für Post-Covid-Patienten was finde, dann findet man gleichzeitig auch was, von dem eben andere Fatig-Patienten dann hoffentlich auch profitieren, weil die sind so ein bisschen verloren, oft eben nicht mehr so richtig in der Lage, am Leben teilzunehmen.

00:12:18: Gleichzeitig kriegen sie nicht so wirklich die Anerkennung, weil vielleicht viele noch irgendwie denken, na ja, der mag vielleicht nicht Leistung bringen und am Alltag teilnehmen.

00:12:29: Dann wird's ihnen vielleicht auch noch ein bisschen nicht wirklich geglaubt.

00:12:33: Das verstärkt dann auch noch mal ganz massiv dieses Verlorenheitsgefühl und auch die Erkrankung an sich.

00:12:40: Und die bekommen jetzt einfach mehr Gehör-Anerkennung.

00:12:46: Ist gut.

00:12:47: Ja, wir haben ja gerade über das Herz gesprochen.

00:12:49: Deswegen würde mich interessieren, wenn wir vom Post-Covid-Syndrom sprechen.

00:12:52: Welche Organsysteme sind denn davon betroffen?

00:12:55: Oder ist Post-Covid im Prinzip an der Stelle gar nicht so stark organbetreffend?

00:13:00: Weil ... Ich meine, das ist ja gut zu wissen, wenn ich jetzt ... ... bin aktiv in der Infektion, dann hab ich das meiste Risiko fürs Herz.

00:13:06: Ja.

00:13:06: Und wenn ich dann sozusagen im Post-Covid bin, hab ich dann vielleicht weniger Risiko fürs Herz.

00:13:10: Oder sind dann andere Organe, die dann halt stark betroffen sein können?

00:13:14: Genau.

00:13:14: Also wir ... Wir in Deutschland haben sehr gerne Definitionen.

00:13:19: Deswegen muss ich da ein bisschen ... Und so zu sein.

00:13:22: Und ganz viele Regeln.

00:13:23: Genau.

00:13:24: Deswegen ist es etwas komplizierter, aber ich erkläre es ganz kurz.

00:13:27: Also, man würde eigentlich jetzt mal ganz grob unter Post-Covid tatsächlich vier verschiedene Zustände subsumieren.

00:13:37: Also, wenn jemand mit einer akuten Corona-Infektion zum Beispiel auf der Intensivstation landet ... dort lange auf der Intensivstation ist, schwer krank ist, dann kann sich eigentlich auch ein Post-intensive-Care-Syndrom entwickeln.

00:13:53: Wenn er das eben im Rahmen einer Corona-Infektion erleidet, würde man die langfristigen Probleme, die er dadurch bekommt, auch als Post-Covid-Syndrom bezeichnen.

00:14:03: Wenn jemand jetzt zum Beispiel im Rahmen seiner Corona-Infektion ne Myocarditis erleidet oder sonst eine schwere Schädigung der Lunge und dann anhaltende Organschäden.

00:14:15: Davon trägt, unter denen er zu leiden hat, nennt man es dann auch Post-Covid.

00:14:20: Wenn jemand schon ne Vorerkrankung hat, und das sehen wir auch häufig in Rheuma, ne Neurodermitis, und es kommt im Rahmen der Corona-Infektion zu einer nachhaltigen Verschlechterung dieser vorbestehenden Erkrankungen.

00:14:34: nennt man's auch wieder Post-Covid.

00:14:37: Aber die meisten Patienten, die mit Post-Covid zu kämpfen haben, sind eigentlich die.

00:14:43: Da haben sich alle organisch scheinbar von der akuten Infektion erholt.

00:14:47: Die waren jetzt auch nicht monatelang auf der Intensivstation, sondern haben eigentlich eine relativ scheinbar harmlose Corona-Infektion durchlebt.

00:14:56: Keine nachweisbaren Organveränderungen und haben dann aber eine ... Neu aufgetretene, persistierende Fatigsymptomatik, Erschöpfungssymptomatik, Konzentrationen, Störungen, Brain Fog, leicht Verdauungsbeschwerden.

00:15:11: Das ist eigentlich so dieses hostvirale Erschöpfungssyndrom.

00:15:16: Und das ist auch die größte Gruppe der Post-Covid-Patienten.

00:15:22: Und deswegen ist es ein bisschen komplizierter.

00:15:28: Und dann kann man aber sagen, wenn man sich jetzt diese Gruppe anschaut, der Post-Covid-Patienten, dann ist es nicht so, dass man mit den herkömmlichen Untersuchungen jetzt tatsächlich ein defektes Organ ausfindig machen kann, sondern es ist komplizierter.

00:15:45: Es ist eine komplexe Multisystemerkrankung, die sich eigentlich aus verschiedenen Achsen zusammensetzt.

00:15:54: Also wir haben einmal ein dysreguliertes Immunsystem mit den ganzen Konsequenzen einer Silent Inflammation, das Immunsystem ist so permanent eher etwas hyperaktiv auf gleichzeitig aber eben leider nicht effektiv.

00:16:12: Also das heißt Effektivität geht verloren.

00:16:15: Gleichzeitig haben wir eine gewisse Hyperaktivität.

00:16:18: Es kommt vielleicht zur Reaktivierung latenter Infektionen.

00:16:22: Es kommt zu autoimmunologischen Phänomenen durch dieses dysregulierte Immunsystem.

00:16:29: Wir haben dann als zweite Achse eine ganz erhebliche Beeinträchtigung der Energieversorgung.

00:16:36: Also wir haben ja die Mitochondrien, die Energiekraftwerke, kann man so sagen, der Zellen, die ständig ATP, also unseren Brennstoff nachproduzieren müssen.

00:16:47: Und hier entwickelt sich einfach ein ausgeprägtes Defizit, hat teilweise auch getriggert durch die chronische Entzündung.

00:16:55: Das verstärkt sich natürlich wechselseitig alles.

00:16:59: gegenseitig und wir haben auch eine ausgeprägte baskuläre Komponente.

00:17:05: Also das heißt, wir haben eine Dysfunktion der Gefäß-Innenwände.

00:17:10: Die Nährstoffe Substrate gelangen eben nicht mehr so wie benötigt in die Zielorgane.

00:17:18: Die Elastizität der Gefäße ist beeinträchtigt.

00:17:21: Es kommt auch zu Mikrotromben im Gefäßsystem, also das heißt die ganze Durchblutung ist nicht mehr so effektiv.

00:17:28: und wenn ich dann zum Beispiel muskulär arbeite, normalerweise kann ich ja dann auch die Blutzufuhr in diesen aktiven Muskel kann ich natürlich hochfahren, also bedarfsadaptiert, aber das funktioniert dann auch nicht mehr so richtig und das begünstigt dann natürlich auch eine Belastungsintoleranz, weil gar nicht mehr das ankommt, was ich eigentlich brauche.

00:17:50: Und das sind So viele Komponenten, die dazu führen, dass es sich wirklich um eine Multisystemerkrankung handelt, auch mit einem ganzen Blumenstrauß an potentiellen Symptomen, die in ganz unterschiedlichen Ausprägungen dann bei den einzelnen Patienten vorhanden sind.

00:18:09: Ja,

00:18:10: und auch ganz verschiedenen Risikobildern.

00:18:11: Das heißt also, du hast, das bedeutet das direkt, wenn wir auch von den Gefäßen sprechen, ist natürlich sofort die Power weg in der Muskulatur, wenn sie fließen kann.

00:18:21: Dadurch haben wir natürlich auch weniger Power im, ich sag mal, im Gehirn, weil einfach nichts mehr da ist, wo daraus wir die Energie ziehen können.

00:18:28: Das

00:18:28: ist mir einfach müde und matt.

00:18:29: Genau.

00:18:30: Man kann dann tatsächlich wirklich sagen, also wir haben ja so als Kernsymptomatik bei diesem Chronic Fatigue-Syndrom, haben wir natürlich zum einen schon mal eine grundsätzliche Vitalitätsminderung, die ist einfach vorhanden.

00:18:43: Man kommt gar nicht mehr auf das alte Level, was man vor der Erkrankung hatte, also auch nicht durch ... Jetzt mal ein freies Wochenende.

00:18:52: Man hat eh schon ein niedriges Grundniveau.

00:18:56: Aber man hat zusätzlich auch noch eine ausgeprägte Belastungsintoleranz.

00:19:00: Also Tätigkeiten, die vor der Erkrankung gar kein Problem waren.

00:19:04: Und das kann ja teilweise wirklich ganz niedrigschwellig sein.

00:19:07: Einkaufen gehen, ein Buch lesen, vielleicht einfach auch nur duschen und sich fertig machen in der Früh.

00:19:15: Das führt dazu, dass dem Körper wirklich ... der Saft ausgeht, kann man sagen.

00:19:20: Also diese Mechanismen führen dazu, dass im Prinzip kein Brennstoff mehr im System ist, wenn man so möchte.

00:19:28: Und es kommt eben zum Crash.

00:19:30: Wir haben dann die sogenannte post-exaktionelle Malleys, also die Belastungsintoleranz, die in meiner Weise auch noch ... im extremen Fall bis zu zweiundsebzig Stunden nach dem auslösenden Ereignis auftreten kann.

00:19:45: Also manchmal ist auch gar nicht so einfach da einen Zusammenhang herzustellen.

00:19:49: Und der Crash kann, wenn es blöd läuft, tatsächlich auch viele Tage, Wochen oder sogar fast schon dauerhaft stehen bleiben.

00:19:59: Also es ist ein ganz ganz großes Problem bei den Patienten.

00:20:04: Und deswegen ist auch dieses sogenannte Pacing eben so eine elementare und wichtige Schlüsselrolle eigentlich in der Behandlung dieser Chronic-Pathik-Patienten.

00:20:17: Gibt's denn außer der richtig guten Anamese, gibt's denn ein Post-Covid-Test, dass man sozusagen einen Test machen kann, ob man Post-Covid hat?

00:20:25: Oder ist es eher so, dass du redest mit dem Patient und findest es da heraus?

00:20:30: Also es ist tatsächlich so ... dass es jetzt noch nichts gibt, wo man sagen würde, okay, das beweist mir jetzt, dass ich ein Poscovit-Syndrom habe.

00:20:41: Also vor allem geht es natürlich um die Anamnese, um die Vorgeschichte und dass die Klinik eben auch zu dieser Erkrankung passt und dass auch andere mögliche Ursachen der Beschwerden ausgeschlossen werden.

00:20:58: Also jeder sollte natürlich auch mal ein Blutbild kriegen.

00:21:01: Man sollte gucken, funktioniert die Schilddrüse, habe ich vielleicht eine Blutarmut, was macht das Herz?

00:21:08: Das heißt, da ist auch ganz viel Ausschlussdiagnostik dabei.

00:21:12: Aber ich habe natürlich die Möglichkeit, diese Verschiebungen in diesen Achsen, wie jetzt Silent Inflammation zum Beispiel, Energiestoffwechsel, auch, ich kann auch Autoantikörper, die sich vielleicht bilden, nachweisen.

00:21:29: oft ist auch zum Beispiel eine Dysbiosi und ein Likigad dann mit dabei.

00:21:34: Also das heißt, es gibt viele Möglichkeiten, dann noch mit diagnostischen Hinweisen, die Verdachtsdiagnose natürlich zu erhärten.

00:21:44: Aber noch nicht so, dass ich sagen kann, hier ist schwarz auf weiß und man kann jetzt sozusagen zweifelsfrei, stichhaltig belegen.

00:21:54: so und das ist es und nichts anderes.

00:21:57: Ja.

00:21:58: Ganz wichtig, in eigener Sache, wenn Ihnen dieser Podcast gefällt, wenn Sie diese Information nützlich finden, die Sie hier hören, dann teilen Sie doch diesen Podcast auch mit anderen Freunden oder Bekannten, denen dieser Podcast weiterhelfen könnte.

00:22:09: Und lassen Sie natürlich gerne ein Like da.

00:22:11: Ein Abo freut uns natürlich auch und eine positive Bewertung ist natürlich für uns eine absolute Wertschätzung.

00:22:17: Deswegen, wenn Sie dafür Zeit finden, freuen wir uns da wirklich sehr drüber und das hilft natürlich diesen Podcast massiv weiter, dass wir weiterhin ganz, ganz tollen Inhalt produzieren können und natürlich auch diesen weiter nach draußen bringen kann.

00:22:29: Wenn es ist ja auch ... Okay, besonders wenn es so ein komplexes ... Ist es ja auch keine ... Einzelerkrankung, sondern wie man gesehen hat, auch gerade, es ist eine Multieerkrankung, wo viele Teile getroffen sind, weil wenn wir nur die Mitochondrien reparieren müssten, das ist eine, aber wenn wir auch gleich sich Blutgefäße und so was, muss man schon multie auch

00:22:47: mit vielen

00:22:48: Ansätzen arbeiten.

00:22:49: Jetzt

00:22:49: hast du natürlich schon viel Erfahrung mit Long-Covid- und Post-Covid-Patienten.

00:22:53: Wie lange dauert das in der Regel, bis man da wieder rauskommt?

00:22:56: Also, bis man wieder ... die volle Energie hat.

00:22:58: Und ich bin mir sicher, es ist sehr individuell und sehr unterschiedlich, aber auch für

00:23:02: so einen groben Überblick

00:23:03: zu geben.

00:23:04: Also man weiß auf jeden Fall, dass es sehr, sehr lange dauern kann, bis man sich von einer akuten Corona-Infektion dann aber Gott sei Dank doch wieder vollständig erholt.

00:23:15: Also es kann durchaus sein, dass das auch mal ein Jahr dauert.

00:23:19: Das heißt, alle diejenigen, die jetzt vielleicht schon seit drei, vier, fünf Monaten damit zu kämpfen haben, da ... Muss man jetzt noch nicht per se sagen, um Gottes Willen, das ist jetzt ein chronisches Problem.

00:23:31: Aber es hat natürlich eine große Monifizierungstendenz, leider.

00:23:37: Das heißt ja dann quasi auch Chronic Fatigue-Syndrom.

00:23:42: Und bei einem Chronic Fatigue-Syndrom sind auch verschiedene Langzeitverläufe möglich.

00:23:50: Es kann ganz, ganz langsam über die Jahre kontinuierlich leicht schlechter werden.

00:23:56: oder in Wellen vielleicht dann durchschnittlich etwas schlechter werden.

00:24:00: Es kann aber auch konstant bleiben, vielleicht sogar ganz leicht besser werden, aber es ist dann eher was, was einen wirklich über viele, viele Jahre beschäftigt und die Gefahr natürlich besteht, dass man es vielleicht auch gar nicht mehr so hundertprozentig los wird.

00:24:16: Aber das heißt natürlich nicht, dass man den Kopf in den Sand jetzt stecken muss.

00:24:24: Wenn man also das Gefühl hat oder die Diagnose hat, okay, Post-Covid-Syndrom und es scheint eben sich zu chronifizieren, dann kann man natürlich aktiv daran arbeiten, dass die Symptomatik halt möglichst gering ausgeprägt ist.

00:24:40: Und da habe ich immer Möglichkeiten, was zu tun.

00:24:44: Und es spielt ja einen Riesenunterschied, ob ich jetzt gefühlt bei einer Leistungsfähigkeit von von achtzig Prozent bin oder nur von fünfzig.

00:24:54: Ja klar.

00:24:54: Mit achtzig Prozent kann ich vielleicht sagen, okay, wenn ich ein paar Dinge berücksichtige und mich hege und pflege, dann hab ich trotzdem ein kaum eingeschränktes Leben.

00:25:05: Und mit fünfzig Prozent ist es dann schwierig, einen befriedigenen Alltag hinzubekommen.

00:25:11: Also deswegen der Appell an alle, wo man das Gefühl hat, oh Mist, es könnt ihr wirklich ... ein langfristiges Problem sein, nicht aufgeben, sondern dann geht es eben darum, die Symptomatik möglichst gut zu beeinflussen.

00:25:26: Und es wird natürlich auch viel dran geforscht, weil es eben so ein gesellschaftsrelevantes Thema ist.

00:25:32: Und da tut sich schon einiges.

00:25:34: Und man ist gefühlt auch schon relativ weit im Verständnis, was da wohl eine Rolle spielt, eben tatsächlich vor allem diese Funktionsstörung des Immunsystems, was nicht mehr zur Ruhe kommt.

00:25:47: Und ich bin relativ optimistisch, dass es in den nächsten Jahren tatsächlich noch mal Medikamente geben wird oder Therapieansätze, die vielleicht sogar es komplett heilen können.

00:26:01: Oder aber zumindest auch noch mal ganz effektiv die Schwere der Symptomatik beeinflussen können.

00:26:07: Also das heißt, alle, die die jetzt festhängen und Angst haben, um Gottes Willen, das ist jetzt die nächsten dreißig oder vierzig Jahre vielleicht so.

00:26:15: da kann sich innerhalb von wenigen Jahren was ganz, ganz Entscheidendes noch tun.

00:26:20: Die Wahrscheinlichkeit ist auf jeden Fall, finde ich, groß.

00:26:24: Ja,

00:26:24: weil es genug Betroffene auch gibt, ne?

00:26:26: Genau.

00:26:26: Genau.

00:26:27: Wie ist es denn, wenn ich jetzt Betroffener bin, wo?

00:26:31: ich hab das Gefühl, ich hab da ein Defizit oder bin mir nicht ganz sicher, zu wem geh ich denn am besten und frage, ob dem helfen kann.

00:26:38: Ist der Hausarzt der richtige Ansprechpartner oder wer ist ja der richtige Ansprechpartner?

00:26:43: Ja, also das ist tatsächlich ein bisschen schon ein Problem.

00:26:47: Also es gab natürlich zu Hochzeiten jetzt der Pandemie doch relativ viele Anlaufstationen im Sinne von Post-Covid-Ambulanzen, Corona-Ambulanzen.

00:27:01: Da konnte man sich abklären lassen, hat zumindest eine Einschätzung bekommen.

00:27:06: Diese COVID-Ambulanzen verschwinden so langsam wieder.

00:27:12: Und es ist nicht so, dass sich jetzt jeder Arzt, jeder niedergelassene Arzt per se voll mit diesem Thema beschäftigt.

00:27:24: Das heißt, man muss sich ein bisschen auf die Suche begeben.

00:27:27: Und theoretisch könnte aber jeder niedergelassene Kollege, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt, dann natürlich schon die Behandlung federführend in die Hand nehmen.

00:27:40: Also es gibt jetzt, sag ich mal, den Gold-Standard in Deutschland.

00:27:46: Das ist die Charité in Berlin, das Fatigue-Zentrum.

00:27:50: Die waren schon vorher eben auch wirklich so der zentrale Anlaufpunkt für CFS ME.

00:27:57: Und jetzt eben auch für Post-Covid.

00:28:00: Und wir haben unglaublich viel Material auch sehr, sehr gut aufbereitet und ins Internet gestellt.

00:28:06: Sowohl für Therapeuten als auch für Patienten gut erklärt, der aktuelle Stand der Wissenschaft ist zusammengefasst, alle Therapieoptionen genau erläutert auf was man achten muss.

00:28:20: Also da hat man eigentlich das Handwerkszeug, um auch zusammen zum Beispiel mit dem Hausarzt zu sagen, okay, wir nehmen das jetzt hier vor Ort in die Hand, weil leider bei der Charité in Berlin wird man keinen Termin mehr

00:28:33: kriegen.

00:28:34: Okay, verstehe ich genau.

00:28:36: Wie ist das mit den Krankenkassen?

00:28:37: Kennen die Post-Covid an und Long-Covid?

00:28:40: Oder ist das für die ein Thema, wo die sagen, nee, das ist nicht wissenschaftlich bewiesen, deswegen nehmen wir das nicht an?

00:28:47: Also mittlerweile ist es schon so, dass es anerkannt ist im Endeffekt.

00:28:52: Wir erleben natürlich immer so ein bisschen am Rande, dass die Patienten schon ... zu kämpfen haben, wenn es zum Beispiel darum geht, eine Erwerbsminderung anerkannt zu bekommen.

00:29:05: oder besteht noch Berufsfähigkeit, ja, nein.

00:29:09: Denn das Ausmaß der Erkrankung, die Intensität der Beschwerden zu objektivieren, ist tatsächlich relativ schwierig.

00:29:18: Ja.

00:29:19: Also das heißt, wenn ich betroffen bin und sage, okay, ich ... Schaff's einfach nicht mehr als ein, zwei Stunden am Schreibtisch zu sitzen.

00:29:31: Ja, klar.

00:29:31: Dann brauchen eigentlich diese Patienten einen Gutachter, der ihnen das dann bestätigt.

00:29:39: Ja,

00:29:39: klar.

00:29:39: Und wie viele Prozent sind das denn dann?

00:29:40: und so was?

00:29:41: Und der Gutachter, der sagt, na ja, ich kann's ja eigentlich gar nicht objektivieren.

00:29:45: Ich kann ja eigentlich mir nur vom Patienten sagen, so ist es.

00:29:49: Und ... Jetzt müsste ich als Gutachter sozusagen den Stempel draufmachen und sagen, okay, ich bürge mit meinem Namen dafür, dass es so ist, aber ich hab gar keine Möglichkeit, das so eins zu eins wirklich zu messen.

00:30:03: Und ich glaube, dass das tatsächlich, da sind wir jetzt nicht so als Klinik in diese Verfahren nicht so involviert.

00:30:12: Aber ich glaube, das ist ganz viel was, was die Patienten mit Post-Covid oder auch CFS ME beschäftigt.

00:30:19: Wo krieg ich denn vielleicht ne anerkannte Einschätzung mit nem Stempel, damit ich dann beim Amt, bei der Kasse, bei wem auch immer, was vorlegen kann.

00:30:29: Hier, ich hab das, ich bin so und so eingeschränkt.

00:30:33: Und jetzt guck mal eben, wie man das vielleicht als Sozialstaat und versicherungstechnisch lösen kann.

00:30:40: Also da besteht auf jeden Fall noch ein großes Defizit.

00:30:44: Gab's eigentlich einen Unterschied zwischen den verschiedenen Varianten als Virusvarianten, Alpha, Delta, Omicron?

00:30:52: Wie häufig Menschen an Post-Covid bekommen haben oder ist es davon unabhängig?

00:30:57: Weil die waren ja unterschiedlich stark einzuhorgen.

00:31:01: Also ist mir jetzt nicht, also ist sicherlich schon ein Unterschied definitiv.

00:31:09: Ist jetzt aber meiner Meinung nach ... nicht so rausgearbeitet worden, dass ich jetzt irgendwo ablesen könnte, okay, bei dieser und dieser Variante war das Risiko so und so groß.

00:31:21: Gibt's wahrscheinlich im Detail, irgendwo wird man's schon finden, aber zumindest jetzt nicht so, dass das jetzt ein großes Thema ist oder war.

00:31:30: Und

00:31:30: gab's in dem Zusammenhang irgendwelche bestimmte Altersgruppen oder Personen, die besonders von Post-COVID stärker betroffen sind als andere?

00:31:39: Also, man hat natürlich schon Risikofaktoren entwickelt oder herausgearbeitet.

00:31:46: Und es ging dann darum, wenn jemand schon vorerkrankt ist, dann war das Risikogrösser, ein Post-Covid zu entwickeln.

00:31:53: Oder wenn vielleicht tatsächlich der Krankenhausoffen halt notwendig war, mit einer Pneumonie dann zum Beispiel, also einer Lungenentzündung, war das Risikogrösser.

00:32:04: Aber wir erleben eigentlich tatsächlich, dass es jeden treffen kann.

00:32:08: Ja, und wir haben so viele wirklich ganz, ganz junge Patienten, die eben eigentlich gerade versuchen, einen Einstieg ins Berufsleben zu finden oder die noch studieren.

00:32:19: Und wo dieses ganze Lebenskonzept, was sie eben gerade versuchen zu entwickeln, eigentlich in sich zusammengebrochen ist, weil sie eben gar nicht mehr in der Lage sind, die Ausbildung fortzuführen, dann vielleicht wieder bei den Eltern einziehen.

00:32:33: Und irgendwie versuchen, erst mal über die Runden zu kommen.

00:32:36: Und die sind natürlich noch extremst dadurch belastet, dass sie halt auch nicht genau abschätzen können.

00:32:43: Na ja, wie wird sich's denn jetzt bei mir weiterentwickeln?

00:32:45: Muss ich jetzt noch ein, zwei Jahre vielleicht auf die Zähne beißen?

00:32:48: Aber dann kann ich wieder weiterstudieren.

00:32:51: Oder war's das vielleicht gefühlt?

00:32:54: Und das ist natürlich noch eine extreme zusätzliche Belastung.

00:32:58: Und dann noch mal ein weiterer, ganz relevanter Krankheitsfaktor.

00:33:03: Aber man kann auf jeden Fall sagen, was man ja weiß, ist, dass offensichtlich schon eine Impfung das Risiko, an Post-Covid zu erkranken, reduziert.

00:33:17: Sicherlich auch eben die Schwere der Erkrankung schon auch eine Rolle spielt, die man durchmacht und wahrscheinlich damit eben auch tatsächlich dann die Impfung an gewissen Schutz, aber eben auch nicht absolut um Gottes Willen.

00:33:34: Aber gleichzeitig hat man ja auch gelernt, tatsächlich, dass durch die Impfung Post-Covid-ähnliche Zustände tatsächlich ausgelöst werden können.

00:33:45: Also im Endeffekt ist das Post-Covid ja offensichtlich eine individuell nicht ganz adäquate Reaktion des Immunsystems auf diesen Virus.

00:33:57: Und eine Impfung ist ja quasi eine eine künstliche eine künstliche Konfrontation des Immunsystems mit dem Virus, ein abgeschwächter Form.

00:34:08: Aber wenn mein Immunsystem da offensichtlich mit dieser Art von Erreger nicht zurechtkommt, besteht dann auch bei einer Impfung eine gewisse Gefahr.

00:34:19: Ja, genau.

00:34:20: Ähm ...

00:34:21: Hat das was damit zu tun, dass es Immunsystem, und ich sag mal so, der, vielleicht auch der ... also der Nährstoffgehalt, also Mikronährstoffgehalt, vielleicht nicht ... gut gedeckt ist im Körper oder ist es davon komplett unabhängig?

00:34:35: Also es scheint, also insgesamt ist natürlich die Funktion des Immunsystems auch von ganz ganz vielen Faktoren abhängig, aber zumindest scheint das jetzt keine Rolle zu spielen, ob ich jetzt ein Post-Quid-Syndrom entwickle.

00:34:50: Also das heißt, Wenn ich vielleicht unter Stress zum Beispiel stehe, ja, viel, viel, einen hohen Cortisol-Spiegel zum Beispiel habe, natürlich bin ich dann auch infektanfälliger.

00:35:01: Aber das scheint jetzt nicht das Risiko zu triggern, an Post-COVID zu erkranken.

00:35:08: Vielleicht erst mal an COVID zu erkranken.

00:35:11: Und dann hab ich natürlich ein gewisses Folgerisiko.

00:35:16: Aber man weiß zum Beispiel, das Immunsystem bei Männern und Frauen ... funktioniert zum Beispiel auch unterschiedlich.

00:35:23: Und Frauen haben tatsächlich offensichtlich ein reaktionsbereiteres Immunsystem als Männer.

00:35:32: Also eigentlich können die viel heftiger, intensiver, kürzfristiger, schneller auf ein Infekt reagieren.

00:35:41: Und das ist aber vielleicht im Rahmen der Post-Covid-Entwicklung eher Nachteil, weil dann eben auch so eine Überreaktion des Immunsystems eben eher entstehen kann, sodass man auf jeden Fall aber schon sagen kann, okay, die grundsätzliche Funktionsfähigkeit des Immunsystems spielt dann schon eine Rolle.

00:36:00: Oder jetzt ganz alte Patienten zum Beispiel entwickeln auch seltener ein Post-Covid-Syndrom.

00:36:06: Da ist jetzt eben auch das Immunsystem vielleicht gar nicht mehr in der Lage, so eine überschießende, langanhaltende Reaktion zu entwickeln.

00:36:14: Ist es dann, ich meine ... eine Überreaktion des Immunsystems, das hört man eigentlich nur bei Autoimmunerkrankungen.

00:36:21: Aber in dem Fall hört es sich ja quasi zu anders, ob das auch möglich ist.

00:36:24: In diesem Fall, dass also ähnlich fast eine Autoimmunerkrankung, das Post-Covid-Syndrom, ist es so oder liegt da einfach komplett falsch?

00:36:32: Nee, das geht schon so ein bisschen in die Richtung.

00:36:34: Also wir hatten ja schon mal auch das Thema Silent Inflammation.

00:36:38: Ja.

00:36:39: Und da haben wir ja schon mal eigentlich herausgearbeitet, dass sich tatsächlich die Funktion des Immunsystems auch im Laufe des Lebens verändert.

00:36:49: Also das heißt, wir kommen immer mehr in so einen Zustand, so einer chronisch-latenten Aktivität.

00:36:57: Gleichzeitig ist aber die Funktion meistens, also die Abwehr äußerer Angriffe Virenbakterien, reduziert.

00:37:08: und unglücklicherweise dann aber im Körper eben so eine etwas datente chronische Entzündungsaktivität vorhanden.

00:37:17: Also das heißt, das Immunsystem ist sowieso ständig so ein Gleichgewicht zwischen ich will entzünden, ich will arbeiten und zwischen Prozessen, die dafür sorgen, dass es nicht außer Kontrolle gerät.

00:37:33: Und von dem her könnte man sagen, ist vielleicht durch so einen Virusinfekt getriggert, das Immunsystem da ein bisschen aus dem Gleichgewicht gekommen.

00:37:46: Und wir haben eben dann so diesen Zustand, der ja Silent Inflammation in Reinkultur praktisch durch dieses Virus getriggert.

00:37:57: Da vermutet man auch, es könnte eben sein, zum Beispiel im Rahmen einer Post-Covid-Infektion.

00:38:03: dass vielleicht auch die Mastzellen, die so eine wichtige Rolle spielen, auch im Körper, im Immunsystem und oft eben auch so bei Staminintoleranz zum Beispiel eine Rolle spielen oder manchmal auch derangiert sein können.

00:38:17: Dann spricht man von dem Mastzellaktivierungs-Syndrom.

00:38:20: Ja.

00:38:21: Dass die Mastzellfunktion im Rahmen eines Post-Covid-Syndroms dysreguliert werden kann, anhaltend.

00:38:30: Also tatsächlich so eine Art Mastzellaktivierungssyndrom aktiviert werden kann.

00:38:37: Es kann sein, dass Virusteile vielleicht doch irgendwo im Körper überleben und immer wieder so eine leichte Entzündungsreaktion triggern oder zumindest Teile des Virus vielleicht gar nicht der Virus in sich als Ganzes.

00:38:54: Und es kann auch sein, dass sich Autoimmunantikörper entwickeln.

00:38:59: Die waren vielleicht ursprünglich mal dazu gedacht, den Virus zu eliminieren, aber unglücklicherweise haben Körper eigene Strukturen dann, wenn man Pech hat, eben so eine ähnliche Oberflächeneigenschaft wie der Virus, sodass diese Antikörper, die der Körper gegen den Virus gebildet hat, jetzt fälschlicherweise eben denken, hoppla, hier haben wir ja noch Virus.

00:39:21: Und eigentlich an diese Körper eigenen Strukturen andocken.

00:39:25: und damit vielleicht auch so eine chronisch-entzündliche Reaktion ständig am Köcheln halten, weil der Körper immer denkt, Mensch, da ist da noch was und ich muss wieder nachproduzieren.

00:39:36: Und man weiß zum Beispiel auch, dass diese Autoantikörper zum Teil eben auch verschiedene Symptome bei diesen Fatigpatienten dann triggern.

00:39:46: Also wir haben ganz oft ... das Problem, dass zum Beispiel die Herzfrequenz wahnsinnig schnell sehr hoch schießt.

00:39:53: Also so ein inadequate Herzfrequenzanstieg bei Belastung oder allein wenn ich in der Früh vielleicht aufstehe.

00:40:02: Und da spielen auch oft autoantikörperne Rolle, die eben genau an diesen Strukturen dann andocken, die für die Regulierung dann auch der Herzfrequenz.

00:40:13: Ähm, bei, bei Lageänderungen zuständig sind und eben dafür sorgen, dass das Ganze nach oben reguliert wird, ja, über diese Autoantikörper im Endeffekt.

00:40:24: Wie ist das jetzt, wenn wir uns die aktuellen Corona-Infektionen anschauen?

00:40:29: Ist ja immer noch Corona, was umgeht.

00:40:31: Es geht mittlerweile auch die normale Grippe um.

00:40:34: Wenn wir jetzt so eine Corona-Infektion anschauen, da testen ja, wie Leute deutlich weniger als früher war, ich würde auch sagen, das komplette Stickmal, was ich ... Die aktuelle Corona-Variante mit sich bringt es nicht mehr, sag mal so, in der Gesellschaft relevant.

00:40:50: Hat man denn trotzdem das Problem, dass man dadurch auch Long Covid und Post Covid bekommen kann?

00:40:55: Definitiv.

00:40:56: Also es ist schon so, dass offensichtlich die Vulnerabilität natürlich am Anfang der Pandemie in der Bevölkerung besonders groß war, weil wir natürlich überhaupt gar keine ... Immunität hatten, weil wir diesen Virus nicht gekannt haben.

00:41:12: Jetzt verändert sich natürlich die Lage schon, weil jeder doch auf irgendeine Art und Weise schon mal Kontakt hatte.

00:41:21: Die impft oder krank.

00:41:24: Das heißt also, unsere Reaktionsbereitschaft auf den Coronavirus hat sich schon verändert.

00:41:30: Also das heißt ... die Wahrscheinlichkeit tatsächlich jetzt eben schwer zu erkranken oder auch dann ein Post-Quiz-Syndrom zu entwickeln, die verändert sich, aber tatsächlich in welcher Form werden auch erst wieder eben dann Auswertungen der Zahlen im Nachhinein dann genau sagen.

00:41:52: Aber es ist sicherlich so, dass man sich in gewisser Weise schon auch darauf berufen kann, dass ein gewisser Gewöhnungseffekt in der Bevölkerung schon aufgetreten ist.

00:42:02: Damit ist das Thema auf gar keinen Fall vom Tisch.

00:42:06: Aber so dieses völlige Chaos, das da mit einem Hammer reingeschlagen wurde, das ist jetzt Gott sei Dank eben nicht mehr so.

00:42:15: Aber es wird nach wie vor ein Thema sein.

00:42:18: Klar, es wird auch nicht, ich meine, das war ja genau das, es wird ja nie wieder weggehen.

00:42:22: Genau.

00:42:22: Wenn der Covid-Virus ist lebendig, verändert sich die ganze Zeit.

00:42:27: Hat sich sicherlich auch ein bisschen uns angepasst und ist jetzt deutlich ansteckender wahrscheinlich, aber dafür nicht mehr ganz so stark.

00:42:34: Ganz wichtig, wir machen hier einen Informations-Podcast und keine direkte ärztliche Beratung.

00:42:40: Das heißt, alle ... Empfehlungen, die sie hier in dem Podcast hören, alle Anweisungen, die sie im Podcast hören, sind immer für ihre individuelle Situation vorher mit ihrem Arzt oder Therapeuten abzuklären.

00:42:49: Da wir ihre individuelle Situation nicht kennen, können wir nur allgemeine Empfehlungen geben, die wir natürlich aus dem fachlichen und wissenschaftlichen Kontext kennen, aber diese könnten für ihre individuelle Situation vielleicht nicht die Richtige sein.

00:43:01: Und deswegen ist es wichtig, diese immer noch mal mit ihrem Arzt und Therapeuten abzuklären.

00:43:05: Aber es ist natürlich sehr, sehr spannend, wir müssen einfach auf uns aufpassen und auf uns hören.

00:43:10: Ja.

00:43:10: Und wenn wir merken, dass wir dort halt diese Symptome haben, wird dann halt noch mal dann wirklich das Abklären mit dem Arzt.

00:43:17: Und dann, wenn wir die vorhin langfristig die Symptome haben, dann sehr, sehr stark uns da in die Behandlung geben.

00:43:21: Das ist super spannend.

00:43:22: Ich glaube, das ist ein ganz toller Teil.

00:43:23: eins zum Thema Post-Covid.

00:43:25: Wir machen auf jeden Fall noch einen zweiten Teil dazu, wo wir noch mal viel stärker das Thema ... das Krankheitsbild noch mal eingehen und auch vorhin die Behandlungsmethodiken dann, die wir haben können.

00:43:33: Und vielleicht gehen wir da auch noch mal konkret auf das Thema Impfen ein, weil ich glaube, das ist auch ein spannendes Thema, was sicherlich ... kontrovers behandelt wird.

00:43:40: Aber ich halte das für sehr, sehr spannend.

00:43:41: Und wenn Sie natürlich die nächste Folge nicht verpassen wollen, dann geben Sie uns gerne einen Like und ein Abo.

00:43:46: Gerne auch eine Bewertung an Kommentar.

00:43:48: Leiten Sie natürlich diese Folge auch an Freunde und Kollegen und meine Familienmitglieder weiter, die vielleicht auch von postcovert betroffen sind, um ihnen einfach ein bisschen klar zu geben, dass sie da nicht mehr allein sind, sondern dass es da Hilfe gibt.

00:44:00: Und man vielleicht, wenn man da noch keine Hilfe bekommen hat, weil man vielleicht nicht den richtigen Ansprechpartner gefunden hat, ... dort einfach auch noch mal weiter geht ... ... und den nächsten Ansprechpartner sich sucht, ... ... weil das ist nun mal so bei solchen Themen ... ... da ist noch nicht jeder Experte, ... ... das ganze Thema ist erst fünf Jahre alt, ... ... das darf man nicht vergessen ... ... und da muss man sich auch erst mal ausbilden ... ... und auskennen für ... ... und gut, Herr Chefarzt Robert Schmidt ... ... hat halt da einfach sehr viel Erfahrung ... ... und sehr viele behandelt, ... ... da werden wir auch noch mal drüber sprechen, ... ... was für Erfolgstories es da gab, ... ... sodass die dann davon natürlich auch profitieren können ... ... in diesem Fall, ... ... damit sie dann auch wieder gesund werden können ... ... von einem Krankheitsbild, was sicherlich ... auch viel missverstanden worden ist.

00:44:37: Und natürlich bleiben Sie dran und hören Sie sich auch gerne nächsten Podcast an, wenn es wieder heißt, Schulmedizin trifft Naturheilkunde.

00:44:44: Natürlich wieder mit Chefarzt Robert Schmidt von der KFN.

00:44:47: Bis dann, wir freuen uns auf Sie.

00:44:49: Das war's mit dieser Folge von Schulmedizin trifft Naturheilkunde.

00:44:54: Werden Sie zum Partner Ihrer Gesundheit.

00:44:57: Bis zur nächsten Folge.

00:44:59: Bleiben Sie gesund.

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