Phytotherapie: Bei welchen Beschwerden Pflanzen wirklich sinnvoll sind | Teil 2

Shownotes

Viele greifen zu pflanzlichen Mitteln und wissen trotzdem nicht, was wirklich hilft.

Johanniskraut, Baldrian, Ginkgo, Teufelskralle.

Man hört davon überall: in der Apotheke, im Internet, im Freundeskreis. Doch was davon ist sinnvoll? Und wo kann es problematisch werden?

Es geht um pflanzliche Arzneimittel im Alltag. Was sie leisten können. Wo sie helfen. Und wo ihre Grenzen liegen.

Gemeinsam mit Chefarzt Robert Schmidt sprechen wir darüber, bei welchen Beschwerden pflanzliche Mittel unterstützen können, worauf es bei Auswahl und Dosierung ankommt und warum „pflanzlich“ nicht automatisch harmlos bedeutet.

Worum geht’s in dieser Folge?

  • Welche pflanzlichen Arzneimittel gut untersucht sind
  • Johanniskraut, Teufelskralle, Weidenrinde – wann sie eingesetzt werden
  • Pflanzliche Optionen bei Schmerzen und Entzündungen
  • Schlafprobleme, Unruhe und innere Anspannung
  • Unterschied zwischen Arzneimitteln und Nahrungsergänzung
  • Warum Dosierung und Qualität entscheidend sind
  • Wann pflanzliche Mittel unterstützen und wann andere Wege nötig sind

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Disclaimer (medizinischer Hinweis): Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Treffen Sie keine gesundheitlichen Entscheidungen allein auf Grundlage dieser Aussagen. Wenn Sie Beschwerden haben oder eine Behandlung in Erwägung ziehen, besprechen Sie dies immer persönlich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer anderen qualifizierten medizinischen Fachperson.

Transkript anzeigen

00:00:00: Heute in unserem spannenden Teil, wo es um Phytotherapie geht, sprechen wir wirklich über die einzelnen Präparate, die helfen.

00:00:06: Wir sprechen sehr konkret darüber, welches Präparat, in welcher Lebenssituation, in welcher Indikation auch helfen kann.

00:00:13: Das heißt, wenn wir bestimmte Probleme haben, da können wirklich diese Phytotherapeutischen, diese Pflanzenheimmittel tatsächlich helfen.

00:00:19: Und da sprechen wir sehr im Detail drüber.

00:00:20: Da freue ich mich sehr darauf.

00:00:22: und das Schöne dabei ist.

00:00:23: Es gibt Lösungen, die ebenwürdig sind zu ihren klassischen Medikamenten, Partnern und die sehr ähnliche Wirkung haben mit anderen Nebenwirkungen, teilweise besseren Nebenwirkungen, teilweise besser verträglich.

00:00:35: Wir sprechen da vor allem darüber, wenn man sich ein bisschen mit Ibuprofen auskennt, dann weiß man, dass Ibuprofen doch den Magen auch angreifen kann.

00:00:42: Und hier gibt es tatsächlich auch pflanzliche Heilmittel, die dann deutlich besser funktionieren oder sagen wir mal von der Wirkung her.

00:00:50: ähnlich funktionieren, aber von der Magenwirkung deutlich verträglicher sind.

00:00:54: Und da freue ich mich heute sehr drauf.

00:00:55: In unserem neuesten Podcast, Podcast Teil zwei zum Thema Phytotherapie bei Schulmedizin trifft Naturheilkunde.

00:01:02: Und das ganze bespreche ich mit Chefarzt Robert Schmidt.

00:01:05: Da freue ich mich drauf.

00:01:07: Was wäre, wenn die beste Medizin nicht entweder Natur oder Wissenschaft wäre, sondern beides?

00:01:13: Willkommen bei Schulmedizin

00:01:15: trifft

00:01:16: Naturheilkunde.

00:01:17: Hier bauen wir Brücken.

00:01:19: Zwischentradition und Innovation.

00:01:22: Zwischen Labor und Leben.

00:01:23: Für ihre Gesundheit.

00:01:26: Viel Spaß bei dieser Folge.

00:01:29: Das Thema Pflanzenheilstoffe ist ein superspannendes.

00:01:31: Deswegen reden wir heute in dem zweiten Teil auch weiterhin über die Phytotherapie, wo wir erfahren, wie wir Pflanzenheilmittel einsetzen können in Kombination oder auch statt.

00:01:43: normalen Medikamenten, um uns zu einer besseren, ja, um eine Heilung zu führen oder zumindest zu einer Linderung der Symptome.

00:01:50: Deswegen freue ich mich jetzt im Teil zwei zu sein und wenn Sie Teil eins noch nicht gesehen haben zum Thema Phytotherapie, dann schauen Sie sich diesen unbedingt an auf unserem YouTube-Kanal und ansonsten legen wir jetzt los mit Chefarzt Robert Schmidt und sprechen weiter drüber Phytotherapie und was das Ganze bringen kann.

00:02:04: Deswegen herzlich willkommen.

00:02:06: Das Thema war nämlich Wir haben ja letztes Mal gesagt, was ist überhaupt Phytotherapie?

00:02:11: Wie cool kann man das Ganze nutzen?

00:02:13: Und das Schöne war auch deine Einordnung, die du gesagt hast, dass es nicht entweder oder ist.

00:02:18: Es ist nicht Phytotherapie, also Pflanzenheilstoffe, Pflanzenheilmittel oder Medizin, also klassische Medikamente, sondern es ist eher abzuschätzen, was braucht man wirklich?

00:02:29: Und da hat man eine bessere Dosierungsmöglichkeit und nutzt das, was du in deinen Erfahrungen ja auch extrem gesammelt hast, nutzt das, was ... dem Patienten am meisten hilft in dem

00:02:37: Moment.

00:02:38: Und ja, jetzt kommen wir genau dazu.

00:02:41: Was wirkt wirklich?

00:02:42: Und da ist die Frage, welche Phytotherapeutiker haben die stärkste wissenschaftliche Evidenz, dass sie wirklich wirken?

00:02:50: Und nenn doch uns mal ein paar Beispiele dafür.

00:02:53: Also es gibt natürlich die absoluten Klassiker, bei denen die Wirksamkeit in vielen, vielen Studien ganz eindeutig belegt ist.

00:03:03: Und ... Nicht nur das es wirkt, sondern auch zum Beispiel im Vergleich zu dem einen oder anderen schulmedizinischen Medikament.

00:03:12: Und ein Klassiker wäre zum Beispiel das Johanneskraut, was man eben bei leichten oder milden Depressionen, depressiven Verstimmungen einsetzen kann.

00:03:25: Und was sich in Studien ... bei diesen Indikationen als genauso effektiv erwiesen hat, wie eben die klassischen schulmedizinischen Antidepressiva, die dabei zum Einsatz kämen.

00:03:38: Ja.

00:03:39: Vorteil bei Johannes Kraut wäre schon, dass das Nebenwirkungsprofil etwas Moderater ausgeprägt ist.

00:03:48: Es ist jetzt nicht frei von Nebenwirkungen.

00:03:52: Es ist auch nicht frei von potenziellen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, aber das gilt ja immer, das ist ja immer zu berücksichtigen, auch wenn ich ein schulmedizinisches Präparat ansetze.

00:04:04: Und mit dem Johannes Kraut habe ich hier auf jeden Fall nochmal eine phytotherapeutische Alternative zu den klassischen schulmedizinischen Arzneien.

00:04:15: was in seiner Wirksamkeit nicht unterlegen ist.

00:04:19: Ja.

00:04:19: Und du würdest es rein theoretisch, würdest du es dann so machen, dass wenn es eine leichte Depression da ist und du würdest sehen, okay, da sind die klassischen Pharma-Medikamente noch nicht, also noch nicht notwendig, dann würdest du zum Beispiel auch das Johannes Kraut zurückgreifen, oder?

00:04:36: Man würde natürlich den Patienten beraten und aufklären.

00:04:41: Zunächst müsste die Diagnose gestellt werden.

00:04:45: Dann könnte man ganz offen mit dem Patienten sprechen und erklären, es gibt schulmedizinische Präparate, die hier zur Verfügung stehen.

00:04:56: Aber es gibt auch ein etabliertes phytotherapeutisches Präparat.

00:05:02: Und dann könnte man gemeinsam auch mit dem Patienten eine Entscheidung treffen, für was man sich zunächst entscheiden möchte.

00:05:10: Und hier ist es tatsächlich so, Wirksamkeit und Effektivität sind ja eins zu eins nachgewiesen.

00:05:17: Also im Prinzip ist bei dieser Indikation gar kein großer Unterschied, ob ich ein in Studien etabliertes schulmedizinisches Präparat einnehme oder eben ein Johanneskrautpräparat.

00:05:31: Denn im Prinzip ist beides gleichwertig möglich.

00:05:36: Und ich kann dann gucken, welche Präferenzen hat vielleicht der Patient selber.

00:05:42: Womit fühlt es sich wohler?

00:05:44: Ich kann natürlich schon mal im Vorfeld gucken.

00:05:46: Nebenwirkungsprofil.

00:05:48: Was hat denn der Patient sonst für Erkrankungen?

00:05:51: Was würde er den mutmaßlich vielleicht besser vertragen?

00:05:54: Oder was nimmt er noch für andere Medikamente?

00:05:56: Gibt es da potenzielle Wechselwirkungen?

00:05:59: Und dann kann man sich gemeinsam an das beste Präparat herantasten.

00:06:04: Und es kann durchaus sein, dass man vielleicht erst mal mit einem schulmedizinischen Präparat anfängt.

00:06:10: Und dann der Patient aber merkt, da hab ich aber schon deutliche Nebenwirkungen, die jetzt auch nicht nach ein paar Tagen wie so oft sich verflüchtigen.

00:06:20: Und dann könnte man auch immer noch switchen und sagen, okay, und jetzt versuchen wir's mal mit dem Johanneskrautpräparat.

00:06:28: Aber viele ... haben halt einfach auch das natürliche Bedürfnis zu sagen, Mensch, was natürliches, was pflanzliches, das hört sich irgendwie sympathischer an.

00:06:40: Und dann kann man natürlich auch gleich noch diese natürliche Vorliebe hier mit einem wissenschaftsbasierten Medikament kombinieren.

00:06:50: Und das ist ja eigentlich dann eine Optimal-Lösung.

00:06:53: Absolut.

00:06:53: Also es scheint auch eine Optimal-Lösung zu sein, besonders wenn es halt ... gut funktioniert.

00:06:58: Und ich finde, das Tolle ist ja eigentlich auch, ich glaube, da muss man auch dankbar sein dafür, dass es nicht immer nur ein Präparat gibt, was funktioniert oder was es gibt.

00:07:04: Genau.

00:07:05: Und dass es teilweise mehrere gibt, weil jeder reagiert ja unterschiedlich auf die Präparate.

00:07:08: Ja.

00:07:08: Und jetzt beim Johanneskraut, das finde ich eine ganz spannende Sache, die ich jetzt auch neu gelernt habe für mich, ist, dass die auch die, sag ich mal, phytotherapeutischen Präparate, die ja Wirkungen haben, aber auch Nebenwirkungen haben.

00:07:23: Und ich glaube, das ist das ganz Wichtige, was man verstehen muss, dass die dass ein Medikament, was von einem Pharma-Konzern hergestellt wird, hat Vorteile und hat auch Nachteile.

00:07:32: Und sagen wir mal, Nachteile hat Nebenwirkungen.

00:07:35: Die müssen gar nicht schlimm sein, aber es hat halt Nebenwirkungen.

00:07:38: Genauso hat aber ein natürliches Produkt auch Nebenwirkungen.

00:07:41: Und hat auch Einfluss darauf.

00:07:42: Weil je stärker es ist, desto stärker sind natürlich auch die Nebenwirkungen.

00:07:45: Und das ist das Interessante, dass eigentlich die Natur unseres Johanneskraut gegeben hat, was aber auch so Nebenwirkungen hat.

00:07:51: Und

00:07:52: das war mir vorher gar nicht so bewusst.

00:07:53: Ich bin immer davon ausgegangen, Ein natürliches Heilmittel hat fast keine Nebenwirkung oder weniger Nebenwirkung.

00:08:02: Aber hat natürlich dann meistens auch...

00:08:04: Genau, genau.

00:08:05: Also man darf nicht eben den Fehler machen zu glauben, naja, mit Phytotherapeutiker kann man im Prinzip nur Gutes anrichten in Anführungszeichen.

00:08:16: Und dann ist es ja auch rezeptfrei erhältlich in der Apotheke.

00:08:20: Da hat man so das Gefühl, naja... Ich weiß jetzt vielleicht nicht genau, was ich hab, aber dann besorge ich mir mal was Phytotherapeutisches.

00:08:27: Schaden kann's ja nicht.

00:08:28: Und mach praktisch eine Eigenmedikation, vielleicht sogar hochdosiert, damit's besser wirkt.

00:08:35: Aber damit könnte man dann schon auch Fehler begehen.

00:08:39: Also das heißt, bei den Phytotherapeutiker, gerade die, die eben Arzneimittelstatus haben, dann auch in der Apotheke verkauft werden, da weiß ich in der Regel ... was es warum wirkt.

00:08:53: Und alles, was wirkt, hat halt auch das Potenzial zu Wechselwirkungen und Nebenwirkungen.

00:08:59: Und muss eigentlich genauso fachmännisch beurteilt werden wie auch ein schulmedizinisches Präparat.

00:09:07: Und ich habe in der Apotheke natürlich viele Rezeptfreie Arzneimittel.

00:09:14: Zum Beispiel Paracetamol, so als klassisches Schmerzmittel.

00:09:19: Aber wenn ich mir Rezept frei eine oder zwei Packungen Paracetamol kaufe und die quasi auf einmal nehme oder hoffnungslos überdosiere, dann kann ich mir schwersten Schaden zufügen.

00:09:33: Also das heißt nicht nur, weil es Rezept frei ist, es ist damit quasi unbedenklich, sondern fast immer macht es absolut Sinn, gerade eine langfristige Begleitung medizinischer Art, wirklich fachmännisch abzusprechen.

00:09:50: Und die schulmedizinischen Präparate, da gibt's viel, was mal für den akuten Notfall ist.

00:09:55: Bei Phytotherapeutika haben wir natürlich die Stärke vor allem auch in der langfristigen Behandlung vielleicht chronischer Erkrankungen.

00:10:03: Und da macht's immer Sinn, dass man zumindest ... regelmäßig dann auch den Fachmann mit einbezieht und alles auf Sinnhaftigkeit und Wechselwirkungen auch ein bisschen und nochmal abklärt.

00:10:19: Jetzt haben wir gerade über Paracetamol gesprochen.

00:10:22: Gibt es denn ein gutes pflanzliches Mittel, was man nutzen könnte statt Paracetamol?

00:10:29: Ja, also bei den klassischen schulmedizinischen Schmerzmitteln ist es ja so, es gibt nicht nur das Paracetamol, sondern es gibt natürlich auch die nicht-steroidalen Anti-Rheumatika, das kennt man.

00:10:42: Ibuprofen, zum Beispiel Diclofenac oder Voltarin.

00:10:47: Aspirin zum Beispiel gibt es noch als schulmedizinische Schmerzmittel und zum Beispiel Novalginen.

00:10:54: Das sind so die klassischen Perifer wirksamen schulmedizinischen Schmerzmittel.

00:10:59: Und es gibt eine ganze Reihe natürlicher Schmerzmittel.

00:11:03: die oft eine ähnliche Funktionsweise, auch wie diese schulmedizinischen Schmerzmittel haben, also die nicht-steroidalen Anti-Rheumatika, die blockieren zum Beispiel bestimmte Stoffwechselwege und können damit eben die Produktion pro-entzündlicher.

00:11:22: Mediatorin runter regulieren und dort setzen auch verschiedene schulmedizinische Präparate an wie zum Beispiel die Teufelskralle.

00:11:31: Also man könnte sagen Teufelskralle hat so eine ähnliche Funktionsweise auch wie nicht steroidale Anti-Rheumatika.

00:11:42: braucht allerdings, muss man fairerweise auch sagen, eine gewisse Zeit, bis es wirklich eine Wirkung entfaltet.

00:11:49: Also das kann man jetzt nicht so als Akutmedikament einnehmen.

00:11:52: Man braucht zwei, vier oder sogar sechs Wochen, bevor das langsam anfängt zu wirken.

00:11:58: Aber dafür ist der Mechanismus bei der Teufelskralle Magenschonender zum Beispiel, als bei Ibuprofen oder Volterin.

00:12:10: Und wäre in Studien sogar bei chronisch-degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates genauso effektiv beim langfristigen Einsatz.

00:12:23: Also das heißt, das wäre ein Klassiker, den man sich durchaus überleben kann, eben wenn man unter Atrose chronischen Wirbelsäulen beschwerden leidet.

00:12:34: Dann gibt's natürlich ... Rindenextrakte, Weidenrindenextrakte, daraus hat sich ja unser Aspirin dann klassischerweise entwickelt.

00:12:48: Und Aspirin, ASS, oder eben auch Acetylsalicylsäure, das ist dann quasi die, die, ja ... Künstliche Variante, aber die natürliche Variante, das sind dann Rindenextrakte, Salicylate.

00:13:05: Und die haben auch eine ähnliche Wirkung, wie dann das Aspirin.

00:13:10: Aber tatsächlich, da sie eben nicht ganz baugleich sind.

00:13:16: sind sie auch hier etwas magenverträglicher und haben weniger Auswirkungen zum Beispiel auf die Blutgerinnung.

00:13:25: Aber deswegen kann ich ASS auch bei einer coronaren Herzerkrankung zur Blutverdünnung einsetzen und jetzt den gleichen Effekt nicht mit Rindenextrakten erzielen.

00:13:37: Auf der anderen Seite muss ich aber wissen, dass solche Rindenextrakte jetzt auch nicht ... völlig frei von solchen Begleiterscheinungen sind.

00:13:46: Also, das heißt, auch hier wäre es eben wieder wichtig, dann tatsächlich, gerade wenn man viele Erkrankungen hat, viele Medikamente vielleicht einnehmen muss, es abzustimmen im Gesamtpaket, um nicht doch irgendwas zu übersehen, was man vielleicht doch lieber berücksichtigt hätte.

00:14:06: finde ich aber total spannend, auch mit der Teufelskralle, ganz ehrlich.

00:14:09: Also erstens, dass es so lange braucht.

00:14:10: Ich denke, deswegen nehmen es dann viele auch nicht, weil sie nicht wissen, dass sie sogar vier Wochen warten müssen, bis die Lindung eintritt.

00:14:15: Genau.

00:14:16: Also man kann sich, glaube ich, grundsätzlich mehr kennen.

00:14:19: Im Prinzip hat man eben ein bisschen eine andere Wirkweise.

00:14:22: Also wir haben eigentlich bei Phytotherapeutika immer eigentlich so ein Vielstoff-Gemisch.

00:14:28: Also das ist in der Regel nicht jetzt der eine Wirkstoff.

00:14:32: der seine Wirkung entfaltet, sondern meistens ist es eben ein Zusammenspiel verschiedener Wirkstoffe, was man oft so ganz im Detail noch gar nicht reproduzieren kann.

00:14:44: Aber das heißt, wir haben schon irgendwie eine synergistische Wirkung, das scheint sich gegenseitig auch oft in den positiven Effekten eben zu verstärken und zu unterstützen.

00:14:55: Wir haben meistens eben ein schwächeres Nebenwirkungspotenzial als bei den klassischen schulmedizinischen Präparaten, die eben wirklich chemisch, sagen wir mal, getuned wurden, um eben ganz spezifisch irgendeinen Stoffwechselweg vielleicht zu blockieren.

00:15:15: Dafür sind aber die Effekte eher langfristig, weniger ein Akutmittel.

00:15:23: Und ich muss es wirklich auch über eine längere Zeit einnehmen und dann natürlich auch in der adäquaten Dosierung.

00:15:32: und da kommt eigentlich auch schon fast wieder der Fachmann mit ins Spiel.

00:15:37: Denn die Frage ist, ob ich zum Beispiel aus einem Tee, den ich mir selber zubereite, dann überhaupt die Mengen an Wirkstoffen mobilisieren kann, die dann ja auch noch vom Darm aufgenommen werden können müssen.

00:15:55: Das heißt, hier bieten sich dann natürlich schon so fertige Arzneimittel an, die dann eben in der Regel auch die Wirkstoffkonzentrationen haben, die es wirklich braucht, um den therapeutischen Effekt zu erzielen.

00:16:08: Das ist ja auch ein ganz spannender Punkt.

00:16:10: Du brauchst ja auch wirklich eine Konstante.

00:16:12: Das ist grob konstante Milligramm Wirkstoffanzahl in einem Produkt.

00:16:18: Deswegen die Teufelskralle einfach zu flücken.

00:16:22: Ist dann sehr unspezifisch und ungenau.

00:16:24: Genau.

00:16:26: Wie

00:16:26: stellen Sie das sicher in der Produktion?

00:16:29: Du weißt, wie das hergestellt wird.

00:16:32: Im Endeffekt gibt es ganz verschiedene Produktionswege.

00:16:36: Zunächst mal sind natürlich die einzelnen Inhaltsstoffe.

00:16:40: der Pflanze in den verschiedenen Pflanzen Teilen in ganz unterschiedlicher Konzentration vorhanden oder teilweise sind sogar andere Stoffe dabei.

00:16:52: Deswegen ist es erstmal ganz entscheidend, welche Pflanzenteile werden verarbeitet, zu welcher Zeit erfolgt die Ernte und wie werden dann diese Pflanzenteile bearbeitet, also wie wird dieser Stoff aus dem Pflanzen Teilen mobilisiert.

00:17:11: Und dann erhalte ich ein spezifisches Vielstoffgemisch, was nicht nur durch die verwendete Pflanze charakterisiert ist, sondern eben auch durch diesen Herstellungsprozess.

00:17:24: Und deswegen ist es bei den Phytotherapeutiker auch so, dass ich nicht sagen kann, na ja, Teufelsgralle generell.

00:17:33: wirkt bei Atrose, egal was für ein Präparat das ist.

00:17:37: Hauptsache steht Teufelskalle drauf, sondern im Prinzip ist es immer wichtig, welches einzelne genaue Präparat habe ich denn verwendet.

00:17:46: Wie wurde es zubereitet und was sind sozusagen noch die Rahmenbedingungen?

00:17:51: Also man kann es nicht über einen Kamm scheren.

00:17:53: Ja.

00:17:54: Das ist total spannend, finde ich.

00:17:56: Weil man genau das ist ja genau der Punkt.

00:17:59: Man kann es nicht alles über einen Kamm sperren und deswegen ist es so spannend, dass es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt,

00:18:04: die man

00:18:04: das verwenden kann.

00:18:05: Ich finde es auch, ich glaube jeder kennt Paracetamol, jeder kennt Ibuprofen.

00:18:10: Und die wenigsten wissen, dass es da auch Wechselwirkungen gibt, dass man Paracetamol und Ibuprofen... nicht eins zu eins verwenden kann, sondern dass sie unterschiedliche Nebenwirkungen und unterschiedliche Anwendungsgebiete haben.

00:18:20: Ja.

00:18:20: Und man sie aber im Wechsel verwenden kann, wenn es ganz schlimm ist zum Beispiel.

00:18:23: Ja,

00:18:23: genau.

00:18:24: Das finde ich total spannend.

00:18:25: Genau.

00:18:26: Also pflanzliche Schmerzmittel, um das vielleicht noch zu komplettieren.

00:18:30: Also wir haben natürlich, schon erwähnt, die Teufelsgralle, wir haben die Rindenextrakte, eben vor allem die Weidenrindenextrakte.

00:18:37: Wir haben aber auch die Brennnessel zum Beispiel, als phytotherapeutische Schmerzmittel.

00:18:43: Da kann man durchaus auch mal sagen, okay, ich besorg mir einen hochwertigen medizinischen Brennnessel-Tee und suche eben dann auf den Tag so etwa drei bis fünf Tassen zu trinken.

00:18:54: Dann käme man schon so in eine Menge, wo man sagen könnte, okay, das hätte dann langfristig auch einen Effekt.

00:19:01: Oder man kann sich zum Beispiel auch ein Brennnessel-Pressaft besorgen.

00:19:05: Da muss man halt jeden Tag so einen Stampaldrinken.

00:19:09: Aber es müssen nicht unbedingt immer die Kapseln sein.

00:19:12: Das ist aber hier zum Beispiel bei der Brennnessel möglich.

00:19:15: Beim Johanneskraut wäre das nicht möglich, sich die entsprechenden Dosierungen über einen Tee zuzuführen.

00:19:22: Also da muss es wirklich das aufbereitete Präparat sein.

00:19:27: Und es gibt aber auch noch andere Arzneien, die Schmerzen behandeln können.

00:19:35: Ingwer zum Beispiel, Weihrauch zum Beispiel, Kurkurmin zum Beispiel.

00:19:42: Das sind jetzt Arznein.

00:19:43: Da gibt's in dem Sinne nicht wirklich Phytotherapeutika, sondern die gibt's vor allem eben als Nahrungsergänzungsmittel.

00:19:52: Und da muss man eben noch mal trennen.

00:19:54: Also das heißt, die Phytotherapeutiker, die dann in der Apotheke verkauft werden, die haben eben gewisse Zulassungsprozesse durchlaufen.

00:20:02: Da muss man aber den Phytotherapeutiker noch mal unterscheiden zwischen well-established use ... Das ist quasi wie ein schulmedizinisches Präparat mit Wirksamkeit-Studien in ganz, ganz hochwertiger Art.

00:20:17: Und dann gibt es sozusagen noch mal eine kleine Abstufung, Traditional Use.

00:20:23: Da darf man dann nicht sagen oder es nicht bewerben, es hilft bei Atrose, weil da gibt es dann keine hochspezifische Studie, aber man darf sagen, wird eben zur Unterstützung eingesetzt, zum Beispiel bei Beschwerden des Bewegungsapparates.

00:20:37: oder das Verdauungsapparat ist.

00:20:40: Und diese beiden Klassen an Phytotherapeutika sind aber Arzneimittel und sind damit apothekenpflichtig, aber rezeptfrei.

00:20:50: Wie viele andere schulmedizinische Präparate auch.

00:20:54: Und was eben nicht als Phytotherapeutikum läuft, läuft dann als Nahrungsergänzungsmittel oder als Kräutermischung oder vielleicht irgendwie als Vitaminpräparat.

00:21:07: Die sind dann eben auch im Supermarkt mitunter im Drogeriemarkt zu besorgen.

00:21:13: Da befinden wir uns aber wirklich im Bereich eines Nahrungsmittels.

00:21:18: Also das heißt, da ist kein wirklicher ... Da ist keine wirkliche Kontrolle.

00:21:23: Dahinter hat das überhaupt einen therapeutischen Effekt.

00:21:27: Sind da überhaupt die Dosierungen enthalten, die einen therapeutischen Effekt erzielen?

00:21:32: Gibt es da irgendwelche klinischen Studien?

00:21:34: Also das heißt, da muss man sich im Endeffekt selber schlau machen.

00:21:41: Was mitunter jetzt für einen Lein wahrscheinlich fast gar nicht möglich ist, weil es dann doch sehr viele pharmazeutische ... Dinge sind, die man da vielleicht dann berücksichtigen müsste.

00:21:53: Und auch da muss man dann natürlich ein bisschen einen Vertrauen auch in den Hersteller haben.

00:22:00: Denn da gibt es nicht so diese strenge Kontrolle, da unterliegt oder muss man eigentlich dem glauben, was der Hersteller selber auf die Packungsbeilein schreibt.

00:22:11: Genau.

00:22:12: Also das heißt, wichtig wäre eigentlich schon zu sagen, wenn ich was Fundiertes haben will, was etwa das Level wirklich von Arzneimitteln hat, dann muss ich in die Apotheke.

00:22:25: Da kann ich mich auch rezeptfrei eindecken.

00:22:29: Wenn ich möchte, aber trotzdem wäre auch dort eine fachmännische Beurteilung sinnvoll.

00:22:35: Und Nahrungsergänzungsmittel sind eben wirklich mit Vorsicht zu genießen.

00:22:41: am besten eben auch unter fachmännischer Aufsicht, dass man da in diesem ganzen Birr war, sozusagen sich zurechtfindet und nicht was teures zu sich nimmt, was zum Beispiel null Effekt hat oder nicht nur null Effekt hat, sondern vielleicht sogar Inhaltsstoffe, die dann eher schaden im

00:22:58: Prinzip.

00:22:59: Ich glaube, du hast es Kokomin gesagt.

00:23:02: Genau.

00:23:02: Wie gesagt, das ist auch anti-entzündlich.

00:23:05: Genau.

00:23:05: Und da muss man auch, glaub ich, aufpassen, das kann man auch nicht... ... in unbegrenzter, ... ... ich sag mal unbegrenzter Dosis nehmen, ... ... sondern da muss man schon auch aufpassen, ... ... dass man das in der ... ... richtigen Menge nimmt ... ... und dann auch irgendwann ... ... absetzt wieder, ... ... nicht dauerhaft einfach nimmt, ... ... glaub ich.

00:23:21: Ja, also bei Kurkurmin ... ... das ist eigentlich ein ganz schönes Beispiel.

00:23:25: Das ist was, was natürlich ... ... ja, als Gewürz quasi ... ... in der Küche zum Einsatz kommen könnte.

00:23:34: Aber ... ... da haben wir tatsächlich das Problem ... Kurkumin hat auch wirklich keine gute Bioverfügbarkeit, wird sehr schlecht vom Darm aufgenommen.

00:23:44: Und das heißt, in der normalen Küche hat man gar keine Chance, Kurkumin so hoch dosiert einzusetzen, dass es jetzt wirklich einen medizinischen Effekt entwickeln könnte.

00:23:56: Das heißt, da müsste ich dann als Laie eben erst mal wissen, okay, hier ist ein Problem, wie kann ich das umgehen?

00:24:03: Dann haben wir natürlich verschiedene Zubereitungen, die auch damit werben, dass sie die Bio-Verfügbarkeit deutlich erhöhen können.

00:24:13: Gleichzeitig haben wir natürlich viel mehr Kurkumin dann in so einer Kapsel, als es möglich wäre, dem Essen irgendwie zuzuführen.

00:24:20: Ja.

00:24:21: Und dann ist es aber auch so, dass man nicht einfach sagen kann, okay, dann nehme ich halt am besten gleich mal zehn Kurkumin-Kapseln, dann kommt wenigstens was an.

00:24:31: Sondern das ist aber auch noch nicht ... völlig bis ins letzte Detail geklärt.

00:24:37: Bei zu hohen Dosierungen könnte es sein, dass das Kurkumin wiederum Leberschädigungen triggert oder sogar verursacht.

00:24:47: Also, das heißt, auch hier ist es so, ich muss ein paar Dinge berücksichtigen, um überhaupt relevante Mengen zu mir zu nehmen.

00:24:54: Und dann muss ich aber auch noch berücksichtigen, dass ich es nicht überdosieren sollte, damit ich mich in einem sicheren Bereich ... Bewege.

00:25:01: Und hier reden wir von einem Nahrungsergänzungsmittel und keinem Medizin, also keinen apothekenpflichtigen Präparat.

00:25:08: Deswegen finde ich das so spannend, weil keiner würde wahrscheinlich zwanzig Pillen Kokominen nehmen, aber dann ist es wirklich lieber schädig.

00:25:15: Und das war genau so, was ich meinte.

00:25:16: Aber du machst natürlich immer Sinn, auch bei Nahrungsergänzungsmitteln mit einem Experten zu sprechen, oder?

00:25:21: Genau, genau.

00:25:22: Also es gibt immer wieder Einzelfallberichte, dass Man sich jetzt vielleicht auch für eine ganz spezielle Indikation schlau gemacht hat und sich ein bestimmtes Nahrungsergänzungsmittel eben hochdosiert zufügen möchte und dann vielleicht im Internet recherchiert und dann eben an einen Herstellergerät.

00:25:45: Da sind dann zum Beispiel noch Beistoffe mit in der Zubereitung, die dann doch eben einen toxischen Effekt haben.

00:25:53: Also es gibt es immer wieder.

00:25:55: Der Bereich der Nahrungsergänzungsmittel ist natürlich auf der einen Seite schön, dass es sehr viele wirklich gute Präparate gibt und dass auch diese Art der Medizin eigentlich immer mehr Eingang findet, weil ich schon der Überzeugung bin, dass man damit viele vor allem chronisch kranken noch sehr, sehr gut unterstützen kann.

00:26:15: Aber es ist tatsächlich auch noch so ein bisschen ein Eldorado.

00:26:18: Da ist auch viel Geld zu verdienen.

00:26:21: Und da macht es einfach dann auch die Masse.

00:26:25: Und da gibt es dann den einen oder anderen Hersteller, der vielleicht auch nicht unbedingt nur das Wohl des Patienten im Sinn hat.

00:26:32: Und das ist eben längst nicht so reguliert wie jetzt Arzneimittel.

00:26:37: Deswegen muss man da auf jeden Fall aufpassen oder sich ... fachmännisch beraten lassen und gemeinsam vielleicht mal ein gutes Präparat raussuchen oder primär über die Apotheke gehen.

00:26:49: Und wenn man dann ein gutes Präparat hat, dann kann man immer noch gucken, ob man das vielleicht übers Internet dann billiger bestellen kann.

00:26:57: Lass uns nochmal auf zwei andere Präparate kommen, die auch spannend sind.

00:26:59: Das eine ist der Mönchsfeffer und die Traubensilberkerze, auch wenn sie jetzt vielleicht nicht unbedingt gleich einzusetzen sind.

00:27:07: Aber ich glaube, sie sind im gleichen Bereich.

00:27:08: Ich glaube, sie helfen vor allem den Frauen.

00:27:10: Und wenn du dazu was mal sagen kannst.

00:27:14: Genau, also natürlich ein großes Thema sind natürlich die Wechseljahresbeschwerden, die schon eine sehr, sehr unangenehme Symptomatik machen können.

00:27:25: Und zumindest diese Symptomatik kann man auch wissenschaftlich nachgewiesen, signifikant, deutlich spürbar effektiv lindern, eben mit zum Beispiel Mönchs ... Pfeffer oder der Traubensilberkerze als Phytotherapeutik kommen.

00:27:43: Die sind auch gut verträglich, können auch zum Einsatz kommen.

00:27:47: Letztlich kann man aber auch hier sagen, es ist wichtig, den Fachmann mit einzubeziehen.

00:27:54: Denn es gibt ja nicht nur im Bereich der Phytotherapie immer wieder mal spannende neue Entwicklungen, sondern jetzt auch im Bereich der Hormone.

00:28:06: Früher ... Noch vor zwanzig, dreißig Jahren war zum Beispiel eine Hormonersatztherapie doch ein ordentlicher Hammer mit starken Nebenwirkungen, weil man auch gar nicht so die Möglichkeit hatte, das in ganz feinen Dosierungen zuzuführen.

00:28:22: Da musste man schon große Dosen geben, die dann eben in der Leber weiter Verstoff wechselt wurden.

00:28:28: Und dann sind eben auch Nebenprodukte entstanden, die dann auch wieder negative Konsequenzen haben können.

00:28:34: Also das heißt, das war lange Zeit.

00:28:37: sehr umstritten.

00:28:39: Man hatte zum Beispiel das Gefühl, naja, Wechseljahrs beschwerden.

00:28:43: Gut, das ist halt ein Zustand, aber keine Krankheit.

00:28:48: Und wenn man was hat, was die Symptome lindern kann, gut.

00:28:52: Und wenn nicht, dann muss man halt Augen zu und durch.

00:28:54: Und jetzt weiß man natürlich auf der einen Seite, dass diese hormonellen Verschiebungen auch zu vielen Folgeerkrankungen eben führen können, Osteoporose begünstigen können, das kardiovaskuläre Risiko deutlich erhöhen können.

00:29:08: Also das heißt, das ist eigentlich nicht ein Zustand, den man jetzt einfach so akzeptieren sollte.

00:29:13: Man kann heute eben viel einfacher und viel feiner auch... den Hormonstatus bestimmen und hat viel feinere Möglichkeiten, auch Hormone zu substituieren, sodass man immer mehr in die Richtung kommt, dass man sagt, man kann da ganz gezielt therapieren, diese hormonellen Verschiebungen etwas ausgleichen, ohne eben diese ganz starken Nebenwirkungen zu haben, die man früher hatte und damit tatsächlich mögliche Folgeerkrankungen oder Risiken lindern.

00:29:44: Also das heißt, Hier ruhig auch noch mal einen breiteren Blick.

00:29:49: Nicht nur sozusagen die Phytotherapie, die hier wirklich gut etabliert ist, um Symptome zu reduzieren.

00:29:58: Der Mönchspfeffer eben gerade auch zum Beispiel bei PMS.

00:30:05: Sondern tatsächlich auch den Blick etwas schweifen lassen, gerade was so das Thema bioidentische Hormone anbelangt.

00:30:13: Gibt's da auch ganz ... Interessante Weiterentwicklungen.

00:30:18: Es ist schon echt spannend, dass man damit so gut helfen kann und folgendern, dass das natürlich auch wirkt.

00:30:24: Lass uns doch zum Thema Schlafstörungen noch mal sprechen.

00:30:26: Auch, glaube ich, ein wichtiges Thema.

00:30:28: Was gibt es denn da, was helfen kann, um, ich sag mal, Schlafstörungen zu lindern und auch das Schlaf und zu verbessern?

00:30:36: Also, da gibt es eine ganze Palette.

00:30:39: Wichtig ist ... Das kann man gleich mal einwerfen.

00:30:42: Das muss ich jetzt nicht nur auf ein Arzneimittel fokussiert, sondern beim Schlaf gibt's wahnsinnig viele Dinge, die auch noch zu berücksichtigen sind, was alles so unter dem Überbegriff Schlafhygiene fällt.

00:30:56: Also da werden wir sicherlich auch mal ein Podcast zu dem Thema machen oder wahrscheinlich mehrere gleich.

00:31:04: Aber man kann natürlich pflanzlich den Schlaf und die Schlafbereitschaft unterstützen.

00:31:10: Ein Klassiker ist natürlich Baldrian.

00:31:13: Da gibt's auch viele gute klinische Studien dazu.

00:31:16: Wir haben Hopfen, Melisse, Passionsblume zum Beispiel.

00:31:23: Der Vorteil bei diesen pflanzlichen Arzneimitteln ist, in dem Fall, dass sie eigentlich nur die Schlafbereitschaft erhöhen, jetzt die klassischen schulmedizinischen Schlafmittel.

00:31:36: sind quasi mal vereinfacht gesagt, so leichte Narkosemittel.

00:31:42: Also die erzwingen dann quasi so ein bisschen den Schlaf.

00:31:47: Da ist aber dann auch die Schlafarchitektur eben etwas gestört.

00:31:51: Der Schlaf ist auch nicht mehr so erholsam.

00:31:54: Und es kann natürlich einen gewissen Überhang dann geben.

00:31:58: Das heißt, dass man vielleicht dann am Vormittag eben einfach nicht so konzentriert ist, verlangsamt ist.

00:32:04: Vielleicht sogar Schwierigkeiten hat, am Straßenverkehr teilzunehmen oder gar nicht teilnehmen sollte.

00:32:11: Das ist jetzt bei den pflanzlichen Arzneimitteln eben nicht zu befürchten.

00:32:15: Das heißt, die erhöhen die Schlafbereitschaft, ohne dass sie die Schlafarchitektur stören.

00:32:23: Das heißt, der Schlaf ist erholsam und es ist nicht, dieses Überhangphänomen zu befürchten.

00:32:32: Im Gegenteil, man sagt sogar, dass diese Präparate eigentlich dann tagsüber ... Man könnte sich das vorstellen wie eine Entspannung des zentralen Nervensystems.

00:32:43: Wenn ich entspannter bin, kann ich mich besser konzentrieren.

00:32:46: Da stehe ich so unter Stress.

00:32:49: Also, das heißt, tagsüber fast schon Konzentration verbessern, abends Schlafbereitschaft eben erhöhen.

00:32:57: Ja.

00:32:58: Lavendel ist noch natürlich ein weiteres Präparat, was da unbedingt mit hineingehört.

00:33:04: Und bei Lavendel ist es zum Beispiel auch ganz interessant, das kann man auch ... ganz gut einsetzen bei Angststörungen.

00:33:12: Und da gibt es auch vergleichende Studien.

00:33:15: Und da hat man gesehen, dass Lavendel genauso effektiv ist wie ein niedrig dosiertes Benzodiazepin.

00:33:23: Also was ja dann auch wieder ein starkes schulmedizinisches Medikament ist.

00:33:27: Also da steckt schon potenziell von der Wirksamkeit, ja, eine gewisse Power dahinter.

00:33:33: Nur haben wir eben bei Lavendel nicht das Risiko, dass es mich abhängig macht oder eben diese Nebenwirkungen mit Überhang, Verkehrstauglichkeit eingeschränkt.

00:33:45: Deswegen ist gerade, was jetzt Schlafstörungen und auch vielleicht Stresssymptome, Belastungssymptome, ein bisschen Unruhe, Nervosität, das ist eigentlich pflanzlichen Arzneimitteln sehr gut zugänglich.

00:34:01: Lass uns noch mal über Ginko sprechen, weil Ginko finde ich auch sehr spannend.

00:34:04: Ich glaube auch ein unterstetztes für du therapeutisches Produkt.

00:34:09: Erzähl doch mal dazu was.

00:34:11: Genau, also Ginko ist ein Präparat, was man sehr gut einsetzen kann, um die zerebrale Leistungsfähigkeit zu unterstützen.

00:34:21: Also sogar auch hier.

00:34:24: Studien etabliert eben bei leichten oder beginnenden Formen zum Beispiel einer Demenzerkrankung.

00:34:34: Es verbessert einfach den Gehirnstoffwechsel.

00:34:38: Es scheint auch die Fließeigenschaften des Blutes und damit eben auch die Sauerstoffversorgung über die kleinsten Gefäße zu verbessern.

00:34:46: Man kann es also auch unterstützend einsetzen, zum Beispiel bei Tinnitus.

00:34:50: oder generell ergänzend auch eben bei Erkrankungen, bei denen man eine Durchblutungsstörung als Mitauslöser der Symptomatik vermutet.

00:35:07: Und wir setzen es zum Beispiel auch sehr gerne ein bei Fatigue-Zuständen unterschiedlicher Art.

00:35:13: Also gerade jetzt bei Post-Covid oder CFS oder Cancer-related Fatigue haben wir oft auch so dieses Phänomen, das sogenannten Brain-Fox, was dann auch mit Konzentrationsstörungen einhergeht.

00:35:26: Und hier gibt es auch schon kleinere Studien, dass Ginko-Präparate eben tatsächlich hier auch eine Zustandsverbesserung herbeiführen können.

00:35:36: Und da ist eben aber auch wiederum, das ist so ein klassischer Beispiel dafür, dass man dann auch nicht sagen kann, na gut, dann nehme ich halt ein Präparat, auf dem Ginko drauf steht, sondern natürlich sind die auch wieder unterschiedlich zubereitet auf unterschiedliche Inhaltsstoffkonzentrationen sozusagen allein durch den Herstellungsprozess getrimmt.

00:36:01: und eine bestimmte klinische Studie bezieht sich eben dann auf genau einen Hersteller auf ein Produkt und man kann da nicht sagen, dass alle anderen aus Ginko hergestellten Arzneien eben genauso wirken oder genauso gut verträglich sind.

00:36:21: Das ist da eigentlich nochmal ein ganz gutes Beispiel eigentlich.

00:36:26: Das ist super spannend.

00:36:27: Aber ich finde es toll, dass es da noch ein anderes Arzneimittel gibt,

00:36:31: der

00:36:31: man arbeiten kann.

00:36:32: Genau.

00:36:35: Spannend generell ist natürlich auch der ganze Verdauungstrakt.

00:36:40: Der Magendarmstrakt ist natürlich pflanzlichen Arzneimitteln, hervorragend zugänglich.

00:36:47: Sei es jetzt, um ein bisschen entkrampfen zu wirken, anti-entzündlich zu wirken, jetzt mit Kamille zum Beispiel oder Pfefferminze.

00:36:57: Natürlich kann ich auch die Verdauung unterstützen, zum Beispiel durch Bitterstoffe.

00:37:02: Ich kann die Stuhlregulierung, wenn wir jetzt auch mal zum Beispiel Flohsamen mit dazunehmen, kann ich beeinflussen.

00:37:12: Also das ist natürlich so der Klassiker.

00:37:14: Und generell ... Das ist hier auch ein ganz schönes Beispiel, muss man natürlich berücksichtigen.

00:37:19: Phytotherapie ist ja nicht immer nur eine Kapsel, sondern ich kann ja natürlich auch zum Beispiel Wickel und Auflagen machen.

00:37:27: Einreibungen, das kann ich jetzt nicht nur was den Magen-Darm-Trakt anbelangt, mit einem Bauchöl-Wickel zum Beispiel machen.

00:37:38: oder mit einer Leberauflage, sondern wir hatten ja vorhin schon mal die Schmerzmittel.

00:37:44: Natürlich habe ich nicht nur die pflanzlichen Schmerzmittel zum Einnehmen, sondern ich habe auch Annika oder Beinwell zum Beispiel, was ich lokal applizieren kann.

00:37:56: Also hier gibt es immer verschiedene Möglichkeiten.

00:38:00: Aber Verdauungstrakt ist eine gute Indikation.

00:38:05: Es gibt auch klassische, schöne Mischungen, die man bei Gastritis oder Reizungen der Magenschleimhaut nehmen kann.

00:38:13: Darf mir jetzt ja keine Schleichwerbung machen, deswegen nenne ich jetzt da gar keine gezielten Präparate.

00:38:19: Man kann natürlich auch immer ein bisschen auf den Stoffwechsel Einfluss nehmen, also zum Beispiel auf den Cholesterinspiegel.

00:38:26: Da muss man natürlich sagen, die Effekte sind halt ... limitiert.

00:38:31: Also das heißt, wenn ich hier zum Beispiel mit Artischocke arbeite, dann kann ich, wenn ich jetzt vielleicht individuell sehr gut darauf anspreche, mir vielleicht erhoffen, dass sich der Cholesterinspiegel um maximal ja zwanzig Prozent, aber nicht mehr verringern lässt.

00:38:49: Das heißt also, es gibt gewisse Limitationen, aber natürlich kann ich sagen, vielleicht reicht es ja schon aus.

00:38:55: Ja.

00:38:56: Oder ich kombiniere es dann zum Beispiel mit einem schulmedizinischen Mittel und kann mir dann vielleicht die Dosis des schulmedizinischen Mittels eben ein bisschen reduzieren im Endeffekt.

00:39:08: Findest du das total cool?

00:39:10: Lass uns noch auf ein letztes Präparat eingehen,

00:39:13: weil

00:39:13: ich das überspannend finde um eines der wichtigsten Systeme in unserem Körper natürlich auch das Herz.

00:39:18: Und da wird Weisdorn in Kombination bei Herz insyphritiens genannt.

00:39:23: Wie siehst du das?

00:39:24: und kann teilweise Weißdorn sogar das eine oder andere Herz im Medikament ersetzen?

00:39:29: Also Weißdorn ist eben auch nachweislich, tatsächlich man nennt es positiv Inotrop, also das heißt, es kann die Kraft der Herzmuskeln eben unterstützen und hat natürlich einen moderaten Effekt, ist dafür aber sehr gut verträglich.

00:39:50: Man unterscheidet ja Erkrankungen eigentlich immer in unterschiedliche Schweregrade.

00:39:56: Und bei der Herzen-Suffizienz gibt's auch vier verschiedene Schweregrade.

00:40:01: Eben von kaum merkliche Beschwerden bis hin nur bei körperlicher starker Belastung, bis hin zu schon bei leichter Belastung und in Ruhe.

00:40:12: Und Weisdorn kann man jetzt zum Beispiel einsetzen bei diesen ersten beiden Schweregraden.

00:40:18: Und egal, welches Mittel man einsetzt, müsste man natürlich sowieso immer individuell gucken, wie entwickelt es sich unter der Arznei.

00:40:29: Aber hier könnte man auch sagen, okay, dann gibt man erst mal dem Weißdorn eine Chance.

00:40:35: Es wirkt auch Blutdruck regulierend.

00:40:38: Also es kann auch einen erhöhten Blutdruck eben etwas senken.

00:40:42: Das ist auch oft dann eben ein Thema bei Patienten mit Herzinsuffizienz.

00:40:49: Und hat einen nachweislichen und etablierten Effekt im Endeffekt.

00:40:54: Und ich kann es trotzdem kombinieren auch mit einem schulmedizinischen Präparat, wenn ich möchte.

00:41:01: Aber auch in einem Anfangsstadium einer Erkrankung, wo jetzt vielleicht ein schulmedizinisches Präparat noch gar nicht nötig ist, kann ich hier auf gut verträgliche Art und Weise mich auch mit einem Phytotherapeutikum unterstützen.

00:41:17: Ja, sehr spannend.

00:41:18: Was würdest du dir jetzt empfehlen, als Hausapotheke zu Hause zu haben mit den Phytotherapeutikern?

00:41:26: Was würdest du sagen, es ist ja eine gute Hausapotheke, die man zu Hause haben sollte?

00:41:30: Ja, genau.

00:41:31: Also im Endeffekt ist es so, ich würde noch mal grundsätzlich unterscheiden wirklich zwischen den Phytoarzneimitteln, die tatsächlich apothekenpflichtig sind und tatsächlich für eine ganz spezifische Indikation ihre Zulassung haben.

00:41:52: Also ich würde jetzt zum Beispiel nicht empfehlen, dass man sagt, okay, ich hab Johannes Kraut einfach in der Hausapotheke.

00:41:59: Denn wenn ich eine Erkrankung habe, die mit Johannes Kraut gut behandelt werden kann, dann muss die ja auch erst mal handfest diagnostiziert werden.

00:42:09: dann muss ich das Präparat ja wirklich auch konsequent über den längeren Zeitraum einnehmen.

00:42:14: Also ich kann mir auch nicht jetzt kurz behelfen, indem ich sage, na ja, dann kurzfristig mal für heute und morgen nehme ich es ein.

00:42:22: Und wenn man es langfristig nimmt, dann sollte man natürlich auch immer berücksichtigen, okay, es kann ja auch Wechselwirkungen haben, es kann Nebenwirkungen haben, und das sollte man vielleicht nochmal mit dem Fachmann absprechen.

00:42:32: Aber es gibt natürlich auch so einen fließenden Übergang zwischen ... den Phytotherapeutiker und Hausmitteln, die ich eben einsetzen kann, um ... so leichte Befindlichkeitsstörungen zu beeinflussen.

00:42:48: Also ich kann jetzt natürlich mit einem Kammeln Tee zum Beispiel, kann ich nichts verkehrt machen.

00:42:52: Ich kann jetzt mit einem, es gibt ja auch so Tee-Mischungen zum Beispiel, die heißen dann irgendwie Schlaftee oder Beruhigungstee.

00:43:01: Da kann ich nichts verkehrt machen, wenn ich jetzt mal das Gefühl habe, okay, ich bin irgendwie gestresst, ich kann schlecht schlafen, habe irgendwie eine innere Unruhe oder mit einem Erkältungstee.

00:43:11: Also das heißt, Alles, wo ich was natürliches einsetze, was quasi jetzt auch Selbstregulationsmechanismen auf sanfte Art und Weise unterstützt.

00:43:23: Das könnte ich eigentlich als Hausapotheke daheim haben.

00:43:27: Und wenn ich aber wirklich sage, okay, ich brauche hier einen Arzneimittel mit harten Fakten, dann muss ich eigentlich auch beim Phytotherapeutikum mich vorher nochmal informieren und schlau machen.

00:43:40: Aber... Da sind so die Klassiker eben tatsächlich für den Verdauungstrakt.

00:43:45: Was entkramfendes, was anti-entzündliches, was was die Schleimhaut beruhigt.

00:43:52: Anis Kümmel-Fenchel ist ja so ein Klassiker für die Verdauung zum Beispiel als Tee.

00:43:56: Also da kann man wunderbar Tees einsetzen.

00:44:00: Dann natürlich die Erkältungstees.

00:44:03: Was zur Beruhigung, zum Schlafen.

00:44:07: Das würde ich sagen, wären so die Dinge, die man auf jeden Fall daheim haben sollte.

00:44:12: Ja, auch vielleicht Salben auflagen.

00:44:15: Das ist auch was, wo man sagen kann, kann man leicht unterstützend einsetzen, ohne dass man jetzt in der Regel viel verkehrt machen kann.

00:44:24: Eine Annika-Salbe, eine beruhigende Hautsalbe, zum Beispiel eine anti-entzündliche Salbe für die Haut.

00:44:31: Da gibt es ja auch ganz, ganz viele Möglichkeiten, sich pflanzlich zu unterstützen.

00:44:35: Absolut.

00:44:36: Ja.

00:44:37: Super spannend.

00:44:37: Würdest du denn grundsätzlich sagen, dass du jetzt in deiner Praxis, wenn du arbeitest, fängst du grundsätzlich an mit Phytotherapie oder fängst du oder hängst du ja stark davon ab, wo sich natürlich der Patient befindet?

00:44:50: natürlich, aber ist es so, dass du jetzt grundsätzlich sagen würdest, du versuchst immer erst mal mit Phytotherapie zu starten?

00:44:57: Ja, also wir haben ja vor allem eben chronisch kranke Patienten bei uns und dann meistens auch ... tatsächlich mehrfach erkrankte Patienten, die in der Regel eigentlich schon ja auch schulmedizinisch abgeklärt und therapiert zu uns kommen und ja trotzdem noch Beschwerden haben, trotz aller schulmedizinischer Optionen, vielleicht auch schon Nebenwirkungen haben.

00:45:22: Und deswegen haben wir eigentlich ja sehr großzügig die Indikation, dass wir noch Phytotherapeutiker dazu nehmen.

00:45:32: Generell muss man natürlich wirklich differenzieren, liegt jetzt ein akuter Notfall, vielleicht sogar eine schwerwiegende Erkrankung vor.

00:45:41: Dann wird es im Bereich der Phytotherapie jetzt eher weniger geben, wo ich sage, ja, das kann jetzt hier lebendrettend als sofortmaßnahme eingesetzt werden.

00:45:52: Aber eben bei leichteren Beschwerden, wo jetzt vielleicht der Arzt sagen würde, na ja, da, da.

00:46:00: fällt mir jetzt gar keine so richtige Ursache ein, jetzt mal ein bisschen Bauch grummeln, warten's mal ab.

00:46:06: Da kann man sich natürlich dann gut behelfen, eben zum Beispiel mit so einem Hausmittel mit einem Tee.

00:46:11: Und bei chronischen Beschwerden und Erkrankungen, die ja häufig nicht mit Schulmedizin allein eben völlig beschwerdefrei zu bekommen sind, da kann man natürlich immer wunderbar mit Phytotherapeutika ergänzen.

00:46:25: Super.

00:46:26: Vielen lieben Dank für die ganzen Informationen.

00:46:27: Vielen Dank auch für die Hausopotheke.

00:46:28: Ich glaube, das ist sehr hilfreich.

00:46:30: Deswegen fass ich nochmal zusammen mal so.

00:46:32: Fythotherapie ist auf jeden Fall weit mehr als nur sanfte Naturheilkunde.

00:46:36: Sie ist eine evidenzbasierte Medizin und mit beeindruckenden Studienergebnissen und auch halt wirklich auch therapeutischen Ergebnissen.

00:46:43: Und ob das jetzt ein Johanneskraut ist bei Depressionen, Teufelskarle bei Atrose oder die Traubensilberkerze in den Wechseljahren, haben wir alle besprochen.

00:46:51: Sind da echt viele sehr gute, ja.

00:46:54: ... Phytotherapeutiker dabei, die sogar ihren Medikamenten ... ... ebenwürdig sind.

00:47:00: Und ... ... das mit der Verträglichkeit ist teilweise sogar besser, ... ... aber die Kunst liegt natürlich darin, ... ... das richtige Mittel für die richtige Indikation zu wählen ... ... und dann auf Qualität natürlich zu achten.

00:47:10: Das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt ... ... und realistischer Wartung zu haben.

00:47:14: Deswegen ... ... informieren Sie sich ganz dringend ... ... und sprechen Sie natürlich auch mit einem Experten, ... ... mit einem Fachmann ... ... und setzen Sie natürlich auf Qualität.

00:47:23: Und einer der wichtigen Punkte ist natürlich, haben Sie Geduld bei Phytotherapeutika?

00:47:27: Dass Sie nicht sagen, okay, ich nehme das jetzt drei Stunden später, da muss es schon wirken, sondern es braucht ein bisschen mehr Zeit als der klassische Medizin.

00:47:33: Und genau sein Sie auch kritisch.

00:47:36: Nicht alles, was pflanzlich ist, ist automatisch wirksam.

00:47:38: Oder besser als das, was jetzt unbedingt als klassische Medikamente kommt.

00:47:43: So muss immer passend zu Ihrer aktuellen Situation.

00:47:46: Und deswegen ist es so wichtig, mit Fachleuten zu sprechen wie Robert Schmidt von der KFN.

00:47:52: Und ja, das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt an der Stelle.

00:47:56: Deswegen vielen Dank fürs Zuhören.

00:47:57: Und wenn es Ihnen gefallen hat, lasst mir natürlich ein Abo da, ein Like da, ein Kommentar da, da freuen wir uns natürlich immer drüber.

00:48:03: Und wir freuen uns auch, wenn es das nächste Mal wieder heißt, dass wir hier bei unserem Podcast sind, Schulmehl ziehen, trifft Naturheilkunde.

00:48:10: Und da sind wir natürlich immer sehr begeistert, wenn Sie uns zuhören und natürlich was mitnehmen, was Sie nutzen können, Ihrem Lebensalltag oder Freunden und Bekannten auch helfen können.

00:48:18: Deswegen leiten Sie diesen Podcast auch gerne weiter.

00:48:21: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:48:22: Bleiben Sie gesund.

00:48:25: Ganz wichtig, wir machen hier einen Informations-Podcast und keine direkte ärztliche Beratung.

00:48:31: Das heißt, alle Empfehlungen, die Sie hier in dem Podcast hören, alle Anweisungen, die Sie im Podcast hören, sind immer für Ihre individuelle Situation vorher mit Ihrem Arzt oder Therapeuten abzuklären.

00:48:41: Da wir Ihre individuelle Situation nicht kennen, können wir nur allgemeine Empfehlungen geben, die wir natürlich aus dem fachlichen und wissenschaftlichen Kontext kennen, aber diese könnten für Ihre individuelle Situation vielleicht nicht die Richtige sein.

00:48:52: Deswegen ist es wichtig, diese immer noch mal mit ihrem Arzt und Therapeuten abzukehren.

00:48:57: Das war's mit dieser Folge von Schulmedizin trifft Naturheilkunde.

00:49:02: Werden Sie zum Partner Ihrer Gesundheit.

00:49:05: Bis zur nächsten Folge.

00:49:07: Bleiben Sie gesund.

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