Die Wahrheit über stille Entzündungen: Was Ihr Körper Ihnen heimlich signalisiert | Teil 2
Shownotes
Stille Entzündungen passieren im Verborgenen und oft genau dort, wo wir es am wenigsten erwarten: im Schlaf, im Darm, im Nervensystem.
Während wir funktionieren, sammelt unser Körper Belastungen an: Stoffwechselreste im Gehirn, Stresshormone, Darmschlacken, entzündliche Signale.
Und viele merken es erst, wenn Energie fehlt, Schlaf kippt oder diffuse Beschwerden überhandnehmen.
In diesem Teil geht es darum, wie der Körper sich nachts reinigen sollte und warum dieser Prozess bei vielen nicht mehr richtig funktioniert.
Es geht um das glymphatische System, um Leaky Gut, um stille Immunreaktionen und um die Frage:
Wie erkennt man stille Entzündungen und was kann man wirklich dagegen tun?
Worum geht’s in dieser Folge?
- Welche Blutmarker Hinweise auf stille Entzündungen liefern
- Warum der Darm zur Eintrittspforte für Entzündung wird
- Wie chronischer Stress das Immunsystem aus dem Gleichgewicht bringt
- Erste Schritte, um Körpersysteme zu beruhigen und Entzündung zu reduzieren
Mehr über KfN - Krankenhaus für Naturheilweisen: Webseite: https://www.krankenhaus-naturheilweisen.de/ Instagram: https://www.instagram.com/kfn_naturheilweisen/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/krankenhaus-fuer-naturheilweisen
Disclaimer (medizinischer Hinweis): Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Treffen Sie keine gesundheitlichen Entscheidungen allein auf Grundlage dieser Aussagen. Wenn Sie Beschwerden haben oder eine Behandlung in Erwägung ziehst, besprechen Sie dies immer persönlich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer anderen qualifizierten medizinischen Fachperson.
podcast #gesundheit #kfn #krankenhaus #stilleentzündungen #entzündungen #silentinflammation #hilfe #leakygut #nervensystem #immunsystem
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir sprechen heute über etwas, was sehr schwer zu entdecken ist.
00:00:03: Und deswegen sprechen wir auch darüber, wie wir es entdecken können.
00:00:06: Wir sprechen von stillen Entzündungen, Silent Inflammation.
00:00:09: Die Entzündungen, die im Körper viel Schaden anrichten können über eine lange Zeit, wenn sie nicht entdeckt sind.
00:00:14: Deswegen sprechen wir heute konkret darüber, wie können wir stille Entzündungen überhaupt entdecken, mit welchen Messmethoden können wir sie entdecken, vielleicht können wir es auch ohne Messmethoden entdecken, so dass sie da draußen auch wissen, ist es eine Symptomarktik, die sich vielleicht schon mal gezeigt hat, so dass man dann auch weiter und tiefergehend messen kann, um es zu entdecken.
00:00:31: Darüber sprechen wir heute mit Chefarzt Robert Schmidt und gehen da ins Detail drauf, wie wir ja Silent Information finden können.
00:00:39: Was wäre, wenn die beste Medizin nicht entweder Natur oder Wissenschaft wäre, sondern beides?
00:00:46: Willkommen bei Schulmedizin trifft Naturheilkunde.
00:00:50: Hier bauen wir Brücken zwischen Tradition und Innovation.
00:00:54: Zwischen Labor und Leben.
00:00:56: Für ihre Gesundheit.
00:00:58: Viel Spaß bei dieser Folge.
00:01:01: Ja, herzlich willkommen zurück bei dem zweiten Teil unseres sehr spannenden Podcasts zum Thema Silent Inflammation.
00:01:08: Bei Schulmedizin trifft Naturheilkunde unseren Podcast mit Robert Schmidt, Chefarzt von der KFN.
00:01:15: Und ja, wir werden direkt einsteigen, weil wir hatten jetzt gerade schon im ersten Teil.
00:01:20: Und falls Sie den ersten Teil noch nicht gesehen haben, Es ist gar kein Problem, es ist natürlich verlinkt und kann man einfach als ersten Teil dazu sehen.
00:01:29: Sprechen wir nämlich jetzt nicht mehr darum, warum Silent Inflammation oder die stille Entzündung so schlimm ist, sondern wie wir damit besser einsteigen können.
00:01:36: Aber ein Thema hatten wir ja trotzdem noch herausgefunden, und zwar wie wichtig ist eigentlich Schlaf beim Thema stiller Entzündung.
00:01:42: Und nur um das kurz einzuleiten, stille Entzündung betreffen ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, ungefähr, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa.
00:01:53: Jeder, der ein iPhone hat, könnte man fast sagen, hat vielleicht mit dem Thema zu tun.
00:01:56: Um das Ganze herauszufinden, da sprechen wir heute.
00:01:58: Wir haben darüber auch gesprochen, dass das schlimm sein kann und zur Folgeerkrankung führen kann.
00:02:04: Aber man kann auch viel dagegen tun.
00:02:06: Wir sprechen heute darüber, wie identifizieren wir es und wie lösen wir es.
00:02:10: Aber zuerst sprechen wir darüber, wie wichtig eigentlich Schlaf ist.
00:02:13: Genau, Schlaf ist nämlich ein sehr spannendes und auch ganz wichtiges Thema.
00:02:18: Man wusste ja über viele Jahrzehnte gar nicht so ganz genau, was eigentlich im menschlichen Körper abläuft.
00:02:24: Während wir schlafen, also man wusste natürlich eine Art von Regeneration, Erholung offensichtlich.
00:02:32: Aber was da genau passiert, weiß man jetzt erst seit ein paar Jahren.
00:02:37: Und der Schlaf ist tatsächlich notwendig, um während des Wachzustandes anfallende Stoffwechselprodukte im Gehirn zu entsorgen, während des Schlafes.
00:02:50: Also quasi, während wir wach sind, kommt es zu einer langsamen Akkumulation von Stoffwechselendprodukten aus dem Energiestoffwechsel.
00:03:02: Und diese steigende Konzentration, die macht uns müde und ... so richtig effektiv können die eigentlich nur im Schlafmodus beseitigt werden.
00:03:13: Und wie lange wir zum Beispiel auch schlafen, es gibt ja Kurzschläfer, es gibt Langschläfer, hängt auch ganz entscheidend davon ab, wie unsere Kapazitäten, unsere individuellen Kapazitäten sind, diese Stoffwechselprodukte während des Schlafes wieder abzubauen.
00:03:32: Also es gibt manche, die sind regelmäßig nach... Sieben Stunden Topfit, bei denen geht es ein bisschen schneller und es gibt andere, die können gar nichts dafür.
00:03:43: Die brauchen halt ihre neun Stunden Schlaf, damit das Gehirn wieder ordentlich aufgeräumt ist, kann man mal dazu sagen.
00:03:52: Und was passiert auch und spielt da eine ganz wichtige Rolle im Schlaf?
00:03:58: Wir haben im zentralen Nervensystem quasi auch so eine Art lymphatisches System.
00:04:05: Das kennen wir alle aus unserem Körper, eben auch wichtig.
00:04:09: Entgiftung, Abtransport von Stoffwechsel-Endprodukten, Krankheitsbekämpfung, Vermeidung.
00:04:17: Das gibt's auch im Gehirn.
00:04:19: Da nennt man es glümfatisches System.
00:04:22: Ja.
00:04:23: Und der Spülfaktor ist sozusagen unser Gehirnwasser, unsere Likvorflüssigkeit.
00:04:34: Und vor allem wenn wir schlafen im Ruhezustand, dann werden die Nervenzellen etwas kleiner, die zwischen Nervenzellenräume werden größer und dann kann der Ligwur wirklich ganz effektiv aus diesen Zwischenräumen der Zellen eben Stoffwechselprodukte ausspülen und dann über dieses Glymphatisches System letztendlich entsorgen.
00:05:02: Und während der Schlaf ist, durch diese räumlichen Verschiebungen, ist das Glymphatisches System nochmal um fünfzig Prozent aktiver als tatsächlich während wir wach sind.
00:05:16: Also das heißt, so richtig effektiv ist es im Schlaf.
00:05:20: Und das ist natürlich wichtig, dass wir dann am nächsten Tag auch erholt sind.
00:05:25: Aber es ist auch wichtig, dass andere Stoffwechselprodukte, z.B.
00:05:31: falsch gefaltete Proteine nicht über viele, viele Jahre unnötig akkumulieren.
00:05:37: Also das heißt, dass der Schlaf funktioniert, ist dann auch wichtig, um eben neurodegenerative Erkrankungen zu verhindern.
00:05:46: Also z.B.
00:05:47: Alzheimer oder Ähnliches.
00:05:50: Also, das heißt, man hat noch mal so richtig die Bedeutung des Schlafs kennengelernt.
00:05:56: Und es nicht nur, sag ich jetzt mal, fürs persönliche Wohlbefinden, sondern tatsächlich auch für die Gesundheit.
00:06:05: Ganz, ganz wichtig, dass man daran arbeitet.
00:06:08: Ja, super spannend.
00:06:09: Danke, dass du das erklärt hast.
00:06:10: Das konnte ich mir richtig gut bildlich vorstellen, wie der Liquor dann da raustritt.
00:06:15: Das heißt also, Schlafe ist eigentlich extrem wichtig, damit wir diese Detoxification vom Gehirn haben.
00:06:21: Genau.
00:06:21: Ich glaube,
00:06:22: vielen ist es relativ klar, oder haben davon gehört, dass man den Körper detoxt.
00:06:26: Dann probiert man da den Detoxshake aus, der wahrscheinlich gar nichts bringt.
00:06:30: Aber der Körper kann ganz gut detoxen.
00:06:32: Aber das Gehirn hat, glaube ich, immer große Schwierigkeiten, durch Detoxing durchzuführen, weil es natürlich nicht ... So durchzogen ist mit den gleichen Blutgefäßen wie der Körper.
00:06:41: Genau.
00:06:41: Und der Abtransport,
00:06:42: glaube ich, relativ schwierig ist.
00:06:42: Und die Bluthöhen, Schranke natürlich auch, eine Barriere ist gegen Toxine.
00:06:48: Und wenn es einmal drin ist, das Toxin wieder rauszubekommen, war immer mehr geläufig, das relativ schwierig ist.
00:06:53: Aber es scheint dann durch guten Schlaf.
00:06:55: Genau, guter Schlaf ist da unbedingt ganz, ganz wichtig und tatsächlich ein gesundheitspräventiver Faktor, der absolut relevant ist.
00:07:07: Die Toxifikation hat natürlich immer auch gleich mit stiller Entzündung zu tun.
00:07:12: Ja, klar.
00:07:13: Denn Stoffe, die wir eigentlich nicht brauchen im Gewebel, belastendes Gewebel, führen lokal zu oxidativen Stress zu einer entzündlichen Reaktion.
00:07:24: Also eigentlich kann man das gar nicht so trennen, stille Entzündung, Entgiftung, Belastung mit Toxinen, Umwelttoxinen.
00:07:33: ist alles miteinander vernetzt, was es ja auch so spannend dann macht.
00:07:37: Absolut.
00:07:38: Würdest du denn auch sagen, wenn man jetzt vorgeht und man herausfinden möchte, ob man eine stille Entzündung hat, wie geht dir davor?
00:07:46: Geht dir vor, dass ihr das Blut euch anschaut und auch, also einfach mal, wir hatten ja über CRP schon gesprochen, empfindlichen, auf das C, auf dieses Entzündungsprotein achten.
00:07:57: Aber geht dir dann auch vor und schaut auf Toxine im Blut?
00:08:00: Oder ist das etwas, was dann zu weit geht?
00:08:03: Also es ist tatsächlich so, dass man mittlerweile sehr, sehr umfassend natürlich Untersuchungen machen könnte.
00:08:11: Und idealerweise wäre es natürlich auch so, dass man erst mal alles misst und schwarz auf weiß festhält.
00:08:22: Das ist aber fast nicht umsetzbar tatsächlich.
00:08:26: Das Schöne ist, dass es natürlich ganz ganz viele einfache Marker gibt, die einem schon gute Informationen geben, ohne dass man jetzt alles wirklich im Detail... messen müsste.
00:08:38: und vor allem die Maßnahmen, die man auch ergreifen würde, sind relativ banal und einfach und grundsätzlich eigentlich zu empfehlen.
00:08:50: Ganz unabhängig davon, ob man jetzt vielleicht wirklich im Moment eine Silent Inflammation hat oder vielleicht im Moment nicht das Risiko dann eine zu entwickeln, besteht ja in den Folgejahren trotzdem.
00:09:04: Nur Die Tatsache, dass man erkannt hat, es gibt diese Silent Inflammation und die wird ganz viel getriggert durch Lebensstil, Modifikationen und den Lifestyle, ist noch mal so richtig die wissenschaftliche Unterfütterung.
00:09:22: Warum denn diese scheinbar so banal?
00:09:25: Wirkenden Maßnahmen wie gesunde Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf tatsächlich eben auch messbar im Körper Gesundheit erhalten können.
00:09:37: Also eigentlich hat sich noch mal verändert, dass man jetzt noch mal genauer sagen kann, Na was ist denn eigentlich das Problem, wenn ich mich nicht gut ernähre?
00:09:47: Das ist dann natürlich nicht nur die Silent Inflammation, aber das ist ein ganz wesentliches Element und über diesen Mechanismus können dann verschiedene chronische Erkrankungen entstehen und das sind ja nicht nur kardiovaskuläre Erkrankungen, metabolische Erkrankungen, man weiß ja auch, dass die Tumor-Entstehung dadurch eben gefördert werden kann.
00:10:09: Nicht, dass das wegen allein Tumor entsteht, aber einfach das Risiko erhöht sich etwas.
00:10:16: Neurodegenerative Erkrankungen haben wir gerade angesprochen.
00:10:20: Und eigentlich könnte man auch sagen, pass auf, wir brauchen es gar nicht messen, ob du jetzt wirklich im Moment eine Silent Inflammation hast.
00:10:31: Dein Ziel sollte ja sein, möglichst lange, möglichst gesund zu sein.
00:10:35: Und hier sind verschiedene ganz einfache Bausteine, die hast du selber in der Hand, die kosten nicht viel Geld.
00:10:42: Und wenn du die langfristig umsetzt, dann kannst du entweder eine schon bestehende Silent Inflammation positiv beeinflussen oder eben dafür sorgen, dass sie gar nicht auftritt.
00:10:54: Und dann hast du diesen Risikofaktor zumindest schon mal in der eigenen Hand.
00:11:00: Deswegen ist natürlich immer die Frage, okay, wie ... groß ist der Druck, es wirklich immer ganz genau messen zu müssen.
00:11:08: Das kann natürlich mal auch ein bisschen eine Motivationshilfe sein.
00:11:12: Dann ist es ja vielleicht ganz schön, wenn man schwarz auf weiß sieht, ah, okay, hier habe ich eben tatsächlich erhöhte Werte.
00:11:19: Und dann kann man vielleicht auch nach einem halben Jahr, dreiviertel Jahr eine Kontrolle machen und kriegt dann auch ein positives Feedback und die Bestätigung, die die Maßnahmen haben jetzt wirklich was gebracht.
00:11:30: Aber tatsächlich das Wissen, Und dann das praktische Umsetzen ist eigentlich das Entscheidende und gar nicht so sehr das Detailierte jetzt ausmessen.
00:11:43: Ja, genau.
00:11:45: Okay, sehr spannend.
00:11:47: Das heißt, dann ist die Anamese viel wichtiger und die Symptomabfrage von eurer Seite aus und zu verstehen, wie der Lifestyle ist, als jetzt das ganz konkrete Blutbild.
00:11:56: Genau, definitiv.
00:11:59: Was misst du dann, wenn du sagst, du möchtest trotzdem das Blutwirt haben?
00:12:02: Was sind deine spannendsten Blutwerte?
00:12:07: Ja, also was natürlich interessant ist, ist das hochsensitive CRP.
00:12:11: Das gibt natürlich schon mal einen ganz guten Spiegel, wie die entzündliche Aktivität im Körper ist.
00:12:18: Es gibt noch weitere.
00:12:21: Entzündungsfaktoren, die man im Blut messen kann, wie zum Beispiel die Blutsenkung.
00:12:28: Man kann sich die Verteilung der weißen Blutkörperchen anschauen.
00:12:31: Das lässt schon so ein bisschen Rückschlüsse oft zu.
00:12:40: Das wär's eigentlich, ehrlich gesagt.
00:12:42: Man könnte natürlich noch sagen, man misst zum Beispiel Interleukine.
00:12:48: tun wir eine große Faktor Interferon, also das heißt man kann das natürlich fast beliebig noch
00:12:54: spezifizieren
00:12:55: und aufdröseln.
00:12:59: Was aber eben wie gesagt um die Basismaßnahmen erstmal zu ergreifen, aber eigentlich gar nicht notwendig wäre.
00:13:07: Was auch in der Messung natürlich zugänglich ist, wenn man eben den Verdacht hat und Das ist ja immer eigentlich eine Möglichkeit, dass es mit dabei ist, dass man Hinweise für ein Likigatz-Syndrom messen kann.
00:13:20: Da kann man eben verschiedene Stoffe im Stuhl auch messen, auch im Blut, wie zum Beispiel Zonolin oder Alpha-I Antitrypsin, die dann eben so einen Hinweis geben.
00:13:34: Und auch da gibt es dann viele Möglichkeiten, natürlich kann man heute auch das Mikrobiom detailliert aufschlüsseln.
00:13:44: Wobei da auch noch nicht so ganz klar ist, wie dann die therapeutische Relevanz dieses bis ins Detail aufgeschlüsselten Mikrobioms tatsächlich ist.
00:13:57: Also es gibt auch viele Stimmen, die sagen, man hat so viele Möglichkeiten, die Darmflora positiv zu beeinflussen.
00:14:06: Da kommt es jetzt detailliert aufs letzte Komma, im Endeffekt gar nicht drauf an, welche Veränderungen jetzt ganz spezifisch vorliegen.
00:14:18: Es gibt natürlich verschiedene Stimmen.
00:14:20: Auch da wird sich sicherlich noch ganz viel tun und es ist ein ganz spannendes Feld, was sich auch weiterentwickeln wird.
00:14:26: Aber um erst mal aktiv zu werden und schon ganz, ganz viel zu erreichen, bräuchte man jetzt nicht diese extrem detaillierten Untersuchungen?
00:14:36: Ich hab auch das Gefühl, wir haben ja im Vorgespräch auch schon ein bisschen gesprochen über die verschiedenen Sachen, die man machen kann, dass ich das, ich sag mal so, die Maßnahmen, die man treffen kann, eh allgemein immer ganz sinnvoll sind, nach dem aktuellen bisschen Stand zumindest.
00:14:51: Und man dadurch jetzt man keine Nachteile hat davon.
00:14:54: Also wir sprechen auch immer davon, zu versuchen, das mit Natur halkunde Maßnahmen zu machen, Lifestyle Changes und nicht jetzt mit den harten Medikamenten, die natürlich dabei manchmal auch notwendig sind und unterstützen können.
00:15:10: Und deswegen ist es ganz interessant, dass es da eigentlich immer vorteilhaft
00:15:14: ist.
00:15:15: Genau.
00:15:15: Und ich glaube, das Wichtige ist, um die Leute zu packen.
00:15:20: muss man, glaube ich, ein bisschen klarmachen.
00:15:22: Es ist nicht nur eine banale Kleinigkeit, die halt vielleicht ein bisschen einen Effekt hat, aber keiner kann so wirklich was damit anfangen, sondern, und das wird auch immer mehr in Studien nachgewiesen, es hat riesige Effekte der Lifestyle.
00:15:41: Und es gibt ja zum Beispiel die sogenannten Blue Zones, vier oder fünf auf der Welt, in denen die Menschen ... im Schnitt dann doch erstaunlich alt werden im Vergleich zu den Mitmenschen außerhalb dieser Blue Zone.
00:15:58: Und da gibt es zum Beispiel in den USA eine Blue Zone, das ist so eine religiöse Gemeinschaft, die pflegen eben auch einen bestimmten Lebensstil.
00:16:09: Die haben jetzt wenige Toxinbelastungen, weil die jetzt eben nicht Alkohol trinken, nicht rauchen.
00:16:16: Die sind viel an der frischen Luft und bewegen sich und betreiben da.
00:16:20: biologische Landwirtschaft haben dann dementsprechend auch eine ausgewurgene gesunde Ernährung, pflegen auch sehr, dass Gemeinschaftslebens sind, also auch sozial gut eingebunden, was man auch weiß, was für die Gesundheit ganz, ganz wichtig ist.
00:16:37: Und diese kleine religiöse Gemeinschaft wird dann im Schnitt zehn Jahre älter als quasi die Amerikaner, die außerhalb dieser religiösen Gemeinschaft.
00:16:50: zwei Kilometer weiter wegleben.
00:16:51: Ja, klar.
00:16:52: Und da sieht man eben, dass doch Lifestyle-Maßnahmen unglaublich viel Potenzial haben.
00:17:00: Und es ist jetzt nicht nur ein ... Na ja, dann mach ich's halt, weil Schaden tut's ja nicht.
00:17:06: Sondern tatsächlich, es unglaublich viel bewirken kann.
00:17:10: Und an Lebensqualität und Gesundheit bringen kann.
00:17:13: Ja,
00:17:13: Wahnsinn.
00:17:14: Ich mein, das ist natürlich zehn Jahre länger im Schnitt.
00:17:17: Das ist natürlich Wahnsinn.
00:17:19: Genau, du hast grad auch die Studien angesprochen.
00:17:21: Da würde ich mich mal interessieren, was sagen die aktuellen Studien über den Zusammenhang zwischen den stillen Entzündungen und zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen?
00:17:28: Weil, wenn wir uns mal anschauen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind immer noch der Killer Nummer eins weltweit.
00:17:34: Und man unterschätzt das, wenn man denkt immer nur an den A, ja, der Herzinfarkt, aber das geht ja viel mehr dazu.
00:17:40: Herz-Kreislauf ist ja wirklich Schlaganfall, klar, ein Herzstillstand, aber es ist ... gehört einfach sehr viel dazu zum Herzkreislauf.
00:17:49: Und es ist ... In den USA hab ich letztens wieder eine Statistik gesehen, ist immer noch Killer Nummer eins.
00:17:54: Und wenn wir dadurch natürlich mit der ... Wenn wir die Stille ... die Stille in Zündung damit zusammenhängen würden, wir die reduzieren können und unser Risiko für Herzkreislauferkrankungen reduzieren können, das ist natürlich hervorragend.
00:18:04: Genau.
00:18:04: Da reduzieren wir
00:18:05: unsere ... ... Mortalität.
00:18:07: Genau.
00:18:07: Also man weiß natürlich schon auch die Pathomechanismen mittlerweile, wie eben eine Stille in Zündung ... kardiovaskuläre Erkrankungen fördert.
00:18:18: Also die Stilleentzündung erleichtert es quasi, dass sich in den Gefäßwänden eben auch Cholesterinablagerungen ansammeln, dass es dort durch dann auch tatsächlich lokale Entzündungen eben zu Gefäßschädigungen kommt, zu der Pluckbildung zum Beispiel.
00:18:39: Man weiß natürlich, dass stille Entzündungen generell metabolische Stoffwechselstörungen fördern, die dann natürlich auch wieder sekundär sich auf das kardiovaskuläre System auswirken, wie zum Beispiel Diabetes oder tatsächlich nochmal eine Dyslipidämie, also Verschiebungen im Lipidsstatus.
00:19:00: Also das heißt, auf der einen Seite ist der Patomechanismus klar.
00:19:05: Und man hat eben auch in Studien festgestellt, dass tatsächlich, wenn man eben dann auch mal ins Detail geht und bei Probanden dann die Werte genau misst, dass man sieht, okay, Patienten mit einem höheren CRP zum Beispiel, also im Sinne einer stillen Entzündung, haben ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse im Vergleich zu Probanden, bei denen das nicht vorliegt.
00:19:32: Und man kann das Risiko modifizieren, indem man das identifiziert und dann Maßnahmen einleitet, die diese stille Entzündung lindern oder vielleicht sogar beseitigen und kann damit die Prognose der Patienten tatsächlich verbessern.
00:19:50: Das heißt, es sind ganz eindeutige, signifikante Effekte in hochwertigen klinischen Studien nachgewiesen.
00:20:01: kann man gar nicht mehr wegdiskutieren, dass da eventuell kein Zusammenhang und kein Benefit daran bestehen will.
00:20:09: Ja.
00:20:10: Wie ist denn der Zusammenhang mit stillen Entzündungen bei Diabetes und auch Alzheimer?
00:20:14: Wir hatten über Alzheimer schon mal im Schlaf gesprochen.
00:20:17: Aber da muss ja auch ein Zusammenhang dann da sein.
00:20:20: Genau.
00:20:20: Also beim Diabetes ist es zum Beispiel so, im Endeffekt eine entzündliche Reaktion ... beeinflusst die Empfänglichkeit der Zellen für Insulin.
00:20:33: Also wir brauchen Insulin, um Zucker, dass wir über die Nahrung aufgenommen haben, dann tatsächlich auch in die Zellen zu bringen, wo es verarbeitet werden kann.
00:20:44: Und gerade eben beim Typ II Diabetes haben wir eigentlich das Problem, dass die Zellen immer weniger empfänglich für Insulin werden, also das heißt immer mehr Insulin eigentlich nötig wird, um die Glucose in die Zielzellen zu bringen.
00:21:03: Und dann werden aber auch andere Stoffwechselwege aktiviert, die durch das Insulin vermittelt werden, wie eben zum Beispiel Abspeicherung im Fettgewebe als Energiespeicher zum Beispiel.
00:21:19: Und So entsteht dann über viele, viele Jahre eben langsam über diesen Mechanismus der Insulinresistenz der Diabetes.
00:21:31: Und die Entzündung weiß man, fördert ganz gezielt diese Insulinresistenz.
00:21:38: Und bei Alzheimer haben wir ja auch schon mal angesprochen.
00:21:42: Bei einer chronischen Entzündung im Körper ist ... der ganze Körper betroffen.
00:21:47: Es ist ja nicht so, dass das nur an einer Stelle ist.
00:21:50: Und viele Stoffwechselwege werden durch eine latente Stilleentzündung auch ein bisschen modifiziert.
00:22:00: Und es entstehen dann tatsächlich im Tryptophan-Stoffwechsel ganz, ganz viele wichtige Stoffe, aber eben auch normalerweise ein paar wenige Stoffe, die auch nicht so gut sind, auch ein bisschen das zentrale Nervensystem belasten und durch Verschiebungen, durch die Silent Inflammation können hier von aber wesentlich mehr Stoffe entstehen, sodass richtig eine neurotoxische Belastung des zentralen Nervensystems besteht, die dann eben auch chronisch niedrigschwellig vorhanden ist.
00:22:33: Dann kommt zum Beispiel noch der Schlaf hinzu, der adäquat sein muss und ja auch durch eine Silent Inflammation gestört sein kann für eine Entgiftungsfunktion.
00:22:43: Und dann kommen eigentlich immer viele Bausteine, die zueinander führen und dann das Risiko für die Entstehung solcher Erkrankungen erhöhen können.
00:22:51: Ja, krass.
00:22:52: Also wie das zusammenhängt auch.
00:22:54: Und man denkt ja Alzheimer und Diabetes sehr gut, kann man nichts gegen tun, aber es sind doch die kleinen Bausteine, die das alle schon mal Jahre im Voraus bewirken.
00:23:03: Und ich glaube auch besonders bei Diabetes, glaube ich, die Forschung auch schon ein bisschen weiter, da weiß man auch, wenn man jetzt einen Prediabetes hat, passiert in verschiedenen Phasen, dann kann man das auch noch ganz gut abwenden durch die Sachen, die wir gleich besprechen, durch die Reduktion von Silent Inflammation und Lifestyle Change, sodass man am Diabetes, ich sag mal, so vorbeifährt.
00:23:23: Und man darf nicht vergessen, der Diabetes ist, man denkt, ja, mit Insulin, ach, dann ist das alles okay und eingestellt und so was.
00:23:29: Aber ganz so ist es ja auch nicht.
00:23:32: Ein echter Diabetes macht unfassbar viel Schaden im Körper.
00:23:36: Und man sieht dann immer nur die Extremfälle, die dann vielleicht dann das Bein verlieren oder den Fuß verlieren.
00:23:42: Das ist extrem, aber macht unfassbar viel Schaden, wie die Serial Inflammation ja auch über den langen Zeitraum.
00:23:48: Genau, genau,
00:23:49: ja.
00:23:49: Sehr, sehr spannend.
00:23:50: Aber kommen wir zu den positiven Sachen.
00:23:53: gibt es Studien, die zur Wirksamkeit von Omega-III-Fettsäuren, weil Omega-III ist ja auch mittlerweile ein sehr bekanntes Supplement, aber die bei der Behandlung von stillen Entzündungen halt helfen können.
00:24:03: Genau, also letztendlich bei den Omega-III-Fettsäuren haben wir ein ganz spezielles Phänomen, es kommt eigentlich gar nicht so sehr auf die... absolute Konzentration der Omega-III-Fettsäuren, die ja als anti-entzündliche Fettsäuren gelten im menschlichen Körper an.
00:24:21: Es kommt mehr auf das Verhältnis von Omega-VI zu Omega-III-Fettsäuren an.
00:24:27: Beides brauchen wir auch im Körper, aber Omega-VI-Fettsäuren sind auch proentzündlich.
00:24:34: Und der Gegenspieler, was jetzt hier die Entzündung anbelangt, das sind eben die Omega-III-Fettsäuren.
00:24:41: Und dieses Verhältnis zueinander scheint da der wesentliche Maßstab zu sein.
00:24:46: Und man weiß, Omega-III-Fettsäuren sind zum Beispiel in allem enthalten, was aus dem Meer kommt.
00:24:53: Ja.
00:24:54: Und jetzt Bevölkerungsgruppen, die am Meer zum Beispiel leben und dann naturgemäß natürlich auch mehr Nährstoffe aus diesem Lebensraum beziehen.
00:25:05: Die haben natürlich in höheren Omega-III-Fettsäure gehalten.
00:25:09: Damit ist auch dieses Verhältnis, bei denen Omega-VI zu Omega-III-Fettsäure eben etwas anders.
00:25:15: Und da sind zum Beispiel dann rheumatische Erkrankungen auch seltener.
00:25:20: Also das heißt, man kann da schon direkt einen Zusammenhang herstellen.
00:25:23: Interessant.
00:25:25: Und man weiß, Omega-VI zu Omega-III, ideal wäre so ein Verhältnis von eins zu, oder kleiner vier etwa, kleiner vier.
00:25:36: Aber bei uns, nach unserem Lebensstil, ist das eben oft bei zehn, bei zwanzig oder sogar bei dreißig.
00:25:45: Also wir haben eine absolute Überbetonung der Omega-Sex-Fettsäuren und nehmen relativ wenig Omega-Drei-Fettsäuren zu uns.
00:25:54: Und Omega-Sex-Fettsäuren sind halt ganz viel in tierischen Produkten enthalten.
00:25:59: Fleisch und Wurst waren Milchprodukte, Eier.
00:26:05: Die sind noch in ganz vielen anderen Lebensmitteln mehr enthalten und der Körper braucht es ja auch, aber eben nicht ein totales Übermaß.
00:26:13: und eine Omega-Sexarme Ernährung kann dann Entzündungen reduzieren, auch in Studien eben tatsächlich nachgewiesen.
00:26:25: Und man kann das aber auch über verschiedene Faktoren beeinflussen, indem man eben auch guckt, okay, Omega-III-Versäuerin vielleicht etwas mehr noch zuführen.
00:26:34: Das kann ja natürlich auch über die Ernährung machen oder auch über einen Supplement, also zum Beispiel Algenöl.
00:26:41: Und dann habe ich die Möglichkeit, an diesem Verhältnis Omega-VI zu Omega-III-Versäuerin tatsächlich aktiv zu schrauben.
00:26:49: kann man im Endeffekt auch messen und man kann direkt auch im Studien dann bestimmte Verhältnisse mit anti-entzündlichen Wirkungen dann auch korrelieren und tatsächlich sagen, was ist denn jetzt der ideale Spiegel dieser Arztfettsäuren zueinander?
00:27:09: Das ist spannend, dass hier nämlich zum ersten Mal, dass man natürlich logischerweise Omega-III erhöhen kann, aber natürlich auch die... Die Einnahme, also die Einnahme von Omega-Sax reduzieren kann.
00:27:19: Genau, genau.
00:27:19: Das macht natürlich total Sinn, um das Verhältnis zu verbessern.
00:27:22: Genau, genau.
00:27:22: Sehr,
00:27:23: sehr spannend an der Stelle.
00:27:27: Das finde ich echt gut.
00:27:28: Wenn wir beim Thema Stress noch mal kommen und auch dem Thema Lebenserwartung, da würde ich noch mal drauf haben.
00:27:34: Und das ist Inflamaging, hast du es ja schon genannt.
00:27:36: Genau,
00:27:37: genau.
00:27:37: Das heißt
00:27:37: aber im Prinzip, dass wir, wenn wir unsere stillen Entzündungen reduzieren, genauso wie die in den Blue Zones natürlich durch ... Also, wahrscheinlich ein sehr gutes Omega-III- und Omega-VI-Verhältnis.
00:27:46: Genau.
00:27:46: Also, ich hab am Meer leben.
00:27:48: Soziale Kontakte, das, glaub ich, reduziert auch den Stress.
00:27:50: Ja,
00:27:51: genau.
00:27:51: Wenn's auch nicht vermeiden können, ab und zu mal Stress zu haben.
00:27:53: Aber sagen wir mal so dieses Stress-Thema, das können wir auch noch mal besprechen, wie das dann aussieht.
00:27:58: Und dann natürlich auch das Thema, das insgesamt besseren, also weniger verarbeitete Lebensmittel wahrscheinlich essen, wie sie dann länger leben.
00:28:10: Und weil wir haben ... Mich würde interessieren,
00:28:14: gibt es da
00:28:15: schon Langzeitsstudien zu, die sagen, wenn du weniger Silent Information hast, dass du dann einfach länger lebst.
00:28:21: Du hast ja schon gesagt, zehn Jahre sind es ungefähr.
00:28:23: Und du hast der Studien dazu gelesen wahrscheinlich, die das alles unterstützen.
00:28:27: Was ist
00:28:29: da die
00:28:30: Korrelation?
00:28:30: Ist es wirklich die Blue Zones oder könnten wir das auch hier in einer Großstadt nachstellen?
00:28:35: Also das könnten wir natürlich hier auch in der Großstadt nachstellen.
00:28:39: weil es ja tatsächlich relativ einfache Prinzipien sind.
00:28:44: Und was ich jetzt vielleicht nicht durch meinen natürlichen Lebensraum habe, kann ich natürlich auch erzeugen oder auch mal sagen, ich nehme Omega-III-Fettsäuren in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu mir.
00:28:58: Und es ist natürlich nicht immer dann singulär, auf diese Silent Inflammation zu beziehen, sondern ... Da spielen natürlich ganz viele Faktoren eine wichtige Rolle.
00:29:09: Es gibt ja auch dieses neue Feld oder relativ neue Feld der sogenannten Psychoneuroimmunologie.
00:29:19: Weil du vorhin chronischen Stress zum Beispiel angesprochen hast.
00:29:24: Und dieses Feld der Psychoneuroimmunologie zeigt eben, dass die Psyche ... das Nervensystem und auch das Immunsystem eigentlich untrennbar miteinander verbunden sind.
00:29:38: Also chronischer psychischer Stress äußert sich eben in einem gestörten Immunsystem, erhöhte Infektanfälligkeit auf der einen Seite, aber eben dann eher so eine latente Hyperreagibilität im Sinne einer Latenten, Silent, Inflammation.
00:29:58: Und dann kann man natürlich überall diese Ebenen dann auch ganz signifikant Einfluss nehmen.
00:30:05: Und das sollten wir natürlich auch dann nutzen.
00:30:09: Ja genau, da kommen wir jetzt zu.
00:30:11: Wie können wir, ich glaube das ist das spannendste jetzt, wissen wir.
00:30:15: Oh mein Gott, das wissen wir.
00:30:16: Wie können wir es selber erkennen?
00:30:17: Wie können wir es messen?
00:30:19: Wir brauchen immer erst die Unterstützung.
00:30:21: Das ist wichtig, mit einem Profi zu sprechen, der die Anamese richtig macht und erkennt, was das Problem ist.
00:30:27: Weil wir selber, ja, vielleicht haben wir es vielleicht nicht.
00:30:30: Und jetzt natürlich die große Frage.
00:30:32: Wir wissen, wenn wir das machen, können wir wahrscheinlich länger leben, haben weniger Krankheiten, das heißt, wir haben bessere Lebensqualität, können vielleicht Sachen wie ein Diabetes, ein Alzheimer, also Diabetes komplett vermeiden, aber ein Alzheimer vielleicht ganz zweit nach hinten schieben, auch sehr spannend.
00:30:48: Und jetzt ist natürlich die Frage, was tun wir bei stillen Entzündungen?
00:30:53: Das ist jetzt die große Frage.
00:30:55: Und ja, was sind die wichtigsten ersten Schritte, wenn man eine stille Entzündung diagnostiziert bekommt oder man auch die Vermutung hat, was tun wir dann?
00:31:03: Und was ist so das Typische, wo wie du dann vorgehst?
00:31:06: Ja, also das Allerwichtigste und das Entscheidende wäre natürlich erstmal ... zu erheben, wie ist denn eigentlich der Lebensstil?
00:31:15: Also wir haben die klassischen Einflussfaktoren, die wir uns anschauen können.
00:31:19: Das ist natürlich Ernährung, das ist Bewegung.
00:31:24: Das hängt dann natürlich auch immer gleich mit dem Körpergewicht zusammen.
00:31:27: Da hat man ja schon das viszarelle Bauchfett erwähnt.
00:31:30: Da ist natürlich auch der Darm nicht weit weg.
00:31:34: Das heißt, wir müssen auch gucken, dass wir eben kein Likigatt-Syndrom haben, sondern dass wir unsere Darmflora unterstützen und die Darmschleimhaut stärken.
00:31:43: Dann haben wir aber natürlich Faktoren wie Stressbelastung.
00:31:48: Und man kann ja Stress tatsächlich auch was entgegensetzen.
00:31:52: Man kann ja nicht sein Leben jetzt leider komplett einstellen und auf die Insel gehen und nur noch ... Cocktail schlürfen, sondern man kann tatsächlich auch Stressfaktoren aktiv was entgegensetzen, um das wieder auszugleichen.
00:32:07: Der Schlaf ist natürlich ganz wichtig.
00:32:11: Und man kann dann im Detail immer noch sagen, man muss zum Beispiel noch mal ganz gezielt vielleicht unterstützen mit Nahrungsergänzungsmitteln oder einer ganz gezielten medizinischen Maßnahme.
00:32:24: Aber das aller allermeiste sind tatsächlich Gesundheits relevante Lifestyle Modifikationen.
00:32:32: und man muss sich natürlich überlegen ok wo ist denn bei mir ja da ein Missverhältnis.
00:32:40: Also was mache ich vielleicht eh schon sehr gut?
00:32:43: Wo habe ich vielleicht eine außergewöhnliche Belastung?
00:32:46: Und mit welchen einfachen Schritten könnte ich denn vielleicht in einem ersten Schritt was verändern?
00:32:52: Also man muss, und das wäre, glaube ich, dann auch eher deprimierend und nicht zielführend, wenn man sich vornimmt, okay, man muss von heute auf morgen gleich mal alles perfektionieren, sondern man kann wirklich in kleinen Schritten anfangen.
00:33:07: und sich überlegen, wie kann ich zum Beispiel ein bisschen mehr Bewegung in meinen Alltag bringen.
00:33:12: Das können ja auch ganz banale Dinge sein, dass man zum Beispiel sagt, okay, man fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit oder man nimmt nicht mehr den Lift, sondern geht die Treppen hoch.
00:33:24: Das muss nicht gleich sozusagen der Eintritt in den Sportverein sein.
00:33:31: Auch die Ernährung, das muss ja nicht von jetzt auf gleich perfekt sein, sondern man kann ja erst mal sich überlegen, okay, wo habe ich den Verbesserungspotenzial, was sind denn da vielleicht meine Schwachstellen?
00:33:41: und dann mal an einer Stellschraube anfangen zu drehen.
00:33:45: Und man hat ja eigentlich sein ganzes Leben Zeit.
00:33:49: Also man muss es nicht von heute auf morgen bewerkstelligen.
00:33:53: Wenn man dann auch schon merkt, dass kleine Maßnahmen tatsächlich einem Lebensqualität bringen und sich die Vitalität verbessert, dann steigt natürlich auch gleich mal die Motivation und die Lust, jetzt vielleicht auch noch mal den nächsten Schritt zu machen.
00:34:07: Und so kann man sich eben langsam an die Sache herantasten.
00:34:12: Und es sind ... Klar, banale Dinge auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite ist es so einfach, es ist dann doch nicht so was umzusetzen.
00:34:21: Also es macht dann schon Sinn, sich da auch ein bisschen Unterstützung zu holen.
00:34:26: Also da darf man auch nicht sagen, Mensch, das ist mir jetzt peinlich zu fragen vielleicht, wie kann ich mich mehr bewegen.
00:34:34: ist durchaus sinnvoll, auch mal sich mit jemandem zu unterhalten, der sich da sehr gut auskennt, der das schon oft durchgespielt hat und der einem dann vielleicht so ein paar Fallstrecke und Tipps geben kann oder vielleicht ein paar Mythen auch aus der Welt schaffen kann, sodass es dann auch funktioniert und man erst mal einen Anfang gemacht hat.
00:34:54: Das ist, glaube ich, auch ein großer Punkt, wenn man sich das überlegt.
00:34:57: Man probierte zum Beispiel sehr schön, den Stab dem Aufzug die Treppe zu verwenden.
00:35:02: Ist eigentlich der Klassiker.
00:35:03: Aber weil es so unfassbar einfach ist, den Aufzug zu verwenden und wir doch alles, ich sag mal so, der Mensch neigt dazu, den einfachsten Weg zu gehen und eher die Faulheit siegt über das mentale, dass man dann doch wahrscheinlich
00:35:21: diese
00:35:21: Muster verfällt, wo man dann wieder den Aufzug verwendet oder nicht.
00:35:25: raus geht
00:35:25: in Sport.
00:35:26: Oder wieder zu den schlechten Sachen greift.
00:35:28: Ein wichtiger Fakt dabei ist auch Schlaf.
00:35:31: Gut geschlafen hat, ist man deutlich resilienter gegen solche schlechten Entscheidungen.
00:35:35: Aber man fällt dann wieder in alte Muster.
00:35:39: Man merkt gar nicht, dass die kleinen Muster, und ich nehme mich da nicht aus, wollte ich nur sagen, die kleinen Muster dann wieder aufeinander, sich aufbauen, so wie sie positiv sein können, können die alten Muster aber auch negativ sein.
00:35:49: und dann wieder ... Ist immer wieder voll drin, ich sag mal, in der Silent-Inflammation.
00:35:53: Und da ist für mich die Frage auch, also wie ... Ja, wie macht ihr das?
00:36:00: Sagt ihr Lifestyle-Change?
00:36:02: Oder sagt ihr am Anfang vielleicht Lifestyle-Change und Medikamente?
00:36:06: Oder ist es dann ... Oder rein über die Ernährung und Lifestyle-Change, wie ist das ... Ich mein, das ist wahrscheinlich abhängig von der Person, die vor dir sitzt.
00:36:14: Wie drastisch auch die Intervention sein muss.
00:36:17: Aber
00:36:17: wie begleitest du das?
00:36:19: Wie kommst du da?
00:36:20: am besten zu deinem gewünschten und vom Patienten gewünschten Ziel.
00:36:24: Was wir gerne machen, und das ist auch sehr niedrigschwellig, dass wir den Darm unterstützen, die Darmflora aufbauen, indem wir natürlich auch noch mal eine Ernährungsberatung machen.
00:36:36: Wie kann man überhaupt über die Auswahl der richtigen Ernährung die Darmflora und die Schleimhaut unterstützen?
00:36:43: Aber natürlich bietet sich es auch an, mal einen Darmaufbau zu machen mit Probiotika.
00:36:50: Da ist es eigentlich im Wesentlichen aus unserer Sicht entscheidend, dass man ein Präparat mit einer ausreichenden hohen Keimzahl verwendet, damit dann wirklich auch eine signifikante Keimzahl im Darm ankommt bei oraler Einnahme.
00:37:07: und dass man es auch über einen ausreichend langen Zeitraum einnimmt, damit sich das wirklich festsetzen kann.
00:37:13: im Endeffekt, also vielleicht mal über drei Monate her.
00:37:16: Also das heißt ausreichend hohe Dosierung, auch über einen ausreichend langen Zeitraum.
00:37:21: Und dann wäre es aus unserer Sicht jetzt gar nicht so kriegsentscheidend, ob das jetzt eher E-Coli-Bakterien sind oder Laktobazellen.
00:37:30: oder ob man vorher eine ganz detaillierte Stuhlanalyse gemacht hat.
00:37:34: Sondern das könnte man eigentlich auf jeden Fall schon mal machen.
00:37:39: Und man sagt fast, na ja, das tut halt dann mindestens gut und dem anderen tut sehr, sehr gut.
00:37:46: Aber in dem Sinne profitiert eigentlich jeder davon im Endeffekt, wenn man den Daumen mal unterstützt.
00:37:52: Wenn man das Gefühl hat, okay, da ist wirklich eine Silent Inflammation, die jetzt vielleicht schon größere Ausmaße hat und vielleicht tatsächlich auch Symptome macht, kann man natürlich auch mit anti-entzündlichen Phytotherapeutika arbeiten.
00:38:07: Also man weiß zum Beispiel, Kurkormin oder Weihrauch haben einen anti-entzündlichen Effekt, können also ... Ähnlich ja auch den Medikamenten wie zum Beispiel Ibuprofen.
00:38:21: Nur das wird man natürlich nicht geben wollen.
00:38:23: Da kaufen wir uns natürlich wieder Nebenwirkungen ein.
00:38:27: Aber so kann man eben auch auf verträgliche Art und Weise auch Entzündungen medikamentös beeinflussen.
00:38:36: Man kann natürlich immer auch an Antioxidantien denken.
00:38:41: Es ist nicht so, dass Antioxidantien in rauen Mengen per se immer nur gut tun.
00:38:47: Also man weiß tatsächlich, wenn man sich... Antioxidantien in unbegrenzter Höhe langfristig zufügt, dann hat das auch wieder negativen Effekt.
00:39:00: Also man muss das schon alles mit Sinn und Verstand machen.
00:39:03: Aber bei einer chronischen Entzündung habe ich natürlich einen oxidativen Stress und der Körper braucht Antioxidantien, um das auch wieder auszugleichen und abzupuffern.
00:39:13: Und da kann natürlich gerade bei so einer chronischen Entzündung dann auch ein Mangel entstehen und den könnte man dann auch von künftige Art und Weise substituieren.
00:39:24: Ganz wichtig in eigener Sache, wenn Ihnen dieser Podcast gefällt, wenn Sie diese Information nützlich finden, die Sie hier hören, dann teilen Sie doch diesen Podcast auch mit anderen Freunden oder Bekannten.
00:39:35: den dieser Podcast weiterhelfen könnte und lassen sie natürlich gerne ein Like da.
00:39:38: Ein Abo freut uns natürlich auch und eine positive Bewertung ist natürlich für uns eine absolute Wertschätzung.
00:39:44: Deswegen, wenn sie dafür Zeit finden, freuen wir uns da wirklich sehr drüber und das hilft natürlich diesen Podcast massiv weiter, dass wir weiterhin ganz, ganz tollen Inhalt produzieren können und natürlich auch diesen weiter nach draußen bringen können.
00:39:55: Du hast jetzt ja schon ein paar wunderschöne Subliments gesagt.
00:39:59: Was sind denn noch Subliments, die du besonders gerne verwendest und die helfen bei stillen Entzündungen?
00:40:05: Also wir haben natürlich die wunderbare Welt auch der Pflanzenwirkstoffe.
00:40:13: Sekundäre Pflanzenstoffe ist da quasi so ein bisschen das Stichwort.
00:40:17: Das sind eigentlich auch die Stoffe, die die Pflanze im Endeffekt produziert, um sich gegen die Widrigkeiten des Pflanzenlebens eben zu verteidigen.
00:40:28: Also das heißt, hier haben wir viele verschiedene Stoffe.
00:40:33: die nicht nur antioxidativ wirken können, wie zum Beispiel das Resveratrol aus der Weintraube, sondern die auch die Mitochondrien unterstützen können.
00:40:44: Das ist auch ganz wichtig.
00:40:46: Die Mitochondrien, das sind ja quasi unsere Energiekraftwerke in den Zellen und Entzündung und Entzündung im Schach halten, in Giften auch reparieren.
00:41:01: Das kostet auch natürlich Energie und wir müssen dann natürlich auch alles zur Verfügung stellen für unsere Mitochondrien, damit sie auch die Energie liefern können, damit diese Prozesse dann auch wirklich funktionieren.
00:41:14: Also das heißt, man kann sich überlegen, ob man auf dieser Ebene eben unterstützt und arbeitet.
00:41:20: Sehr geläufig ist da zum Beispiel das Q-Enzymen, Q-X oder auch Ubi-Kinol genannt, was da eine wichtige Rolle spielt.
00:41:31: Und die Prozesse im Körper brauchen auch ganz viele Co-Faktoren, Aminosäuren, Vitamine.
00:41:40: Und man könnte da natürlich auch ganz viel im Detail messen, aber man kann natürlich auch einfach mal dafür sorgen, dass die wichtigsten Co-Faktoren Wenn man es jetzt nicht in der Dosis völlig übertreibt, auf vernünftige Art und Weise eben aufgefüllt werden, um einfach auszuschließen, dass da bestimmte Mängel bestehen.
00:42:00: Magnesium ist wichtig.
00:42:02: Fohlsäure, Vitamin B-Zwölf, Vitamin C. Genau, also da gibt es eigentlich eine Riesenpalette.
00:42:10: Man kann jetzt natürlich nicht jedem, Nahrungsengänzungsmittel aufschreiben, das würde auch keinen Sinn machen.
00:42:16: Aber eben so die Basics in vernünftiger Menge könnte man nehmen oder eben tatsächlich auch mal sagen, okay, ich mache eine detaillierte Messung.
00:42:27: Problem ist, dass das jetzt nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.
00:42:33: Aber es ist schon auch so in der Bevölkerung, dass das Bewusstsein sich da ein bisschen verändert.
00:42:38: Zum Beispiel, das eigene Auto kommt einmal pro Jahr zur Inspektion.
00:42:44: Ja, das kostet auch.
00:42:46: oder noch mehr Euro.
00:42:47: Aber da ist es irgendwie ganz vernünftig und wird gar nicht in Frage gestellt, dass man da immer wieder mal gucken muss, ob alles in Ordnung ist.
00:42:56: Und so wächst eigentlich auch immer mehr das Bewusstsein in der Bevölkerung, dass man sagt, na ja, es gibt viele Dinge, die hab ich vielleicht auch selber in der Hand.
00:43:04: Dann ist es vielleicht on top gar nicht so verkehrt, auch mal noch ein bisschen detaillierter mal nachzumessen und mal zur Inspektion zu gehen, sozusagen.
00:43:13: Und dann ... Gönne ich mir das eben.
00:43:16: und wenn man das auch auf vernünftige Art und Weise und nur eine Auswahl an Werten macht und auch nicht alle vier Wochen kontrolliert, was ja gar nicht nötig ist, dann kann man das sicherlich auch finanziell vertretbar eben gut umsetzen.
00:43:32: Ja und da darf man auch nicht vergessen, wenn man selber, also wenn der Körper krank ist, weil er keine Inspektion gemacht hat, macht das Auto auch kein Spaß mehr.
00:43:40: Genau.
00:43:41: Das darf man nicht vergessen.
00:43:42: Grundtheit ist schon einer der wichtigsten Grundpfeiler für Zufriedenheit und auch, ich sag mal, Freude im Leben.
00:43:49: Genau.
00:43:50: Ich mein, deswegen reden wir, du bist ja auch total passioniert bei diesem Thema, weil genau das Recht ist, dass die Menschen ja gesund sind.
00:43:56: Also was, glaube ich, auch ganz, ganz wichtig ist, dass man nochmal auf den chronischen Stress eingeht.
00:44:03: Also im Prinzip ist ja ein akuter Stress, war ja schon immer ganz, ganz wichtig auch, um eben in akuten Notsituationen zu funktionieren.
00:44:13: Stichwort vielleicht Urzeitmensch, der dem Sebelzahn Tiger gegenübersteht.
00:44:20: Der musste natürlich in dem Sinne körperliche Höchstleistungen erbringen.
00:44:24: Da war erst mal alles andere.
00:44:26: Zum Beispiel das Immunsystem in dieser Sekunde völlig uninteressant.
00:44:30: Oder die Verdauung zum Beispiel.
00:44:33: Wir haben jetzt heutzutage eben die Situation, dass wir eigentlich eher so einem latenten Dauerstress ausgesetzt sind.
00:44:41: Also es ist nicht der eine Sebelzahntiger, der um die Ecke kommt, sondern wir sind permanent erreichbar.
00:44:47: Wir haben unsere Termine, wir kriegen Informationen aus der ganzen Welt und das sind dann meistens auch noch negative Informationen.
00:44:53: Ja,
00:44:53: genau.
00:44:55: Und was aber fehlt, ist, dass wir uns jetzt aus... agieren können.
00:45:00: Also der Körper hat immer so das Gefühl, Mensch, ich muss was bereithalten, denn es schlummert Gefahr und jetzt muss ich aktiv werden, aber das passiert nicht.
00:45:13: Und deswegen sind wir in so einer ständigen Erwartungsspannung quasi, was auch natürlich dazu führt, dass zum Beispiel chronische Verdauungsbeschwerden zunehmen, weil halt in einer Stresssituation akut die Verdauung eigentlich auch nicht wichtig ist.
00:45:31: Und in so einer latenten Stresssituation kommt es zu kurz.
00:45:34: Und auch das Immunsystem wird in einer akuten Stresssituation erst mal unwichtig.
00:45:40: Und chronischer Stress führt dann auch zu Funktionenstörungen des Immunsystems mit zum Beispiel erhöhter Infektanfälligkeit.
00:45:49: Um Infekte kann man sich wieder kümmern, wenn man dem Sebelzahntiger entkommen ist.
00:45:54: Aber wir entkommen ja unserem Stress nicht und haben dann auch eine Neigung chronische Dysfunktionen des Immunsystems zu entwickeln.
00:46:03: Und im Endeffekt ist es so, jetzt kann man sich natürlich überlegen, gut Stress.
00:46:10: Das Erste wäre natürlich, sich zu überlegen, kann ich den Stressorin vielleicht reduzieren oder ausschalten.
00:46:17: Klar, das lohnt sich immer, darüber nachzudenken, aber meistens geht das ja nicht.
00:46:22: Also wer hat schon die Möglichkeit jetzt zu sagen, na gut, dann reduziere ich auf Halbtags.
00:46:27: Genau.
00:46:29: Aber was eben ganz wichtig ist, ist die Information, dass man tatsächlich aktiv diesen Veränderungen durch chronischen Stress das entgegensetzen kann.
00:46:41: dass da wirklich ein Unterschied ist zwischen der reinen Ablenkung.
00:46:45: Man hat ja manchmal das Gefühl, abends war ich gestresst, jetzt gucke ich ein bisschen Fernsehe und das ist dann quasi eine Art Entspannung.
00:46:53: Nee, das ist eigentlich nur Ablenkung und das hat längst nicht den Effekt.
00:46:59: den ich erreiche, zum Beispiel durch ein etabliertes Entspannungsverfahren, was ich dann auch adäquat umsetze.
00:47:07: Da kann ich wirklich messen und auch in klinischen Studien nachweisen, wie diese Stressfaktoren und Stresshormone durch aktive Entspannungsübungen dann auch tatsächlich wieder in die richtige Richtung bewegt werden können.
00:47:23: Also auch da habe ich die Möglichkeit zu sagen, ich setze was dagegen.
00:47:30: auch wenn ich jetzt vielleicht nicht mein Leben komplett auf den Kopf stellen kann.
00:47:33: Ja.
00:47:35: Was sind so deine besten Tipps gegen Stress oder für eine Verbesserung von der Stresssituation?
00:47:42: Weil du hast ja sicherlich auch viele Patienten, die dann einfach da Unterstützung brauchen.
00:47:47: Ich sag mal so, was kann man heute tun?
00:47:49: Was kann man vielleicht mittelfristig tun?
00:47:51: Und wo sollte man sich langfristig hinweckeln, um Stress zu reduzieren?
00:47:54: Weil ... Wenn wir die ganze Zeit diese Angst sind, auch wenn wir es gar nicht merken, wie Silent Inflammation, und ich nenn's mal Silent Fear, oder die stille Angst, dann verdauen wir schlecht, haben Verdauungsprobleme, und es werden wahrscheinlich einige Patienten auch da draußen kennen, die einfach keinen regelmäßigen Stuhlgang haben.
00:48:13: Wie kommen wir da raus, das wär spannend.
00:48:15: Genau, also da gibt's tatsächlich, das könnt ihr wahrscheinlich auch noch mal eine ganze Podcast-Serie ...
00:48:20: Machen wir
00:48:21: ja.
00:48:21: Eine ganze Serie allein könnte das wahrscheinlich füllen.
00:48:25: Also zum einen ist es tatsächlich so, man kann nicht alle Patienten dann über einen Kamm scheren.
00:48:32: Es gibt ja glücklicherweise da ganz verschiedene Ansätze an diese Sache heranzugehen und jeder Patient muss für sich auch so ein bisschen herausfinden, was ist denn so der richtige Ansatz für mich.
00:48:44: Das kann sein, dass jemand mal wegen mit autogenem Training zum Beispiel überhaupt nicht zurechtkommt und gar nicht der Typ dafür ist, der muss dann nicht sagen, Mist, Entspannungsübungen sind halt einfach nichts für mich, sondern dann war halt das autogene Training nicht die richtige Entspannungsübung.
00:49:02: Und wenn man jetzt mal das Gefühl hat, okay, ich habe was gefunden, was mir vielleicht helfen könnte, dann braucht es auch ein bisschen ... Übung, bis das überhaupt wirken kann.
00:49:13: Also auch dann die ersten paar Male hat man da nicht gleich einen superentspannenden Effekt.
00:49:18: Da muss man dann so ein bisschen durch, weil man auch den Körper eben daran gewöhnen muss, konditionieren muss und das richtig erlernen muss.
00:49:27: Und jetzt gibt es eben verschiedene Ebenen.
00:49:29: Man kann zum Beispiel sagen, man geht primär über die mentale, über die psychische Ebene an die Entspannung heran.
00:49:37: Also das heißt, ich versuche mich mental zu entspannen, zum Beispiel über eine Gedankenreise zum Beispiel.
00:49:46: Oder indem ich zum Beispiel einfach nur beobachte, gar nicht versuche zu beeinflussen, wie ich atme.
00:49:54: Ein- und Ausatmen einfach beobachten.
00:49:56: Das ist immer ein bisschen unterschiedlich tief, unterschiedlich lang.
00:50:00: Was bewegt sich da im Körper?
00:50:02: Und so kann ich erst mal versuchen, meinen Geist zu beruhigen.
00:50:07: Und über diese geistige Ebene kann ich dann eben den Körper beruhigen.
00:50:11: Andere haben vielleicht Genau andersrum.
00:50:15: Ihre Präferenz, dass sie sagen, okay, ich versuche den Körper zu beruhigen.
00:50:19: Und wenn der Körper zur Ruhe kommt, dann kommt mein Geist auch zur Ruhe.
00:50:24: In dem ich eben sage, okay, ich mache eine progressive Muskel-Relaxation nach Jakobsen oder ich mache ... irgendwie noch mal einen Spaziergang abends um den Block zum Beispiel.
00:50:37: Oder wenn man beim Atem wäre, könnte man auch sagen, okay, ich beobachte jetzt nicht mal den Atem.
00:50:44: Das wäre ja die Entspannung von der geistigen Ebene, sondern ich sage, ich versuche jetzt ganz bewusst, ganz regelmäßig zu atmen.
00:50:52: Also, dass ich zum Beispiel sage, ich zähle immer von eins bis vier und atme ein und dann zähle ich von vier bis eins rückwärts und atme aus.
00:51:01: Und dann rhythmisiere ich sozusagen ganz bewusst die körperliche Funktion der Atmung und kann darüber dann wieder sekundär eben den Geist tatsächlich zur Ruhe bringen und positiv beeinflussen.
00:51:16: Oder vegetatives Nervensystem spielt ja immer eine ganz, ganz wichtige Rolle.
00:51:20: Sympathikus, Parasympathikus.
00:51:22: Ich kann natürlich auch die ... Reaktion des vegetativen Nervensystems auf äußere Reize wie eben Stressoren kann ich beeinflussen und trainieren.
00:51:33: Zum Beispiel über kneibische Güsse.
00:51:37: Das heißt, ich trainiere die Reaktion des Immunsystems.
00:51:41: Ich kann dann auch überschießende Reaktionen auf eben stressige Belastungssituationen dann damit auch abpuffern durch ein regelmäßiges Training im Endeffekt.
00:51:54: Und grundsätzlich wird natürlich ein bisschen empfohlen.
00:51:58: Vielleicht auch wirklich so eine Art ... Man nennt es dann kognitive Umstrukturierung in eigener Regie quasi.
00:52:06: Sich vielleicht auch zu versuchen, okay, sich mental auf so eine Ebene zu bewegen, der gelassenen Achtsamkeit.
00:52:14: Also auf der einen Seite wirklich ... bewusst zu versuchen, im Hier und Jetzt zu leben, indem man vielleicht wirklich auch sagt, okay, ich konzentriere mich auch so ein bisschen auf das, was gerade stattfindet, auf die Sinneseindrücke, auf das Gespräch zum Beispiel und versuch ganz bewusst eben nicht schon im Kopf, beim nächsten Termin zu sein oder mir zu überlegen, wie es gerade in der Ukraine weitergeht mit dem Krieg.
00:52:40: Also das heißt tatsächlich mehr im Hier und Jetzt zu sein und sich zu versuchen, auch ... anzutrainieren.
00:52:48: und das muss man sich halt antrainieren.
00:52:49: Das kommt ja nicht von selber leider, dass man eben auch sagt, okay, ich habe manche Dinge in der eigenen Hand.
00:52:57: Das versuche ich dann natürlich auch positiv zu beeinflussen, aber es gibt Dinge, die habe ich auch nicht in der Hand und es lohnt sich nicht, sich dann darüber aufzuregen.
00:53:08: Das nennt man quasi dann gelassene Achtsamkeit.
00:53:12: Und so gibt es eigentlich auf diesem Gebiet.
00:53:16: Da gibt's ja noch Tausende von weiteren Sachen.
00:53:18: Da ist für jeden was dabei und das ganze Thema ist eigentlich so unglaublich spannend.
00:53:23: Eben Stichwort wieder Psychoneuro-Imonologie.
00:53:27: Und ist einfach ein Thema, was uns in der industrialisierten Welt unglaublich eben beschäftigt und belastet.
00:53:34: Und da ist so viel Potenzial und so viele Möglichkeiten, also chronischen Stress, sich auch anzugucken und daran zu arbeiten, ist auf jeden Fall ein Riesending im Endeffekt.
00:53:45: Ja, Wahnsinn.
00:53:46: Ich glaube, allein zum Thema Stressreduktion sollten wir noch einen komplett kompletten
00:53:50: Podcast.
00:53:51: Unfassbar für Wissen da.
00:53:54: Wahnsinn.
00:53:54: Und tatsächlich haben wir heute auch wirklich nochmal sehr spannende Themen gesehen, wie wichtig Schlaf ist, auch wie wichtig es ist, dass wir uns der Diagnose annehmen, aber nicht nur der Blutdiagnose, sondern auch wirklich unser Lebensdiagnose.
00:54:09: Und wir werden im nächsten Teil, deswegen ist das jetzt der zweite Teil, den wir hier gerade abschließen, im nächsten, da kommen wir nämlich genauer spezifisch auf die Ernährungsweise und ob es eine bestimmte Ernährung gibt,
00:54:19: die
00:54:20: uns perfekt quasi hilft dabei, unseren Lifestyle zu verändern.
00:54:24: Deswegen, wenn Ihnen bis jetzt dieser Podcast gefallen hat, wo wir sagen, Schulmedizin trifft Naturheilkunde, dann abonnieren Sie den gern, lassen einen Like da und schreiben Sie auch super gerne eine Bewertung, wir freuen uns natürlich darüber.
00:54:36: Und ich kann nur sagen, wir freuen uns darauf, dann im nächsten Podcast direkt da weiterzumachen, wo wir jetzt aufhören.
00:54:44: Und da kann ich nur sagen, viel Spaß und wir hören uns ganz, ganz bald.
00:54:49: Wiedersehen.
00:54:50: Ganz wichtig, wir machen hier einen Informations-Podcast und keine direkte ärztliche Beratung.
00:54:56: Das heißt, alle Empfehlungen, die Sie hier in dem Podcast hören, alle Anweisungen, die Sie im Podcast hören, sind immer für Ihre individuelle Situation vorher mit Ihrem Arzt oder Therapeuten abzuklären.
00:55:06: Da wir Ihre individuelle Situation nicht kennen, können wir nur allgemeine Empfehlungen geben, die wir natürlich aus dem fachlichen und wissenschaftlichen Kontext kennen, aber diese könnten für Ihre individuelle Situation vielleicht nicht die Richtige sein.
00:55:17: Deswegen ist es wichtig, diese immer noch mal mit ihrem Arzt und Therapeuten abzuklären.
00:55:21: Das war's mit dieser Folge von Schulmedizin trifft Naturheilkunde.
00:55:26: Werden Sie zum Partner Ihrer Gesundheit.
00:55:29: Bis zur nächsten Folge.
00:55:31: Bleiben Sie gesund.
Neuer Kommentar