Post-Covid: Wie Betroffene mit Erschöpfung und Belastung umgehen sollten | Teil 2
Shownotes
Post Covid ist keine einzelne Erkrankung, sondern ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Systeme.
Energieversorgung, Immunsystem, Gefäßregulation und Nervensystem geraten aus dem Gleichgewicht.
Die Folgen können vielfältig sein und für Betroffene schwer einzuordnen.
In diesem zweiten Teil geht es um Mechanismen, Symptome und konkrete Behandlungsansätze bei Post Covid.
Gemeinsam mit Chefarzt Robert Schmidt wird erläutert, warum Post Covid als Multisystem-Erkrankung verstanden werden muss und weshalb ein individuelles, schrittweises Vorgehen entscheidend ist.
Worum geht’s in dieser Folge?
- Warum Post Covid mehrere Organsysteme gleichzeitig betrifft
- Die Rolle von Immunsystem, Entzündung und Energiestoffwechsel
- Typische Symptome von Post-Covid
- Was „Pacing“ bedeutet und warum es eine zentrale Strategie ist
- Wie Patientinnen und Patienten ihre Belastungsgrenzen erkennen können
- Welche unterstützenden Maßnahmen sinnvoll sein können
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Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Treffen Sie keine gesundheitlichen Entscheidungen allein auf Grundlage dieser Aussagen. Wenn Sie Beschwerden haben oder eine Behandlung in Erwägung ziehen, besprechen Sie dies immer persönlich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer anderen qualifizierten medizinischen Fachperson.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Post Covid betrifft sehr, sehr viele Menschen und deswegen ist doch wichtig darüber zu reden, wie die Symptomatik aussieht und wie vor allem auch die Behandlungsmethoden dafür aussehen.
00:00:09: Wir sprechen heute in diesem Podcast sehr konkret darüber, wie behandelt werden kann.
00:00:13: Wir sprechen auch das Thema Impfungen an, wie man das einzuorten hat und wir sprechen auch mal über Symptomatik, wie tatsächlich sich Post Covid und auch Long Covid auswirkt, aber vor allen Dingen auch, ob eine Heilung möglich ist.
00:00:26: Ich glaube, das ist sehr, sehr spannend, das zu hören von jemandem, der viele Long COVID und Post COVID erkrankte behandelt hat, weil dieses Thema ist wirklich immer noch ein Spezialthema.
00:00:35: Zum Glück wird es mittlerweile breiter anerkannt als noch vor einigen Jahren, aber es ist trotzdem immer noch wichtig, mit der richtigen Person zu sprechen, damit man einfach sieht, wie in der Realität gehandelt wird und nicht nur rein theoretisch gehandelt wird, sondern wie wirklich der Klinikalltag, wie wird diesen Menschen geholfen.
00:00:54: Und das Wichtigste ist, besteht dort eine Chance der Verbesserung der Lebensqualität?
00:00:59: und das beantworten wir jetzt im Podcast.
00:01:01: Viel Spaß damit.
00:01:03: Was wäre, wenn die beste Medizin nicht entweder Natur oder Wissenschaft wäre, sondern beides?
00:01:10: Willkommen bei Schulmedizin
00:01:12: trifft
00:01:12: Naturheilkunde.
00:01:13: Hier bauen wir Brücken zwischen Tradition und Innovation.
00:01:18: Zwischen Labor und Leben für ihre Gesundheit.
00:01:22: Viel Spaß bei dieser Folge.
00:01:25: Herzlich willkommen bei Teil zwei zum Thema Post-Covid.
00:01:28: Und ich glaube, es ist wirklich ein sehr, sehr spannendes Thema, wo man auch so viele unterschiedliche Informationen gibt.
00:01:34: Und ich finde das so schön, dass das heute mal einfach eingeordnet wird von Chefarzt Robert Schmidt, der bei der KFN schon viele Post-Covid-Patienten geholfen hat, wieder zurück ins Leben zu finden und auch ihre Beschwerden massiv zu reduzieren.
00:01:46: Was natürlich auch ganz wichtig ist.
00:01:47: Und das Schönste war eigentlich, was wir in dem ersten Teil des Podcasts auch gehört haben.
00:01:51: Und deswegen schauen Sie sich den unbedingt an, falls Sie nur nicht gehört haben, der es unten verlinkt, dass es Behandlungsmöglichkeiten gibt und dass die Zukunft dafür auch deutlich positiver aussieht als die Vergangenheit.
00:02:02: Das heißt, wenn man jetzt noch unter Post-Covid-Symptomen leidet, dass es nicht so ist, dass man die für immer haben muss, sondern dass man gute Chancen hat, diese zu heilen.
00:02:11: Deswegen steigen wir auch mit einer brisanten Frage heute ein.
00:02:14: Ich glaube, die auch jeden interessiert, und zwar Corona-Impfung ja oder nein.
00:02:21: Also ein ganz klares Ja ein?
00:02:23: Ein Ja ein?
00:02:23: Okay.
00:02:24: Ja.
00:02:25: Also ich würde jedem empfehlen, gemeinsam mit dem Ausarzt des Vertrauens oder dem Arzt des Vertrauens eine individuelle Beurteilung vorzunehmen.
00:02:37: Also auf der einen Seite ist es natürlich so, dass eine Corona-Infektion durchaus nach wie vor auch schwer verlaufen kann oder eben zum Beispiel in langanhaltende Beschwerden münden kann.
00:02:53: Auf der anderen Seite wissen wir natürlich auch, dass eine Corona-Impfung an sich theoretisch natürlich noch mal deutlich seltener als die Erkrankung, aber es ist eben trotzdem da, tatsächlich auch aus Covid-ähnliche Symptome auslösen kann oder auch mal zu einer Komplikation führen kann.
00:03:15: Also das heißt, es ist kein nebenwirkungsfreies ... Therapeutikum, die Impfung.
00:03:23: Man muss immer Risiko und Nutzen individuell abwägen.
00:03:28: Wie ist das Expositionsrisiko?
00:03:31: Was habe ich vielleicht für einen Beruf?
00:03:32: Was habe ich auch für Vorerkrankungen?
00:03:35: Wie habe ich in der Vergangenheit vielleicht schon reagiert auf Impfungen oder Infektionen?
00:03:42: Und dann entsteht eigentlich eine, meiner Meinung nach, individuelle Entscheidung.
00:03:50: Pro oder Kontra.
00:03:52: Ja.
00:03:52: Und da gilt eben dann wahrscheinlich tatsächlich auch, dass es nochmal auch wichtig ist, die eigene Intuition mit zu berücksichtigen.
00:04:02: Also ich glaube, man muss sich auch dann selber mit der Entscheidung wohlfühlen und sich jetzt nicht von von von außen überreden.
00:04:11: lassen vielleicht.
00:04:13: Ja, ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt und soll sich auch selber dafür entscheiden.
00:04:17: Und ich glaube, ein bisschen Unsicherheit kommt aus dem Bereich der Grippelimpfung auch, weil die Grippelimpfung ist ja tendenziell eigentlich besonders, sagen wir mal, man arbeitet im öffentlichen Bereich, wo man vielen Personen Kontakt hat.
00:04:28: ist ja eigentlich eine sehr sinnvolle Erfindung, weil sie einen ja eigentlich vor einer schwerwiegenden Grippe schützt, die man vielleicht auch nicht jedes Jahr bekommt, aber wenn man sie bekommt, glaub ich, jeder, der schon mal eine echte Grippe hat und wir meinen nicht die Erkältung.
00:04:39: Nicht eine Erkältung, die drei Tage dauert oder sieben Tage, sondern wir meinen eine echte Grippe, wo man im Bett liegt, Kieber hat, wo es einem wirklich elend geht und nach sieben Tagen, zehn Tagen erst wieder rauskommt, dann ist ja die Grippeimpfung eigentlich was ganz Tolles.
00:04:52: Aber die Problemade, glaube ich, mit der Grippeimpfung ist eins, dass sie so ein bisschen ... Manchmal trifft sie, manchmal trifft sie nicht, weil man nicht genau weiß, welcher ... ... Grippe-Strang sich entwickelt in dem Jahr.
00:05:02: Genau, ja.
00:05:03: Und
00:05:04: bei Covid, glaube ich, ist dann noch mal zusätzlich die Unsicherheit durch diese neue Technologie ... ... mRNA.
00:05:09: Ja,
00:05:09: ja.
00:05:10: Dann hat man eine Unsicherheit.
00:05:11: und dann sicherlich durch das Thema, dass man ... ... wenn wir uns Post-Covid anschauen, ... ... man kann Post-Covid durch Corona bekommen, ... ... aber das haben wir auch im ersten Teil besprochen.
00:05:20: Man kann aber Post-Covid natürlich auch ... ... in gewisser Weise durch die Impfung bekommen, ... ... wenn man ... wenn man die Impfung nicht gut verträgt.
00:05:27: Und das ist halt immer schwer zu sagen am voraus, was da wahrscheinlich ist an der Stelle.
00:05:32: Genau, genau.
00:05:33: Ja, deswegen würde ich sagen, wirklich individuelle Abschätzung auch der aktuellen, unter Berücksichtigung der aktuellen Infektionslage, was ist vielleicht gerade für eine Variante im Umlauf?
00:05:45: Was hat die vielleicht für spezifische Merkmale eigentlich alles mit ins Kalkül ziehen letztendlich?
00:05:55: ist leider so.
00:05:56: Ähm ... Und ... an einem niemand zu wirklich abnehmen, die Entscheidung.
00:06:02: Ja.
00:06:02: Das stimmt schon.
00:06:03: Aber es ist schon sinnvoll, mit jemandem zu sprechen, der sich damit gut auskennt.
00:06:06: Und einfach dann auch zu erklären, wie die Vergangenheit war mit Impfungen.
00:06:11: Und wie man die vertragen hat.
00:06:12: Ich glaube, das ist eine sehr spannende Einschätzung.
00:06:14: Weil das gibt vielleicht auch einen Blick auf die Zukunft.
00:06:18: Ich kenn Leute, die haben die Corona-Impfung supervertragen.
00:06:21: Gar kein Problem.
00:06:22: Und andere Leute kenn ich, die danach ... wie in Corona verfallen sind.
00:06:25: Und danach, dann ... war dann auch okay, aber die haben die nicht so gut vertragen.
00:06:30: Mhm.
00:06:31: Genau.
00:06:31: Das ist
00:06:31: sicherlich ans Problem.
00:06:33: Dann steigen wir jetzt von dem Thema Impfung, was sicher sehr kontrovers ist.
00:06:36: Wir wollen es ja auch gar nicht so politisch oder tiefgehend behandeln.
00:06:40: Aber ich find die Einordnung immer sehr, sehr wichtig.
00:06:42: Weil Chefarzt Robert Schmidt hat halt einfach sehr, sehr viele Fälle schon gesehen.
00:06:46: Hat da, ich glaube, sehr viele positive Fälle mit Impfung gesehen.
00:06:49: Und auch sehr viele positive Fälle nach der ... Corona nach der Corona-Infektion.
00:06:54: Also deswegen muss man es einfach individuell selber entscheiden.
00:06:59: Und deswegen ist die Einordnung nochmal wichtig dort.
00:07:01: Und man muss es einfach auch selber entscheiden und mit einem Spezialisten sprechen und dann gemeinsam die Lösung finden, die für einen richtig ist.
00:07:10: Lass uns nochmal auf die Symptome für typisches Post-Covid und Long-Covid zurückgehen, bevor wir dann wirklich auf das Thema eingehen, was das in unserem Körper nämlich anrichtet, um dann auf die Behandlungsmethoden zu gehen.
00:07:21: Also, wir hatten im ersten Teil des Podcasts schon gesagt, eins der häufigsten Symptome ist diese Fertig- und Erschöpfung.
00:07:27: Das betrifft, glaub ich, ... ... fünfzig Prozent der Betroffenen oder sogar noch mehr.
00:07:30: Das ist wahrscheinlich das häufigste.
00:07:33: Dann hatten wir Belastungsintoleranz.
00:07:37: Dann hatten wir die kognitive Beeinträchtigung mit Brain Fog.
00:07:41: Atemnot, kurzen Atmigkeit hatten wir bei leichter Belastung.
00:07:43: Auch so ein bisschen dieses Thema.
00:07:45: Dann hatten wir ganz kurz Muskelschmerzen angesprochen.
00:07:48: Herzrasen.
00:07:50: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Geruchs- und Geschmacksstörungen hatten wir noch nicht so tief angesprochen und schwindel.
00:07:55: Das sind so, glaube ich, die häufigsten Sachen, die so vorkamen.
00:07:58: Heute hast du noch mal kurz ein und sag uns noch was dazu.
00:08:02: Genau, also der Blumenstrauß an Symptomen, der möglich ist, der spiegelt eigentlich wieder, dass es eben so eine ganz komplexe Multisystemerkrankung ist.
00:08:12: Wir haben eben das Immunsystem, wir haben eine chronische Inflammation.
00:08:18: auch unter Beteiligung des Nervensystems, vegetativen Nervensystem, die Kreislaufregulation ist durcheinander.
00:08:26: Darm, dysbiosikern bestehen und wir haben eben diesen deutlich beeinträchtigten Energiestoffwechsel.
00:08:34: Und das erklärt eigentlich all die verschiedenen Symptome.
00:08:37: Also wir haben natürlich unser Gehirn braucht wahnsinnig viel Energie.
00:08:44: Und wenn ich diese Energie nicht liefern kann, Dann entstehen natürlich Symptome wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel bei kognitiver Belastung, aber eben auch eine Überempfindlichkeit auf sensible Reize, Lärm, Licht zum Beispiel, Konzentrationsstörungen bis hin zu Wortfindungsstörungen, Merkfähigkeitstörungen, dieses Gefühl des Brain-Fox-Nebel im Gehirn.
00:09:14: Dann habe ich natürlich was... Ein bisschen das Post-Covid vielleicht von dem vorher schon bekannten CFS-ME unterscheidet.
00:09:25: Bei Post-Covid ganz oft eben so torakale Beklemmungen, also so enge Gefühle hinter dem Brustbein.
00:09:33: Ja, wo man vielleicht denken könnte, Mensch, jetzt habe ich einen Herzinfarkt.
00:09:37: Ja.
00:09:38: Eine Kurzartigkeit bei Belastung.
00:09:41: Also zum Beispiel, dass ein junger Mensch, twenty-fünf, beim Treppensteigen eben merkt Mensch.
00:09:47: Mir bleibt da einfach die Luft weg oder auch einen Hustenreiz, der einfach persistiert.
00:09:53: Das ist oft mit dabei.
00:09:55: Dann haben wir die Fusenschmerzen, also Muskel- und Gelenkschmerzen, auch das wahrscheinlich eben auch getriggert, dass da einfach die Energie auch fehlt teilweise in der Muskulatur und dann schmerzt es eben und tut es einfach weh mit Kopfschmerzen.
00:10:13: Wir haben eben die Situation dieses deregulierten Immunsystems, das kann sich immer wieder darin äußern, dass man selber so das Gefühl hat Mensch brüte jetzt gerade was aus, also so ein Infektengripalen, Infekt vielleicht auch mit Gliederschmerzen, Halsschmerzen, es kann da sogar ganz real auch zu Temperatur anstiegen kommen, Lymphknoten, Schwellungen, die getastet werden können.
00:10:37: Also da haben wir immer wieder Fehlreaktionen des Immunsystems.
00:10:41: Dann eben diese ganze Kreislaufregulation mit der Neigung eben ein sehr schnellen Puls zu entwickeln.
00:10:49: oder das zum Beispiel der Blutdruck.
00:10:52: Immer wieder mal absackt bis hin eben tatsächlich vielleicht auch mal zu einer kurzen Bewusstlosigkeit.
00:10:59: Es kann auch miteinander kombiniert sein das sind so orthostatische Intoleranzen so würde man das bezeichnen.
00:11:06: Aber wenn man grad so auch in der vegetativen Steuerung des ganzen Organismus sind haben wir natürlich auch Verdauungssystem zum Beispiel.
00:11:15: Also Verdauungsstörungen aller Art, auch mal Bereitsblasenartige beschwerden können mit dazukommen.
00:11:22: Also wirklich ein ganz, ganz diffuses Bild.
00:11:25: Es gibt fast nichts, was nicht mit dabei sein könnte.
00:11:32: Das macht das Ganze dann oft auch so ein bisschen unübersichtlich und führt zu einer großen Verzweiflung.
00:11:41: Weil man das Gefühl hat, man weiß gar nicht, wo man zuerst ansetzen kann.
00:11:46: Und so stellt sich oft eben dieses ganz Komplexe aus wahnsinnig vielen verschiedenen Symptomen bestehende Krankheitsbild zustande.
00:11:57: Und überall steht halt so die Überschrift drüber, es fehlt an Steuerung, es fehlt an Energie und das Immunsystem funktioniert nicht mehr richtig.
00:12:09: Also so viele Symptome sind es auch wirklich beeindruckend.
00:12:11: Aber wo kommt das Herz dieser Druck auf der Brust zum Beispiel?
00:12:14: Weil das ist ja eigentlich so dieser Klassiker, dass man sagt, wenn der Kardiologe einen Kardiologe sagt, ich hab Druck auf der Brust, dann kommt man ins Herz-City.
00:12:22: Aber wo kommt ihr dann aus dem Post-Covid-Herr?
00:12:25: Ja, also letztlich weiß man es nicht ganz genau.
00:12:28: Also natürlich, wir haben eben eine Dysregulation des Kreislaufs.
00:12:32: Wir haben eben auch dieses Energiedefizit, also letztlich ... werden dann eben diese Symptome einem widerspiegelt und resultieren sicherlich aus diesem zugrunde liegenden Pathomechanismus.
00:12:46: Aber was jetzt da welche Struktur vielleicht jetzt da ganz genau diesen Druck sendet als Signal, das ist gar nicht in dem Sinne so bekannt.
00:12:55: Aber wir wissen zum Beispiel aus unserer Erfahrung heraus, gerade jetzt bei dieser Atemnot, bei der Kurzatmigkeit, bei Belastung, wenn wir da bei unseren Patienten ein individuelles Atemtraining machen mit einem Physiotherapeuten.
00:13:09: Dann haben die oft das Gefühl, dass der Patient gar nicht mehr richtig physiologisch korrekt atmet, dass der das fast so ein bisschen vielleicht verlernt hat oder die Atmung so ein bisschen außer Takt gekommen ist und dass durch ein individuelles Atemtraining, wenn man das wieder ganz bewusst auch einübt und schön tief atmet und auch die Zwerchfeldatmung aktiviert, dass man da tatsächlich nachhaltig, ganz signifikant, dieses subjektive Gefühl, Mensch, da passt was nicht beeinflussen kann.
00:13:43: Ja, total krass.
00:13:44: Das ist eigentlich da noch mal eine spannende Frage an der Stelle.
00:13:46: Und zwar, manche Corona-Infektionen verlaufen ja mit wenig Symptomatik.
00:13:55: Und wir testen ja deutlich weniger für Corona.
00:13:57: Jetzt kriege ich eine Corona-Infektion mit wenig Symptomatik, aber trotzdem nach dem Post COVID.
00:14:03: wo ich dann plötzlich merke, oh, ich bin kurzartig.
00:14:05: Genau.
00:14:07: Dann muss ich ja mir immer dieses Thema auch auf jeden Fall einmal anschauen lassen.
00:14:13: Wobei wir dann natürlich im Behandlungszeit auch draufkommen.
00:14:16: Wahrscheinlich ist die Behandlung genau so großfässig, wie die Symptomatik ist, was ja auch gut ist an der Stelle.
00:14:21: Genau.
00:14:22: Aber das ist ja dann wirklich auch mal für alle zum Nachdenken, wenn ich jetzt so Symptome habe seit längerer Zeit, die nicht so genau einer anderen ... Thematik zuzuorten sind, sollte ich mal vielleicht schauen, ob ich nicht vielleicht einen Long Covid oder einen Post Covid
00:14:35: habe.
00:14:36: Also letztendlich ist es eben so, man kann auch unbewusst eine Corona-Infektion durchlaufen.
00:14:42: Also man merkt eigentlich gar nicht selbst, dass man eine Corona-Infektion hatte und kann trotzdem das Vollbild eines Post-Covid-Syndroms entwickeln mit all diesen Phänomenen und... Immer ist es aber mit dabei in der Abklärung, dass man natürlich gucken muss, okay, liegt nicht irgendeine spezifische Herzerkrankung vor oder eine spezifische Lungenerkrankung.
00:15:08: Also das ist eigentlich immer auch in der vernünftigen Post-Covid-Diagnostik mit dabei, dass man symptombezogen sich überlegt, okay, welche gleich gefährlichen Erkrankungen könnten es denn sonst noch sein?
00:15:22: und die auch ausschließt.
00:15:25: Und dann letztendlich, wie so ein Detektiv, sich heranarbeitet und sagt, okay, andere Sachen hab ich ausgeschlossen.
00:15:32: In der Vorgeschichte, da gab's möglicherweise eine Infektion, muss gar nicht erinnerlich sein.
00:15:38: Und dann kommt man so zu dem Ergebnis, okay, dann würde man es als POSCOVID-Syndrom eben einordnen.
00:15:46: Aber der Weg ist oft tatsächlich schwierig, weil nicht jeder ganz bewusst eine POSCOVID-Infektion durchgemacht hat.
00:15:54: Es kann durchaus auch sein, dass man erst mal diese Corona-Infektion gefühlt wunderbar überstanden hat.
00:16:02: Und dass sich dann die Symptome des POSCOVID-Syndroms vielleicht erst vier, fünf Wochen später anfangen zu entwickeln.
00:16:10: Auch da kann man ja sich nicht sicher sein, hängt es jetzt noch damit zusammen oder entwickel ich jetzt vielleicht wirklich ein Asthma oder sowas.
00:16:18: Ja, und es ja dann auch völlig aus dem Gedankenfeld.
00:16:21: von uns Menschen raus, da muss ein erst mal jemand fragen, so, hey, hattest du eigentlich, hattest du vielleicht in den letzten drei Monaten Covid?
00:16:27: Mhm.
00:16:28: Und dann wird die bei so einem, nee, warst du erkältet?
00:16:30: Warst du, hattest so grippeähnliche Symptome?
00:16:33: Und das ist, glaube ich, das Problem, dass man das gar nicht dann mehr korrollieren kann.
00:16:37: Genau.
00:16:37: Weil es auch so unspezifisch
00:16:39: ist.
00:16:39: Ja, ja, genau.
00:16:40: Also oft ist es natürlich schon so, man hatte irgendwie eine relevante ... Infektion.
00:16:46: also das heißt man hat selber mitbekommen es wurde vielleicht auch sogar noch getestet und dann hat man oft schon selbst so die assoziation okay mensch da habe ich mich nicht mehr wirklich davon erholt.
00:16:59: vielleicht dachte ich mal kurz jetzt ist es überstanden habe wieder versucht den alltag aufzunehmen und dann haben aber relativ schnell der break und ich habe gemerkt jetzt funktioniert es nicht mehr.
00:17:10: also meistens besteht schon eine assoziation aber eben nicht immer und manchmal muss man halt noch mal ganz gezielt auch nachforschen und überlegen.
00:17:19: Und in nicht wenigen Fällen ist es halt auch so, dass man irgendwann sagt, na ja, es könnte sein, was anderes fällt uns im Moment jetzt nicht ein, aber befriedigender kann man es dann leider eben nicht klären.
00:17:32: Ist dann natürlich auch oft für die Patienten irgendwie ganz schwer.
00:17:36: anzunehmen, weil man natürlich schon irgendwie wissen möchte, warum es einem so schlecht geht und nicht nur Mutmaßungen und vielleicht und so weiter.
00:17:45: Aber vielleicht können wir zumindest ein bisschen behandeln und helfen beim Thema Post Covid und Long Covid.
00:17:52: Und da ist die Frage, jetzt kommen wir zum nächsten Teil zum spannenden Teil.
00:17:56: Wie können wir euch behandeln?
00:17:57: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es denn für Post Covid und Long Covid?
00:18:01: Ja, also ganz wichtig ist zunächst mal, dass man natürlich ein bisschen differenzieren muss.
00:18:07: Die sollte ich mich jetzt als Post-Covid-Patient ... ja, verhalten quasi.
00:18:14: Verhalten als eine Art Therapie.
00:18:18: Und da wir eben ein massives Energieversorgungsproblem haben.
00:18:24: Und jeder akute Zustand, wo ich in so einen Crash hineinkomme, in so eine postexzessionelle Mallez, mich eigentlich um meinen ganzen Körper wieder ein Stück ... runterzieht, ist eine Basisstrategie, das sogenannte Pacing.
00:18:42: Das heißt, ich versuche einfach, mein Leben jetzt im Moment, soweit es geht, so anzuordnen, dass ich möglichst selten in diese Überlastungssituationen komme.
00:18:55: Man hat auch das Gefühl, wenn man eine ganz, ganz langsame Besserungstendenz hat, Und es sich vielleicht pö a pö rausarbeiten würde, wenn man in so einen Crash kommt, wird man wieder deutlich zurückgeworfen.
00:19:09: Und dann bleibt man vielleicht tatsächlich deutlich länger in diesem schlechten Zustand hängen, als wenn man diese diese Crash vermeiden könnte.
00:19:19: Also das heißt pacing spielt da schon eine wesentliche Rolle.
00:19:23: Und das bedeutet für ganz, ganz viele Patienten, wir müssen eigentlich ihren Alltag.
00:19:30: schon mal umstrukturieren, um überhaupt die Chance zu haben, in Alltags so zu bewältigen, dass sie eben nicht ihre individuelle Belastungsgrenze reisen.
00:19:41: Und die kann eben individuell, kann die ganz unterschiedlich groß sein, diese Belastungsgrenze.
00:19:47: Also es kann zum Beispiel sein, dass jemand noch in der Lage ist, seinen Job gerade so zu bewältigen.
00:19:54: Und dann ist er aber halt am Abend für nichts mehr zu gebrauchen.
00:19:58: dann Hausarbeit bleibt liegen und Freizeitaktivitäten sind nicht mehr machbar.
00:20:04: Und wenn dann vielleicht am Wochenende noch eine Familienfeier ist, dann kommt's zum Crash, weil's zum Beispiel zu viel ist.
00:20:12: Oder bei anderen ist es vielleicht so, die können eben zwei, drei Stunden arbeiten und dann ist eigentlich die Belastungsgrenze erreicht und es geht nicht mehr.
00:20:24: Oder jemand anderer, der kann vielleicht ... in der Früh noch zum Bäcker und dann vielleicht noch kurz ein bisschen die Küche aufräumen, aber wenn es dann am Nachmittag noch ans Bügelen geht und Wäsche waschen, dann ist vielleicht diese Belastungsgrenze erreicht.
00:20:41: Also das heißt, jeder muss sich da individuell herantasten und das ist natürlich eine riesen Herausforderung im Endeffekt, weil das sich vielleicht noch einfach anhört.
00:20:52: Ich finde es so einfach hört sich es gar nicht an, aber Es ist natürlich in der Umsetzung extrem schwer.
00:20:58: Und im Prinzip ist es natürlich auch für die Patienten jetzt nicht so, dass die sagen, na gut, ich mach das jetzt und dann werde ich gesund, sondern es ist ja erst mal was, um halt diese Crash zu vermeiden und damit hoffentlich natürlich Lebensqualität zu erhöhen und eine ganz, ganz langsame Besserungstendenz zu unterstützen.
00:21:23: Aber die Patienten haben jetzt noch nicht das Gefühl, ja, das ist eine Art von Therapie.
00:21:27: Das ist erst mal nur so eine Art Hilfe, damit man eben mit dieser Erkrankung halt hoffentlich möglichst gut durch den Alter kommt.
00:21:37: Und damit man so seine individuelle Belastungsgrenze herausfindet, ist es oft sinnvoll, zum Beispiel so eine Art Aktivitäts-Tagebuch zu führen, damit man dann vielleicht auch retrospectiv so ein bisschen ... rekapitulieren kann.
00:21:51: Was hat denn jetzt vielleicht dazu geführt, dass ich diese Grenze bei mir überschritten habe?
00:21:57: Denn dieser Crash kann ja eben gemeinerweise, der kann ein paar Stunden nach dem auslösenden Ereignis aber auch noch am nächsten oder übernächsten Tag oder sogar noch drei Tage danach auftreten.
00:22:10: Also da ist es manchmal ganz schwierig zu rekapitulieren.
00:22:13: Was war jetzt eigentlich die Ursache?
00:22:15: Ja.
00:22:16: Und Es gibt so ein paar Tricks, eben das Aktivitätstagebuch.
00:22:24: Man kann zum Beispiel auch ganz, ganz viel arbeiten über die Herzfrequenz.
00:22:30: Da geht es so ein bisschen darum, dass man im Endeffekt indirekt so ein bisschen abschätzen möchte, ab wann ist die individuelle, aerobische Welle der Energiegewinnung überschritten.
00:22:45: Aber das muss man gar nicht so im Detail so ganz genau wissen.
00:22:49: Und da gibt es zum Beispiel die Möglichkeit zu sagen, ich messe mal eine Woche jeden Tag in der Früh meinen Ruhepuls und rechne dann ein Mittelwert und dann wäre das Pacing, dass man versucht im Tagesverlauf, dass die eigene Herzfrequenz bei Belastung nicht fünfzehn pro Minute über diesen errechneten Durchschnittswert kommt.
00:23:22: Und wenn man in der Früh seinen Ruhepuls bestimmt und der ist schon den Schläge höher oder auch niedriger als sonst, dann sollte man vielleicht gleich sagen, okay, heute mache ich mal langsam, weil das ist schon sehr verdächtig im Endeffekt.
00:23:38: Oder man muss es auch nicht unbedingt über diesen Ruhepuls machen, den man da eine Woche lang als Mittelwert bestimmt.
00:23:46: Man kann auch sagen, zum Beispiel als ganz, ganz grobe Anordnung, zweihundertzwanzig, minus Lebensalter, mal null Komma sechs.
00:23:56: Und das sozusagen erst mal so als oberen Frequenzbereich festlegen, den man idealerweise nicht für länger als zwei Minuten.
00:24:07: Versuch zu überschreiten.
00:24:09: Ganz kurze Überschreitungen lassen sich ja eh nicht verhindern.
00:24:13: Und da gibt es natürlich viele Gatschets, Barables, die man sich da zu Hilfe nehmen kann.
00:24:21: Das Gemeine ist aber, wir haben natürlich viele Patienten, die haben ja diese, diese Neigung zu dieser sehr schnellen Herzfrequenz, also krankhafte, schnelle Herzfrequenz.
00:24:31: Das ist auch dieses sogenannte Pots bei ... CFS ME, also wo die Herzfrequenz ja eh durch diese Autoantikörper relativ hoch ist und überschießend reagiert.
00:24:43: Und die können wiederum nicht eigentlich über die Kontrolle des Pulses ihr Pacing machen, weil da sind natürlich die ganzen Herzfrequenzen ja eh krankhaft verschoben.
00:24:56: Also da dient es dann nicht mehr so richtig.
00:24:59: Oder es ist auch so, dass jetzt wirklich eine kognitive Belastung, eine emotionale Belastung, kann auch zu einem Crash führen.
00:25:08: Und da hilft mir manchmal auch nicht die Herzfrequenz.
00:25:11: Die geht halt vor allem bei einer körperlichen Belastung nach oben.
00:25:15: Also das heißt, insgesamt ist es doch viel komplexer, als man sich es vielleicht so im ersten Moment vorstellt.
00:25:21: Jeder muss sich individuell herantasten, aber es gibt auch viel Unterstützung.
00:25:26: Also das heißt, es gibt... Lehrvideos im Internet zum Beispiel, Tipps zum Thema Pacing.
00:25:34: Es gibt Apps, die man einsetzen kann, um sich beim Pacing unterstützen zu lassen.
00:25:40: Und da das eben wirklich so ein wichtiges Thema ist für Patienten mit einer ausgeprägten Fatigue und eben der Gefahr dieser Crash, sollte man dann tatsächlich sich da auch diese Hilfe suchen.
00:25:53: Denn perfekt wird man es eh nicht hinkriegen.
00:25:56: Und vielleicht mit dieser ganzen Unterstützung kriegt man es aber wenigstens einigermaßen gut hin, um diese Crash zu vermeiden und dann zumindest den Boden zu bereiten, dass zumindest die Grundlage gelegt ist für eine langsame Erholung und nicht jeder Crash dazu führt, dass man eigentlich tiefer in diesen Strudel hineinkommt.
00:26:23: Und dann haben wir natürlich die nächste Ebene, wenn man sich überlegt, was kann ich machen?
00:26:30: Jedes Symptom, was ich habe, ist ja auch schon wieder eine Belastung für den Körper.
00:26:35: Also das heißt, es macht durchaus Sinn, wenn ich jetzt zum Beispiel eben so ein Pots habe, dass die Herzfrequenz überschießend reagiert.
00:26:44: Macht Sinn, könnte ich ja sagen, na ja gut, jetzt weiß ich, das hat mit meiner Post-Covid-Erkrankung zu tun.
00:26:50: Jetzt toleriere ich es halt und Augen zu und durch.
00:26:55: Aber natürlich, wenn der Puls dann hoch schießt auf Hundertzwanzig nach dem Aufstehen, ist das wieder eine Belastung für den Körper.
00:27:04: Stresst den Körper.
00:27:05: Und damit geht es mir insgesamt von meinen ganzen Poskuit-Symptomen natürlich auch schon wieder schlechter.
00:27:12: Wenn ich Verdauungsprobleme habe, wenn ich eine Temperaturregulationstörung habe.
00:27:18: Also all diese Symptome machen wiederum was mit mir.
00:27:22: Das heißt, ich kann mir für jedes Symptom, was ich habe, natürlich gut überlegen, okay, und wie kann ich das zumindest lindern, abfedern, entschärfen für meinen Körper, damit ich eben die wenigen Ressourcen, die ich habe, halt nicht noch zusätzlich durch die Verarbeitung von Schmerzen.
00:27:40: Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, trägt alles dazu bei, dass die nicht dadurch aufgebraucht werden.
00:27:47: Und dann habe ich natürlich die Ebene und kann sagen, wenn wir uns tiefer anschauen, Immunsystem ist dysreguliert.
00:27:56: Wir haben vielleicht eine Dysbiosy im Darm mit Likigad, was das ständig steuert.
00:28:02: Wir haben vielleicht diese Mastzellaktivierungssituation.
00:28:09: Da kann ich dann natürlich auch noch mal auf einer Ebene drunter ursächlich diese Achsen versuchen zu beeinflussen.
00:28:17: Und da kommen natürlich dann auch wieder ganz viele Naturheilkündliche Ansätze zum Tragen, weil ich eben sagen kann, okay, wie baue ich die Darmflora auf?
00:28:26: Wie kann ich die Darm-Schleimhaut-Barriere abdichten?
00:28:30: Wie kann ich zum Beispiel ohne Stress?
00:28:34: Und der spielt dann natürlich dann auch eine Rolle Stress.
00:28:38: Triggert ja auch wieder das Immunsystem und kostet mich ganz, ganz viel Energie.
00:28:44: und fördert chronische Entzündungen.
00:28:46: Also das heißt, ich kann wieder eben schauen, dass ich Stress reduziere.
00:28:50: Ich kann schauen, dass ich mein vegetatives Nervensystem trainiere.
00:28:54: Ich muss halt immer aufpassen, dass ich nicht überreize und mich in so einen Crash selber hineintherapiere.
00:29:00: Das wäre natürlich schlecht.
00:29:02: Weil ich kann eben tatsächlich nicht den Körper sozusagen wieder stark trainieren.
00:29:09: Das geht nicht.
00:29:10: Da habe ich dann immer das Problem, ich überfordere ihn, sondern ich muss immer gucken, welchen Reiz therapeutischer Art kann ich denn wirklich auch vertragen und da eben nicht drüber hinausgehen über das Ziel.
00:29:24: Aber dann ist eben ganz wichtig vernünftige Ernährung, dass ich halt wirklich auch alles habe, was der Körper braucht.
00:29:30: Sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Nährstoffe.
00:29:34: dann, dass ich einen ausreichenden Schlaf habe, weil wir eben wissen, da findet ganz viel Regeneration statt und ein schlechter Schlaf fördert wieder chronische Entzündungen und Dysregulierungen.
00:29:46: Wie kann ich eben Stress ausgleichen?
00:29:48: Wie kann ich vielleicht trotz Belastungsintoleranz zumindest unterhalb meiner Belastungsgrenze schon auch noch eine moderate Bewegung einbauen, dass das nicht völlig zum Erliegen kommt?
00:30:00: Also das heißt, ganz viele so scheinbar banale Lifestyle Maßnahmen gehören mit dazu.
00:30:09: Dann habe ich natürlich schon auch die Möglichkeit, auf all diesen Ebenen auch komplementär medizinisch noch mal mehr in die Tiefe zu gehen und zu gucken, okay, wie kann ich noch mal den Energiestoff wechseln, die Mitochondrien unterstützen, wie die ATP-Produktion fördern, wie kann ich noch mal ... oxidativen Stress oder chronische Entzündung reduzieren durch Vitamine und Mikronährstoffe, sei es Zink und Selen oder Vitamin C und ähnliche Dinge.
00:30:38: Also, das heißt, da habe ich noch mal ganz, ganz viele kleine, feine Einflussmöglichkeiten, die ich mir noch mit dazu beziehen kann.
00:30:47: Und was denke ich bei solchen chronischen Beschwerden auch immer wichtig ist, ist auch die Psyche tatsächlich.
00:30:54: Also das ist da wirklich kein Zeichen der Schwäche, dass man vielleicht dann auch irgendwann sagt, Mensch, das ist so eine Belastung und die ganze Unsicherheit auch.
00:31:05: Und ich weiß nicht, wie es sich entwickeln wird und das macht was mit einem und das sekundär verstärkt dann wieder die Erkrankung.
00:31:15: Das ist auch so ein Teufelskreis.
00:31:17: Also das heißt auch hier auf dieser Ebene kann es wirklich nur ein Benefit sein, wenn man sich Unterstützung sucht.
00:31:24: Ohne natürlich, dass das jetzt heißen soll.
00:31:26: Man will den Patienten einreden.
00:31:28: Das ist alles nur eingebildet.
00:31:30: Und er muss es sich einfach nur ausreden lassen.
00:31:33: Sondern einfach, weil die Psyche grad bei chronischen schweren Erkrankungen sekundär natürlich dann auch immer mitarbeitet und auch eigentlich einen Schaden nimmt, kann man sagen.
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00:32:17: Das heißt also... Die eine Tablette, die eine Medizin gibt's nicht gegen Post und Longco wird.
00:32:23: Genau, die gibt's noch nicht.
00:32:25: Also die Hoffnung wäre natürlich, dass es die vielleicht gibt.
00:32:29: Natürlich wird viel geguckt und geschaut und es gibt immer wieder auch die Hoffnung und die Idee, dass vielleicht tatsächlich bestimmte Arzneien, die man vielleicht auch für was ganz anderes bisher eingesetzt hat über ihren Wirkmechanismus.
00:32:48: auch ihren Teil dazu beitragen können.
00:32:51: Und da gibt's so eine ganze Liste auch an sogenannten Off-Label-Medikamenten.
00:32:58: Das findet man dann zum Beispiel auch den aktuellen Stand des Wissens.
00:33:02: Zum Beispiel bei der Homepage der Charité.
00:33:07: Oder auch der deutschen Gesellschaft für ME, CFS.
00:33:10: Also man hat da wirklich viele Möglichkeiten sich Informationen zu sammeln.
00:33:16: Und da gibt es auch im Moment eine Liste an sogenannten Off-Label-Medikamenten.
00:33:23: Das sind dann oft in ganz anderen als üblichen Dosierungen verwendete Medikamente, die wegen was ganz was anderem schon auf dem Markt sind.
00:33:35: Also zum Beispiel Psychopharmaka oder auch, da gibt es auch Opiat-Antagonisten zum Beispiel.
00:33:44: die in einer ganz anderen Dosierung gegeben werden und wo man schon das Gefühl und die Hoffnung tatsächlich hat, dass die die Symptome auch positiv beeinflussen.
00:33:55: Aber da ist tatsächlich jetzt nichts dabei, wo man sagen kann, und das ist jetzt der Game Changer bisher.
00:34:01: Also man kann die auch natürlich gemeinsam mit dem Hausarzt, denn diese Listen sind ja überall zugänglich.
00:34:09: kann man das im Prinzip auch abarbeiten und muss so ein bisschen individuell an sich testen.
00:34:15: Okay, profitiere ich signifikant, dann kann man natürlich auch dabei bleiben und dann noch was anderes mit dazu nehmen.
00:34:21: oder merke ich eigentlich da keinen Unterschied.
00:34:24: Dann kann man es auch wieder bleiben lassen und man kann ja nicht alles auf einmal nehmen, was es sozusagen auf dem Markt gibt.
00:34:31: Genau, aber auch da muss man sich quasi so ein bisschen individuell im Endeffekt herantasten.
00:34:38: Ja.
00:34:39: Hast du denn, hast du in deinem Klinikalltag, siehst du ja, viele Tost-Covid-Long-Covid-Patienten.
00:34:44: Ja.
00:34:44: Hast du mal ein Beispiel dazu, wie es bei einem sehr gut gelaufen ist und vielleicht auch aus einer langen Erkrankung rausgekommen ist?
00:34:52: Du kannst auch gerne natürlich auch mal ein Beispiel nennen, wo es halt, gerne natürlich anonym, wo es halt dann vielleicht auch schwieriger war und länger gedauert hat.
00:35:00: Ja.
00:35:00: Und vor allem auch, wie die Behandlung aussieht bei euch, dass man sich das vorstellen kann, ob man da ... in drei Wochen ins Krankenhaus geht oder ob man ambulant behandelt wird oder wie das funktioniert oder ob man das selber macht.
00:35:10: Genau, also wir haben bei uns eben tatsächlich das stationäre Setting.
00:35:15: Also bei uns sind die Patienten für zehn Tage, wir rechnen auch mit den Krankenkassen ab.
00:35:21: Deswegen, diese zehn Tage sind schon relativ kurz, aber wir sind froh, dass das von der Kasse übernommen wird.
00:35:28: Und in diesen zehn Tagen ... Die versuchen wir so zu nutzen wie ein Trainingslager.
00:35:33: Ohne natürlich, wenn es geht, dem Patienten zu überfordern, nicht dass er dann in einen Crash kommt.
00:35:39: Und das ist manchmal wirklich gar nicht so leicht, das fein auszutarieren.
00:35:45: Und wir nutzen dann diese zehn Tage, um mit dem Patienten eigentlich gemeinsam verschiedene Therapieansätze aus ganz unterschiedlichen Richtungen.
00:35:56: Ja, zu testen, kann man sagen.
00:35:58: Also das heißt, wir schauen, was hat der für Symptome?
00:36:02: Zum Beispiel eine Kurzatmigkeit bei Belastung.
00:36:04: Ja, wir haben unsere individuellen Atemtherapeuten.
00:36:07: Wir haben vielleicht einen Zitronenbrustwickel.
00:36:10: Wir haben was Phytotherapeutisches, was die Atemwege unterstützt.
00:36:15: Und gucken dann natürlich auch, okay, und wie spricht der Patient darauf an?
00:36:20: Wir versuchen natürlich insgesamt, anti-entzündlich zu arbeiten bei uns.
00:36:25: Da haben wir ja eben naturalkundlich viele verschiedene Ansätze.
00:36:30: Wirklicherweise ist ja fast nichts, was wir tun ohne Einfluss eben auf unser Inneres.
00:36:37: Anti-entzündlich kann man ja ganz viel über die Ernährung machen.
00:36:40: Man kann mit Ergänzungsmitteln arbeiten, aber auch mit Güssen wickeln zum Beispiel.
00:36:47: Aber auch eine Entspannungsübung ist anti-entzündlich im Endeffekt.
00:36:51: Wir versuchen, sehr stark regulierend aufs vegetative Nervensystem zu arbeiten.
00:36:57: Das können auch Atemübungen sein, Entspannungsübungen sein, Reflexzonen, Therapien zum Beispiel.
00:37:04: Was auch sehr, sehr schön ist bei uns.
00:37:06: Wir haben so die Möglichkeit, so eine, vereinfacht gesagt, ganz intensive Sauna zu machen.
00:37:11: Das nennt man Ganzkörperhyperthermie.
00:37:14: Das ist ein starker regulativer Reiz auf das vegetative Nervensystem und vor allem auch auf das Immunsystem, also regulierend.
00:37:24: Und da haben wir einen Teil der Post-Covid-Patienten, die da wirklich ganz dezidiert, sehr, sehr gut drauf ansprechen.
00:37:32: Man kann leider nicht sagen, dass man jeden Patienten in die Hypothermie schickt und der reagiert immer gut.
00:37:40: Wahrscheinlich ... spielen bei den verschiedenen Post-Covid-Patienten zum Teil auch ganz andere pathologische Mechanismen, eine verschiedene intensive Rolle in der Entstehung der Symptomatik und so, dass nicht jeder auf alles gleich gut reagiert.
00:37:57: Aber so versuchen wir uns in den zehn Tagen eben individuell an den Patienten heranzuarbeiten.
00:38:02: Und wenn es ihm nach den zehn Tagen besser geht, ist natürlich super, aber das Hauptziel ist eigentlich, dass man was in Gang setzt, was dann tatsächlich auch der Patient daheim in eigener Schiefort führen kann.
00:38:17: Denn das ist natürlich ein ganz, ganz langer Weg.
00:38:20: Und was realistisches wäre dann zum Beispiel, wenn ein Patient jetzt zu uns kommt und er hat meintwegen eine gefühlte Vitalität, energetisches Level von vielleicht dreißig, dreißig Prozent.
00:38:35: dass man dann sagt, man bekommt ihn jetzt nachhaltig so hin, dass er dann vielleicht vier Wochen nach dem Aufenthalt daheim bei einem energetischen Level ist von sechszig.
00:38:48: Cool.
00:38:50: Da ist er natürlich noch weit weg von hundert.
00:38:52: Aber es ist schon mal ... Hoffnung.
00:38:55: Es ist ein signifikanter Unterschied.
00:38:57: Und wir haben das auch mit einer Studie dann nachbeobachtet.
00:39:02: dreihundert Post-Covid-Patienten dann über ein halbes Jahr nachbeobachtet.
00:39:06: Und dieser Effekt erhält dann auch an.
00:39:09: Also es ist nicht nur ein kurzfristiger Erholungseffekt, weil die jetzt bei uns im Krankenhaus waren und sich um nichts kümmern mussten, sondern unter Alltagsbedingungen hält das dann tatsächlich an.
00:39:21: Und dann ist es aber, muss man auch sagen, oft so, dass im Alltag Stress, dann kommt vielleicht hier noch eine Infektion dazu, hier kommt wieder vermehrt Arbeitsbelastung dazu.
00:39:31: dass immer die Gefahr dann schon auch besteht, dass es tatsächlich wieder abnimmt vom energetischen Level oder eben wieder zu einem Crash kommt und dann vielleicht rapide abnimmt.
00:39:43: Und wir haben glücklicherweise bei uns aber die Möglichkeit, dass Patienten auch immer wiederkommen können.
00:39:48: Also das heißt, wir können da immer wieder über so einen stationären Aufenthalt, dann sage ich mal so einen Anschub, Anschubhilfe geben und sind auf jeden Fall Teil der effektiven Behandlung, aber es ist auch nicht so, dass wir jetzt von uns sagen könnten, okay, wir haben jetzt das Rätsel gelöst und haben jetzt was gefunden, was die Patienten definitiv heilt.
00:40:19: Und oft weiß man auch nicht so ganz genau, wie wäre jetzt der natürliche Verlauf gewesen.
00:40:24: Es ist ja ganz viel möglich, also wenn jetzt jemand ... vielleicht in der Phase befindet, wo der Körper selber auch Richtung Regeneration geht.
00:40:34: Und dann wird er noch mal durch uns vielleicht ein bisschen unterstützt.
00:40:38: Dann wird das verfestigt.
00:40:40: Aber vielleicht hätte der das auch alleine geschafft.
00:40:44: Und deswegen ist das manchmal auch im individuellen Fall gar nicht so leicht dann zu beurteilen, was ist jetzt der Anteil einer Therapie und was nicht.
00:40:54: Ja, klar.
00:40:55: Wenn jetzt jemand mal so Crash erleidet oder einen Rückschlag erleidet, weil das ist ja schon bei euch in der Klinik, da bin ich mir sicher, da läuft das sehr, sehr gut.
00:41:03: Dann geht er nach Hause, ist wie bei jeder Diät,
00:41:05: hält sich
00:41:06: die nächsten drei Wochen dran, merkt auch die Besserung und dann, wie du gesagt hast, dann kommt irgendein, es kann ja auch ein mentales Thema sein, ein Mental overload.
00:41:14: Genau, genau.
00:41:16: Tag ist der Rückschlag, da kann sich nicht mehr an die Routinen halten, fällt da raus.
00:41:20: Wie ist es dann, ist es dann sinnvoll, Patientenorganisationen zu haben oder Online-Communities?
00:41:25: oder ist es dann wieder weg zu euch zurück?
00:41:27: Ein Telefonat mit euch oder wieder zurück in die Klinik zu kommen.
00:41:31: Wie ist da der beste Weg?
00:41:32: Genau, also ganz ganz wichtig ist eben, dass man wirklich viel, viel Wert auf dieses Pacing legt, damit der Patient eben weiß, okay, warum spielt es eine wichtige Rolle?
00:41:45: Was sind so die Fallstricke vielleicht auch und wie finde ich da für mich den besten Weg?
00:41:50: Und ganz wichtig ist natürlich auch ein soziales Netzwerk, was sich auch mit der Erkrankung auskennt.
00:41:57: Und da bieten sich natürlich schon die Selbsthilfegruppen an.
00:42:00: Könnte man sich natürlich austauschen, aber auch für jemanden, dem das vielleicht nicht so liegt, ja, ständig mit anderen über eine Erkrankung zu reden, da kann man ganz viele Informationen natürlich abgreifen.
00:42:12: die man sonst vielleicht mühsam zusammen tragen müsste.
00:42:17: Und wenn man erstmal in den Zustand eines Crash tatsächlich gekommen ist, kann man eigentlich auch nur rein symptomatisch besuchen, es dem Patienten ebenso leicht wie möglich zu machen.
00:42:29: Und das ist praktisch dieser Zustand des absoluten Energiemangels.
00:42:35: Und da kann ich eigentlich nur tatsächlich auch im Körper die Zeit geben, bis er sich ganz langsam da wieder raus arbeitet.
00:42:47: Viele schaffen das innerhalb von ein paar Tagen dann auch wieder.
00:42:51: Da ist es dann, kann man mal natürlich schon, schon echt unangenehm in so einen Crash zu kommen, aber es ist noch nicht so, dass es vielleicht den langfristigen Plan völlig zerstört.
00:43:02: Aber es gibt leider eben tatsächlich auch Patienten, die halt wochenlang in so einem Zustand der Verschlechterung sind oder gleich gar nicht mehr auf das Level vor diesem Crash kommen, anhalten, drunter bleiben.
00:43:15: Und da sind solche Crash natürlich dramatisch.
00:43:20: Weil ich nicht so wirklich auch die Hand habe, hab zu sagen, okay, jetzt geb ich eine Infusion mit einem bestimmten Medikament und helf dem wieder raus, sondern im Prinzip hilft eigentlich nur Ruhe, Schonen, symptomatische Therapie.
00:43:34: Und deswegen kommt auch noch mal diesem Pacing eben ... so viel Gewicht bei, dass es halt, ach, aller, aller Möglichkeit eben gar nicht, gar nicht dazu kommt.
00:43:44: Wobei jetzt keiner sich auch so verrückt machen darf und sagt, okay, ich muss jetzt das zu hundert Prozent vermeiden.
00:43:52: Sonst hab ich was ganz was Schlimmes gemacht, weil das wird nicht hinhauen.
00:43:58: Es geht einfach nur darum, halt hoffentlich die Häufigkeit und die Intensität der Crash halt zu reduzieren.
00:44:06: Und manche machen ja ganz intuitiv ... wirklich leicht vermeidbare Fehler.
00:44:13: Also, oft haben ... oder was wirklich das Problem ist, die Patienten selber haben eigentlich den inneren Antrieb, die wollen aktiv sein.
00:44:21: Ja.
00:44:22: Und dann, wenn sie das Gefühl haben, Mensch, okay, jetzt geht's vielleicht ein bisschen besser, dann fangen sie an, aktiv zu werden, haben vielleicht ... Genau, und es sind so hochmotiviert und wollen.
00:44:35: Ja, und ... Das ist halt oft ein Fehler, was man halt viel durch Teaching im Vorfeld aber klären kann eigentlich.
00:44:43: Oder manche denken natürlich auch, na gut, wahrscheinlich bin ich halt so schlapp, jetzt müsste ich halt mal wieder trainieren.
00:44:49: Ja, genau.
00:44:50: Und jetzt fühle ich mich heute mal einigermaßen, dann gehe ich doch jetzt mal eine Runde joggen, weil das kann mir doch nur gut tun und gehen die Runde joggen und dann haben sie eben wieder in Crash.
00:44:59: Und das sind halt, sagen wir mal, vermeidbare Fehler.
00:45:04: Und da sollte man sich eben heranarbeiten, dass es halt nicht passiert, aber auch nicht dann wieder zu sehr unter Druck setzen, weil hundertprozentig vermeiden kann man es einfach nicht, es geht nicht.
00:45:16: Und man gibt sein Bestes und damit sollte man sich dann zufrieden geben, genau.
00:45:22: Also gibt es Hoffnung auf Heilung von Post-COVID?
00:45:26: Ja, gibt es definitiv, weil eben tatsächlich unglaublich viel da auch geforscht wird.
00:45:32: Weil das Verständnis für die Erkrankung jetzt überhaupt nicht mehr bei null ist, dass man jetzt sagen könnte, dass man noch ganz weit entfernt, sondern weil man wirklich, wenn man die aktuelle Forschung verfolgt schon sagen muss, da ist eigentlich der Schritt jetzt nicht mehr unendlich weit.
00:45:53: Und die Chance ist sehr, sehr groß, dass man da in den nächsten Jahren entscheidende Schritte gehen wird.
00:46:02: Und das zweite ist, wenn man unter der Erkrankung leidet, dann hat man natürlich noch viel in der Hand, wie ausgeprägt die Erkrankung eben sich niederschlägt.
00:46:13: Also das heißt, man kann immer an den Symptomen arbeiten, man kann immer am allgemeinen Energielevel arbeiten und an diesen Achsenverschiebungen von Immunsystemen, vegetativen Nervensystemen und Energiestoffwechsel kann man immer arbeiten.
00:46:30: damit signifikant dann auch noch mal die Lebensqualität beeinflussen.
00:46:36: Ganz wichtig, wir machen hier einen Informations-Podcast und keine direkte ärztliche Beratung.
00:46:42: Das heißt, alle... Empfehlungen, die sie hier in dem Podcast hören, alle Anweisungen, die sie im Podcast hören, sind immer für ihre individuelle Situation vorher mit ihrem Arzt oder Therapeuten abzuklären.
00:46:51: Da wir ihre individuelle Situation nicht kennen, können wir nur allgemeine Empfehlungen geben, die wir natürlich aus dem fachlichen und wissenschaftlichen Kontext kennen, aber diese könnten für ihre individuelle Situation vielleicht nicht die Richtige sein.
00:47:03: Und deswegen ist es wichtig, diese immer noch mal mit ihrem Arzt und Therapeuten abzuklären.
00:47:07: Ja, Wahnsinn.
00:47:08: Da kann man nur sagen, vielen Dank.
00:47:11: Ja, weil es ist einfach super spannend, das einfach mal richtig eingeordnet zu wissen.
00:47:13: Und auch, dass man weiß, was man auch tun kann.
00:47:16: Ja, man muss halt vor allen Dingen sich ran tasten.
00:47:18: Und es ist ein längerer Weg, ist nichts, was man weggeschnippen kann.
00:47:21: Aber zum Glück gibt es ja Hoffnung.
00:47:23: Und haben wir gerade gehört, dass das Post-Covid-Syndrom halt eine reale und komplexe Erkrankung ist, die Millionen Menschen mittlerweile betrifft weltweit.
00:47:32: Ich glaube, das ist auch eine der großen Hoffnungsraktoren.
00:47:33: Das heißt, wenn sie jetzt betroffen sind, dürfen sie nicht vergessen, dass es ganz viele andere auch betroffen sind.
00:47:38: Und deswegen wird er dann auch geforscht und da wird geschaut.
00:47:41: Wie kann man das verbessern?
00:47:41: Ich glaube, es bestehen auch schon ganz viele Systeme, die in anderen Teilbereichen, zum Beispiel ATP-Produktionen, Mitochondrien, da gibt es schon sehr viel Forschung zu.
00:47:49: Da gibt es auch viele Sachen, die man da schon tun kann, um diesen Teil zu verbessern.
00:47:53: Es wird dann eine Säule, wird dann verbessert von vielen Säulen, die die Erkrankung betreffen.
00:47:59: Deswegen arbeitet ja auch die Wissenschaft intensiv daran, die Ursachen zu verstehen und die Behandlung zu entwickeln.
00:48:04: Und auch wenn es jetzt noch keine konkrete Heilung gibt, gibt es halt viele Strategien.
00:48:08: die Symptome zu lindern und die Lebensqualität massiv zu verbessern.
00:48:11: Und ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Faktor dabei.
00:48:14: Pacing, Ernährung, gezielte Rehabilitation und vor allem Geduld sind der Schlüssel.
00:48:20: Und vor allem ganz wichtig, sie sind da nicht allein, ne?
00:48:22: Sie haben da einen schönen Arzt.
00:48:24: Robert Schmidt von der KFN, den können Sie auch jederzeit durchkontaktieren zu dem Thema.
00:48:28: Und ich glaube, für die Angehörigen ist auch immer ganz wichtig zu verstehen, dass es eine reale Erkrankung ist, wo man auch dann auch helfen kann, ne?
00:48:35: ... oder der Psyche aushelfen kann, dass man einfach ... ... zuhört, versteht und auch da ist für Leute, ... ... und es nicht abtut, wie es ... ... vielleicht vorhin ganz Anfangsjahren ... ... getan worden
00:48:43: ist.
00:48:44: Ja, ja.
00:48:45: Und deswegen sollten Sie auch diesen Podcast ... ... den Angehörigen, die vielleicht ... ... das noch nicht ganz ... ... einzuordnen wissen, einfach mal weiterleiten ... ... und auch Bekannten, die vielleicht ... ... von Post-COVID betroffen sind, einfach mal weiterleiten ... ... und da mit ... ... den Informationen auch helfen.
00:49:00: Deswegen kann ich noch sagen, ... ... vielen Dank fürs Zuhören, vielen Dank.
00:49:02: ... für die spannenden Informationen.
00:49:04: Und ganz wichtig, bleiben Sie gesund.
00:49:07: Abonnieren Sie natürlich gerne im Podcast, damit Sie nicht die nächste Folge verpassen.
00:49:09: Und wie ich schon gesagt habe, leiten Sie sie gerne weiter ... ... und geben Sie uns auch gerne eine Bewertung.
00:49:13: Das freut uns natürlich auch immer.
00:49:15: In diesem Sinne kann ich nur sagen, vielen Dank fürs Zuhören.
00:49:17: Bleiben Sie gesund ... ... und hören Sie uns wieder, wenn es wieder heißt ... ... Schulmedizin trifft Naturheilkunde.
00:49:22: Bis dann.
00:49:23: Das war's mit dieser Folge von ... ... Schulmedizin trifft Naturheilkunde.
00:49:28: Werten Sie zum Partner Ihrer Gesundheit.
00:49:31: Bis zur nächsten Folge.
00:49:33: Bleiben Sie gesund.
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